Katschberg
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Der Katschberg (die Katschberghöhe, 1.641 m ü. A.) verbindet das Katschtal in Kärnten in der Gemeinde Rennweg am Katschberg mit dem Lungau im Salzburger Land und die Hohen Tauern im Westen mit den Lavanttaler Alpen (Gurktaler Alpen) im Osten.
Er ist Teil der alten Verkehrsverbindung Radstadt - Obertauern (Radstädter Tauernpass) - Lungau - Katschberg - Spittal an der Drau / Millstätter See. Der Katschberg wurde vermutlich schon von den Römern als Übergang benutzt. 1459 wird "eine Oberstraß" über den Katschberg erstmals urkundlich erwähnt. Post wurde nachweislich ab 1764 über den Berg befördert.
1929 erbaute J. Kastner die erste Gaststätte auf der Katschberghöhe. Am 16. April 1956 übernahmen Matthias und Gertrude Bogensperger die Gaststätte von Kastner und bauten diese sukzessive in ein Vier-Sterne Hotel aus. Heute gibt es zahlreiche Hotels und Ferienappartements auf dem Katschberg.
1957 baute Matthias Bogensperger den ersten Schilift auf das Tschaneck. Das gesamte Schigebiet baute er in den Jahren 1957 bis 1997 zu einem der größten privaten Schigebiete mit 10 Liften aus. Heute erstreckt sich die Schischaukel Katschberg-Aineck mit 16 Liften und 60 km Pisten vom Tschaneck (2024 m) über das Aineck (2210 m) bis nach St. Margarethen im Lungau. Die Region Obertauern - Lungau - Katschberg ist ein bekanntes Schigebiet, das mit dem "Lungo-Skipass" einen gemeinsamen Tarifverbund aufweist.
Der Katschberg besitzt auch eine 16 km lange Höhenloipe für sportliche Langläufer (1640-1750m).
Neben der Katschbergstraße (B99), die heute mehr regionale Bedeutung hat, wird der Katschberg von der Tauernautobahn (A10) durch den Katschbergtunnel durchquert.
[Bearbeiten] Geschichte
Wohl schon unter den Tauriskern kam es zu ersten umfangreichen Ausbauten an den Passwegen, man konnte wohl schon von einer Straße sprechen. Über viele Jahrhunderte reichte diese wohl aus, aber als die Römer ins Land kamen musste diese doch verbessert werden. Im Zusammenhang mit dem faktischen Neubau der Straße über die Radstädter Tauern durch die Römer, erhielt auch der Katschberg von diesen eine neue, als besonders kühn geltende Straßenverbindung. Sie verläuft in großen Teilen anders als die heutige Straße, schon bei Sankt Margareten im Lungau scheint sie östlich der heutigen Straße, durch das Tal des Schindergrabens geführt zu haben, bei Unterbairdorf gewann man durch die Anlage von Spitzkehren und einen kurzzeitigen Ostschwenk an Höhe, um durch seine Fortsetzung im Grainwald zu finden. Dort stehen noch heute zwei Meilensteine, so das es kaum Zweifel an dem dortigen Trassenverlauf gibt. Beim Übergang über den Kamm, nutzte die Straße aber nicht den eigentlichen Katschberg, den die heutige Bundesstraße bezwingt, sondern die etwas weiter östlich gelegene Lausnitzhöhe. Eine Einsattlung in 1811m Höhe, welche an der Hafner Alm gelegen ist. Heute führt von St.Margarethen ein Wanderweg über die Esseralm auf diese Passhöhe, welcher seine Fortsetzung als schlecht zu befahrener Güterweg in Richtung Rennweg findet.
Die Straße über den Katschberg, besser gesagt über die Lausnitzhöhe, wie auch über die Radstädter Tauern, war insgesamt Teil einer einzigen Straße, die für Norer und Römer wichtigen Städte Teurnia (St.Peter im Holz) mit Cucullae (Kuchl) und Iuvavum (Salzburg) miteinander verbindet und darüber weiter hinaus, den nordalpinen Raum, mit den Balkan. Es ist schon bezeichnend das 2000 Jahre später diese alte Route, eine Renaissance erfuhr, als man die Tauernautobahn erbaute, welche selbst eine wichtige Verbindung, zwischen Deutschland und dem Balkan bildet.
Bei Schloss Moosham, dort wo die Nordrampe des Katschberges in die Südrampe der Radstädter Tauern übergeht, lag eine kleine Siedlung in der sich Reisende erholen und versorgen konnten. Dort befand sich auch ein kleiner Tempel des damals so beliebten Mithraskultes, der lange Zeit in Opposition zum Christentum stand. Ihn fand man, als in den Jahren 1950-52 ein Wasserreservoir für ein Lehrlingswohnheim gebaut wurde. Plastiken, Inschriftensteine und zahlreiche schöne Bauwerksteile, wurden dabei freigelegt. Beim Ausschachten des Kellers für das Lehrlingswohnheim selbst, stieß man auf eine Schicht reich angefüllt mit Kulturschutt aus der Römerzeit. Unweit dieser Stelle fand man auch zahlreiche römische Brandgräber, die mit Steinen abgedeckt waren. Aus alten römischen Straßenkarten weiß man auch den Namen dieser Ortschaft - ‚Immurium‘ - der unweit der Straße oberhalb selbiger an einen Berghang lag, und vom dem weitere wichtige Wege ausgingen, wie zur Turracher Höhe und welches spätestens mit dem Ende der Römerzeit alsbald verfiel und in Vergessenheit geriet. Dieser Ort ist aber nicht eine römische Gründung, Funde belegen eine Besiedlung für wenigstens fünf vorrömische Jahrhunderte. Unter den Römern erfuhr der Ort eine Aufwertung, weitere Häuser wurden erbaut. Neben Wohnhäusern, auch mehrere Gasthäuser, Werkstätten, Lager und sogar ein kleines Bad, und eben der oben erwähnte Mithrastempel. Schlackenfunde scheinen Anhaltspunkt zu sein, das im Ort auch Metallurgie betrieben wurde, sicherlich verhüttete man hier einheimische Erze, die man in dieser Gegend recht zahlreich zu finden wusste.
[Bearbeiten] Weblinks
- Steffan Bruns: Alpenpässe - vom Saumpfad zum Basistunnel
- Neigungsprofil der Auffahrt von Kremsbrücke
- Neigungsprofil der Auffahrt von St. Michael
- Ferienregion Katschberg/Rennweg
- Bergbahnen Katschberg
- Ferienwohnungen im Lungau
Koordinaten: 47° 3′ 33" N, 13° 36′ 56" O
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