Katzhütte

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Katzhütte
Katzhütte
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Katzhütte hervorgehoben
50.55222222222211.053333333333420Koordinaten: 50° 33′ N, 11° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saalfeld-Rudolstadt
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Bergbahnregion/Schwarzatal
Höhe: 420 m ü. NHN
Fläche: 28,69 km²
Einwohner: 1435 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98746
Vorwahl: 036781
Kfz-Kennzeichen: SLF, RU
Gemeindeschlüssel: 16 0 73 037
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 5 in 98744
Oberweißbach/Thür. Wald
Webpräsenz: www.gemeinde-katzhuette.de
Bürgermeister: Wilfried Machold (parteilos)
Lage der Gemeinde Katzhütte im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
Allendorf Altenbeuthen Bad Blankenburg Bechstedt Cursdorf Deesbach Döschnitz Dröbischau Drognitz Gräfenthal Hohenwarte Kamsdorf Katzhütte Kaulsdorf (Saale) Königsee-Rottenbach Lehesten Leutenberg Lichte Mellenbach-Glasbach Meura Meuselbach-Schwarzmühle Oberhain Oberweißbach/Thüringer Wald Piesau Probstzella Reichmannsdorf Remda-Teichel Rohrbach Königsee-Rottenbach Rudolstadt Saalfeld/Saale Saalfelder Höhe Schmiedefeld (Lichtetal) Schwarzburg Sitzendorf Uhlstädt-Kirchhasel Unterweißbach Unterwellenborn Wittgendorf ThüringenKarte
Über dieses Bild
Kirche
Rathaus
Kirche in Oelze

Katzhütte ist eine Gemeinde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Bergbahnregion/Schwarzatal.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Katzhütte liegt im nordwestlichen Teil des Thüringer Schiefergebirges und bildet das Zentrum des oberen Schwarzatales. Der Ort hat sich auf Grund seiner Lage in Kerbtälern zu einem Straßendorf entwickelt. Auf einer Länge von 5,3 km ziehen sich die Häuser an der Schwarza entlang. Doch auch die Nebentäler wurden frühzeitig besiedelt. So beträgt die Entfernung vom Ortsausgang in Richtung Neuhaus am Rennweg bis zum letzten Haus in der Masserberger Straße 5,4 km.

Hohe und steile Berge umgeben den Ort. Zuerst wäre das Wurzelbergmassiv zu nennen, ein Gebirgsstock, dessen höchster Gipfel, der Große Farmdenkopf (868 m), dem Oberbecken des Pumpspeicherwerkes Goldisthal weichen musste. Die Höhe des Wurzelberges wird mit 843 m angegeben.[2] Auf der linken Seite der Schwarza flussabwärts folgen im Uhrzeigersinn Vorderer Schmiedebacher Kopf (630 m), Oelzer Rain (698 m), Oelzer Stieg (672 m) und Scheffelsberg (608 m). Daran schließen sich auf der rechten Seite der Schwarza flussaufwärts Hainberg (604 m) und Rosenberg (716 m) an.[3]

Zahlreiche Flüsse haben sich tief in das Gebirgsmassiv eingeschnitten. In der Ortslage Katzhütte münden flussabwärts von links Masse, Oelze, Schwemmbach und Amselbach in die Schwarza. Die größten Zuflüsse flussabwärts auf der rechten Seite sind Haspiseife, Katze und Weiße Schwarza.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutigen Grenzen des Ortes entstanden durch die Zusammenlegung der beiden Orte Katzhütte und Oelze zu einer Großgemeinde im Jahre 1950.[5] Bei ihrer Entstehung hatte sie etwa 3800 Einwohner. Seit der Zusammenlegung ist die Einwohnerzahl stark zurückgegangen. Die Gemeinde Katzhütte zählte Ende 2004 nach amtlichen Angaben noch 2197 Einwohner und 2012 nur noch 1486. Trotzdem ist es der größte Ort in der Verwaltungsgemeinschaft Bergbahnregion/Schwarzatal. Weitere größere Orte der VG sind Oberweißbach (1840 Einwohner) und Meuselbach-Schwarzmühle (1180 Einwohner).

Am 25. Dezember 1565 erhielt eine Leipziger Saiger-Handelsgesellschaft von den Schwarzburger Grafen Günther und Hans Günther die Erlaubnis, an einer bis dahin noch unbesiedelten Stelle im Rosenthal, an der Einmündung der Katze in die Schwarza, eine Saigerhütte mit Wohnhäusern und Kohlenschuppen zu errichten. Zu den Gesellschaftern gehörten die Handelsherren Wolf von Lindenau der Ältere, Arnt Preun, Theobald Preun und Markus Merten. Mit dem Bau der ersten Gebäude wurde im April 1566 begonnen. Die „Hütte an der Katze“ oder auch „Katzenhütte im Rosenthal“ führte später zur Namensgebung des Dorfes Katzhütte.[6] Noch ältere Aufzeichnungen in den Kirchenbüchern der Gemeinde Meuselbach bezeichnen die Gegend als Gräntzhaus. Das Hüttenwerk verarbeitete aus den Mansfelder Kupfergruben angeliefertes Schwarzkupfer. Im Saigerverfahren entstand daraus Garkupfer und zudem auch ein Anteil Silber. Nach Verfall des Hüttenwerkes 1576 sicherte vor allem der neue Eisenhammer den Bewohnern ihren Lebensunterhalt.

Die ausgedehnten Wälder boten noch im 14. Jahrhundert Unterschlupf für Braunbären, Hirsche und anderes Getier, daher befand sich am Wurzelberg ein fürstliches Jagdhaus. 1786 nisteten noch Steinadler in der Nähe und 1810 wurde der letzte Luchs und 1820 ein letzter Wolf geschossen. Anlässlich einer Hofjagd im Jahr 1581 wurden in einer Woche 266 Hirsche, davon 161 Hirschkälber und 63 Spießhirsche erlegt.[7]

Der Wald lieferte den Waldbauern das Heu und Einstreu, Handwerkern die benötigte Holzkohle, während Flößer das Holz zu Tal beförderten. Holzfäller, Köhler und Flößer waren daher weit verbreitete Berufe. Auch wurden hier die ersten Versuche zur Porzellanherstellung gemacht (etwa um 1759). Dies stand im Zusammenhang mit dem Besitzer des Eisenwerkes Johann Wolfgang Hammann. Hammann verlegte die Produktion aber später nach Wallendorf. Die Produktion erlangte dort als Wallendorfer Porzellan überregionale Bekanntheit. Das Herrenhaus wurde 1760 von Hammann erbaut. Erst im 19. Jahrhundert kamen weitere Fabriken in Katzhütte hinzu. Insbesondere die 1864 errichtete Porzellanfabrik Hertwig & Co., deren Produkte bis heute begehrte Sammlerobjekte darstellen.

Vor der ständigen Besiedlung der Landschaft waren einige Wasserläufe als Orientierungs- und Grenzpunkte bekannt. Erstmals erwähnt wurden 1366 die Oelze (Ulßa) und der Wulstbach (Wolgast) oder 1370 die Oelze (Olsin) die Katze (Kaetze) und die Masse (Maßa). Der Ort Katzhütte erstreckt sich kilometerweit in den Tälern von Katze, Oelze, Masse und Schwarza. Die kleinen, mit Schiefer gedeckten Häuser ziehen sich in geschlossener Reihe am Berghang im oberen Schwarzatal hin. Bis 1918 gehörte Katzhütte zur Oberherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten 52 Arbeitskräfte aus Polen und der Sowjetunion, die in „Ostarbeiterlagern“ von Katzhütte und Oelze untergebracht waren, Zwangsarbeit verrichten.[8]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 31. Dezember):

  • 1756: 533
  • 1794: 701
  • 1812: 836
  • 1824: 891
  • 1829: 1134
  • 1858: 1076
  • 1890: 1553
  • 1902: 1819
  • 1933: 2113
  • 1939: 1913
  • 1950: 3800
  • 1976: 3022
  • 1987: 2600
  • 1994: 2156
  • 1995: 2106
  • 1996: 2151
  • 1997: 2157
  • 1998: 2196
  • 1999: 2221
  • 2000: 2223
  • 2001: 2234
  • 2002: 2244
  • 2003: 2226
  • 2004: 2201
  • 2005: 2162
  • 2006: 2119
  • 2007: 1897
  • 2008: 1801
  • 2009: 1750
  • 2010: 1657
  • 2011: 1511
  • 2012: 1486
  • 2013: 1435
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Verlorene Orte[Bearbeiten]

  • Betriebsgelände des ehemaligen Eisenwerkes, später VEB KEFAMA. Die Gebäude wurden bis auf wenige Ausnahmen in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts abgerissen.
  • Betriebsgelände der ehemaligen Porzellanfabrik Hertwig und des späteren VEB Zierkeramik (liquidiert Ende der 1990er Jahre, abgerissen Mitte 2005).
  • Farbenfabrik zu Neuwerk bei Oelze (geschlossen 1990 und in der Folge abgerissen).
  • Gasthaus „Zum Rosenbaum“ – Sitz der Bürgerwehr im Revolutionsjahr 1848. Später Wohnhaus und abgerissen für einen Einkaufsmarkt nach der Wiedervereinigung Deutschlands. (Standort neben der heutigen Sparkasse)
  • früherer Sommergarten und Sommerpavillon der Familie Hertwig. Während der DDR bis Anfang der 1970er Jahre Haus der Jungen Pioniere. Danach dem Verfall preisgegeben
  • Hertwigsvilla (ehemalige Villa der Fabrikantenfamilie Hertwig). Die Villa wurde nach 1945 als Wohnhaus genutzt, stand aber nach 1990 lange Zeit leer. Da die Gemeinde Katzhütte das Gebäude nicht erhalten konnte, verfiel es zusehends. Im Frühjahr 2011 musste die Ruine abgerissen werden.
  • Königstanne – Einst die mächtigste Tanne Deutschlands mit 44 m Höhe und einem Fussumfang von 8,75 m. In Brusthöhe hatte sie einen Durchmesser von 2,20 m. Die Holzmasse wurde rechnerisch ermittelt und betrug 66 Festmeter. Über 500 Jahre stand die Königstanne auf dem Wurzelberg, als sie im September 1947 während eines Sturmes zu Boden stürzte.
  • ehemaliges Jagdschloss der Grafen und Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt auf dem Wurzelberg (erbaut 1740, Abriss ca. 1900 wegen Baufälligkeit).

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Über goldenem Schildfuß, darin ein schwarzer Kamm unter einer liegenden schwarzen Gabel, gespalten und halb geteilt von Rot, Silber und Blau überdeckt durch einen schräglinken von Silber und Blau gestückten Stabbalken.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirchen in den Ortsteilen Katzhütte (erbaut 1756 im Bauernbarock) und Oelze (mit Sauer-Orgel).
  • Franzosengrab. Im Oktober 1813 starb bei einem Köhlermeister in der Nähe des Mittelbacher Teiches ein französischer Grenadier, der vermutlich nach der Völkerschlacht bei Leipzig (16.-19. Oktober 1813) auf der Flucht war. Der Soldat wurde an Ort und Stelle begraben. Als der Köhler nach einigen Wochen in sein Heimatdorf Katzhütte zurückkehrte, teilte er dem Pfarrer den Vorfall mit. Dieser trug den Sterbefall unter der Rubrik „Merkwürdigkeiten“ in das Kirchenbuch von Katzhütte ein.[9][10]
  • Rohrbachvilla (ehemalige Villa des Eisenwerkbesitzers Rohrbach), im Volksmund auch „Tränenvilla“ genannt. Nach 1945 Landambulanz Katzhütte, heute renommiertes Ärztehaus, u.a. mit Zahnarzt- und Physiotherapiepraxis.
  • Herrenhaus, erbaut 1760, nach 1945 Sitz der Forstverwaltung, in den 1990er Jahren aufwändig renoviert und heute Sitz der Gemeindeverwaltung.
  • Heimatstube Katzhütte, entstanden aus dem ehemaligen Lindigforsthaus. Sie zeigt in 11 Räumen einen repräsantativen Überblick über die Ortsgeschichte, das Handwerk, das Leben und Treiben in Katzhütte und Oelze.
  • Kieslerstein. Ein geologisches Denkmal mit einer Schillerplakette (in den 1930er Jahren vom Thüringerwaldverein gestiftet), die an Schillers Tochter Caroline, die einige Jahre in Katzhütte wohnte, erinnert. Die von Randalierern zerstörte Tafel wurde vom Heimatverein Katzhütte erneuert und durch die Gemeinde wieder am Kieslerstein angebracht.
  • Reichenbacher Teich. Ein ehemaliger Flößteich, der bei genügendem Wasserstand zum Flößen von Holzklaftern diente. Später zum Fischteich umgebaut und heute Pachtgewässer der Sportangler von Katzhütte und Oelze. Gut zu erreichendes touristisches Wanderziel.
  • Geologischer Lehrpfad „Katzhütter Schichten“. Auf ca. 6 km Weglänge werden die über 600 Millionen Jahre alten präkambrischen „Katzhütter Schichten“ (offizielle geologische Bezeichnung), die Frauenbachfolge (Ordovizium) und das Geotop „Bärentiegel“ (Ordovizium) vorgestellt.
  • Petrowski-Denkmal im Ortsteil Oelze an der Waldwiese Gläserthälchen gelegen. Das Denkmal erinnert an das "Sommerlager des Jung-Spartakusbundes im Juli 1928". Das Denkmal wurde auf Initiative von Emil Machold in den Jahren 1962/63 im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes NAW erbaut. Am 13. Oktober 1963 fand die feierliche Einweihung statt.[11]

Siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Katzhütte

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Katzhütte und Oelze gab es mehrere Fabriken, die einem großen Teil der einheimischen Bevölkerung und Menschen aus anderen Orten Arbeit und Brot gaben. In Katzhütte waren das: das Eisenwerk, später VEB KEFAMA, als der größte einheimische Betrieb, die Porzellanfabrik Hertwig, später VEB Zierkeramik, die auch viele Heimarbeiter beschäftigte, zeitweilig eine Knopffabrik, eine Zigarrenfabrik und eine Geigenfabrik, eine Farbenfabrik (Farbenfabrik zu Neuwerk bei Oelze), ein Glaswerk und die einheimische Forstwirtschaft. Dazu gezählt werden müssen auch zahlreiche Massemühlen und Sägewerke. Inzwischen ist der Ort fast deindustrialisiert. In Katzhütte existiert nur noch der Betrieb der Schwarzataler Kunststoff GmbH, Sandstrahlarbeiten Thorsten Günsche und Metallbau Norbert Werner. In Oelze existiert noch die Relaistechnik Witte, Metallbau Pohl und Fischer Metallbau. Des Weiteren sind Handwerke der verschiedensten Gewerbe und Geschäfte sowie Gaststätten in beiden Orten ansässig. Die beiden Poststellen wurden geschlossen und die Gebäude verkauft. Als Ersatz richtete die Deutsche Post in der Tankstelle eine Postagentur ein. Das „Haus des Volkes“ ist seit der Wende geschlossen und wurde an einen Privatmann verkauft. Seitdem wird es nicht mehr genutzt und ist dem Verfall preisgegeben.

Katzhütte ist Endbahnhof der Schwarzatalbahn aus Rottenbach/Saalfeld/Saale.

Tourismus[Bearbeiten]

Bis 1990[Bearbeiten]

Die Landschaft des Schwarzatales zog jährlich ca. 12.000 Besucher nach Katzhütte. Diese Urlauber kamen im Sommer zum Wandern und Erholen sowie im Winter zum Skifahren an der Sedanklause, an der sich ein Skilift befand.

Unterkünfte waren ein FDGB-Heim, ein Vertragshaus mit 56 Betten, vier Betriebserholungsheime, vier Kinderferienlager – darunter eines, das der VEB Technische Gebäudeausrüstung Halle im Bärentiegel betrieben hat –, sowie das Betriebs-Ferienlager „Martin Andersen Nexö“ des Kombinats VEB Keramische Werke Hermsdorf[12], eine Jugendherberge und 21 Privatzimmer.

Zur gastronomischen, kulturellen und sportlichen Betreuung der jährlich 12.000 Urlauber standen acht öffentliche Gaststätten mit rund 400 Sitzplätzen, eine Sporthalle mit Klubraum, Innen- und Außenkegelbahn sowie eines Außenfeldschachspieles, das Haus des Volkes mit einem kleinen Speisesaal, einen Gastraum, einen kleinen Gastraum und einen größeren Saal, ein Sportplatz mit Sportlerheim, ein Schlepplift, eine Ski- und Fahrradausleihstation und einem Klubraum für Urlauber in der Bahnhofsstraße zur Verfügung. Dazu kam ein Kino mit 300 Sitzplätzen, das 1939 erbaut und 1991 abgerissen wurde.

In Katzhütte-Oelze fanden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt. Es wurden zum Beispiel Begrüßungs- und Folkloreabende gefeiert, Konzerte durchgeführt und für Kinder gab es extra Kinderveranstaltungen. Ein Höhepunkt in jedem Jahr waren und sind der Karneval und die drei Kirmsen (Stachelbeerkirmes in Oelze, die Katzhütter Kirmes und die Mühlkermse im Ortsteil Mühle).

Das Wanderwegenetz wurde im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut und verschönert. Dies erfolgte zum Teil durch die Anwohner des Ortes in Eigenleistung. Es bestanden 30 km Gebiets- und Ortswanderwege, 900 m² Parkanlagen mit Ruhebänken (insgesamt 120 Stück). Diese Parkanlagen wurden auch zum Teil in private Fürsorge gestellt.

Seit 1990[Bearbeiten]

Nach der Wiedervereinigung 1990 wurden z.B. die meisten Betriebe, das FDGB-Ferienheim, das Haus des Volkes, die Kinderferienlager geschlossen und die Bahnstrecke wurde für einige Jahre stillgelegt. Insgesamt war der Tourismus stark rückläufig. So gab es im Jahr 2005 nur noch etwa 2700 Urlauber mit insgesamt etwa 8000 Übernachtungen.

Die größten Besuchermagneten sind der Geo-Lehrpfad und die Heimatstube. 2005 entstand ein Goldwaschplatz.

Im Jahre 2000 wurde in Katzhütte eine Wetterstation des meteomedia-Wetternetzes (Jörg Kachelmann) errichtet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Im Herrenhaus wohnte einst Caroline Junot geb. Schiller. Im Jahre 1930 wurde eine Schillergedenkstätte am Felsblock „Kieslerstein“ diesem Ereignis gewidmet.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Oskar von Truppel, (* 17. Mai 1854 in Katzhütte; † 20. August 1931 in Berlin), Marineoffizier und 1901–1911 Gouverneur von Kiautschou

Vereine[Bearbeiten]

  • SV Motor Katzhütte-Oelze e.V.
  • Heimatverein Katzhütte-Oelze e.V.
  • Feuerwehrverein Katzhütte e.V.
  • Feuerwehrverein Oelze e.V.
  • Musikverein Oelze e.V.
  • Karnevalverein Oelze e.V.
  • Sportfischerverein Katzhütte e.V.
  • Schulförderverein der Staatlichen Grundschule Katzhütte e.V.
  • Mühlkermsenverein Katzhütte e.V.

Literatur[Bearbeiten]

  • Eduard Kühne: Chronik von Katzhütte im Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Heinrich, Gehren 1891
  • Gunda Klee: OELZE in Wort und Bild, Eigenverlag, Oelze, 2003

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Katzhütte – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Fritsch Wanderkarte Nr. 47 Östlicher Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge, 1. Auflage, Fritsch Landkartenverlag, Hof/Saale
  3. Topographische Karte 1:25 000: Blatt 5432 Neuhaus am Rennweg, Freistaat Thüringen Landesamt für Vermessung und Geoinformation, Erfurt 2009, ISBN 978-3-86140-421-7
  4. Grünes Herz Wanderkarte Nr. 15 Oberes Schwarzatal, 2009, Verlag Grünes Herz, Ilmenau
  5. Dr. Herbert Kühnert, Rudolf Ruhe: Die geschichtliche Entwicklung der Landkreise Rudolstadt und Neuhaus a. R. In: Rudolstädter Heimathefte, Rudolstadt 1956 Heft 3/4, S. 90
  6. Thüringer Staatsarchiv Rudolstadt, Kanzlei Rudolstadt, Nr. E XI Nr. 87, Privilegium über eine Saigerhütte von den Grafen Günther und Hans Günther erteilet
  7.  Klaus Apel: Lauscha, Neuhaus a. Rwg., Steinach. In: Tourist-Wanderheft. VEB Tourist Verlag, Leipzig 1980, S. 52.
  8. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 234, ISBN 3-88864-343-0
  9. Eduard Kühne: Chronik von Katzhütte im Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Heinrich, Gehren 1891
  10. Pfarrer H.B. Müller: Das Rätsel des Franzosengrabes, Schwarzburgbote Nr. 25, vom 24. Dezember 1931
  11. Gunda Klee: OELZE in Wort und Bild, Eigenverlag, Oelze, 2003
  12. Facebook-Eintrag