Kavango

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kavango (Begriffsklärung) aufgeführt.
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Region

Kavango

Basisdaten
Regionshauptstadt Rundu
Größte Stadt Rundu
Motto Progress through Unity and Development
ISO 3166-2 NA-OK
Webseite www.kavangorc.com.na
Karte der Region in Namibia
Südafrika Simbabwe Angola Sambia Botswana Kavango-West Kavango-Ost Ohangwena Caprivi Oshana Omusati Oshikoto Kunene Erongo Omaheke Otjozondjupa Khomas Hardap KarasKarte Kavango in Namibia
Über dieses Bild
Einwohner und Geographie
Einwohnerzahl 223.352 (2011)[1]
Einwohnerdichte 6,74 je km²
Sprachen Englisch, OshiWambo, RuKwangali
Geographische Koordinaten 17° 55'48" S, 19 45'36" O
Fläche 48.463 km²
Höchster Punkt 1.171 m (Nawugui Vlei)
Politik und Verwaltung
Regierende Partei SWAPO
Gouverneur/in Samuel Mbambo
Sitzverteilung im Regionalrat SWAPO 9
Wahlkreis 9 Wahlkreise
Letzte Wahl 2010
Nächste Wahl 2015

Kavango (bis 1998 Okavango[2]) war eine der 13 Regionen von Namibia, ehe sie am 8. August 2013 in die beiden Regionen Kavango-Ost und Kavango-West aufgeteilt wurde.[3]

Die Region war nach der hier lebenden Volksgruppe der Kavango benannt. Regionshauptstadt ist Rundu, die nach Windhoek zweitgrößte Stadt Namibias, weitere Städte sind Nkurenkuru und Divundu.

Geographie[Bearbeiten]

Ufer des Okavango bei Utokota

Kavango ist Teil der nördlichen Ausläufer des Kalahari-Beckens, eines auf etwa 1000 m über dem Meeresspiegel liegenden Hochplateaus. So wie der gesamte Norden Namibias hat Kavango eine höhere Niederschlagsmenge, wodurch die Region bedeutend grüner ist als Zentral- und Südnamibia. Die Region wird maßgeblich durch den Fluss Okavango und seine weiten Überschwemmungsgebiete geprägt, in denen vereinzelt Wälder bestehen und auch Landwirtschaft betrieben wird. Der Fluss ist Lebensader für die Region. Er bildet über die gesamte Nordgrenze und eine Länge von rund 400 Kilometer eine natürliche Grenze zwischen Namibia und der Republik Angola.

Im Westen grenzt die Region an das ehemalige Ovamboland (heute Regionen Oshikoto und Ohangwena), im Süden an die Region Otjozondjupa, im Südosten an Botswana und im Nordosten an die Region Caprivi. Der Süden Kavangos ist zumeist Steppe oder Savanne und auch wenig besiedelt. Innerhalb Kavangos liegen der Khaudom- und Mangetti-Nationalpark, sowie die westlichen Ausläufer des Bwabwata-Nationalpark (ehemals Mahango-Wildpark).

Der Wahlkreis Mukwe befindet sich geographisch im Caprivizipfel.

Politik und Verwaltung[Bearbeiten]

Liste der Gouverneure von Kavango:

  • Sebastiaan Karupu
  • Johannes U Thighuru

Die Region ist in folgende neun Wahlkreise unterteilt:

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Bevölkerung lebt vorwiegend vom Einzelhandel, dem Fischfang und der Landwirtschaft. Kleine, lokale Dorf- und Straßenmärkte sorgen in der gesamten Region für einen florierenden Handel vor allem mit Fisch und anderen Lebensmitteln. Da in Kavango mehr Regen als in den meisten Gegenden Namibias fällt, besteht für Ackerbau, Forstwirtschaft und Holzverarbeitung mehr Potenzial als bisher genutzt. Ebenso bestehen ungenutzte Potenziale für Kupferabbau bei Simanya und Erdölförderung bei Katwitwi.

Seit dem Ausbau des Fernverkehrs über den Trans Caprivi Highway übernimmt die Stadt Rundu die Rolle eines regionalen Handelszentrums[4] und ein sich entwickelnder Tourismus verschafft dem traditionellen Kunsthandwerk von Holzschnitzern eine zusätzliche Einnahmequelle.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kavango – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 2011 POPULATION AND HOUSING CENSUS //Karas Regional Profile. Namibia Statistics Agency, 2011 abgerufen am 6. September 2014
  2. Delimitation Commission Underway. Election Watch, IPPR, 2013, Ausgabe 1, S. 2
  3. Media Briefing at State House by President Pohamba. Namibia Press Agency (Nampa), 8. August 2013
  4. http://www.runducity.iway.na/