Kavernenkraftwerk

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Kavernenkraftwerk „Sieberstollen“ in der Grube Samson, St. Andreasberg. Turbine und Schieber im Vordergrund stammen noch aus dem Jahre 1912.

Ein Kavernenkraftwerk ist ein Wasserkraftwerk, bei dem die Maschinenanlagen (Turbinen, Pumpen, Generatoren, Transformatoren usw.) in einem in den Fels gesprengten Hohlraum (Kaverne) eingebaut sind. Diese Bauart kommt ohne Maschinenhaus aus.

Die Wasserzuleitungen und -ableitungen eines Kavernenkraftwerkes verlaufen meist vollständig unterirdisch als Stollen im Fels oder als Rohrleitungen.

Diese Kraftwerksunterbringung wird oft dort gewählt, wo nicht genügend Platz zur Verfügung steht (in engen Tälern). Außerdem aus Umweltschutzgründen, um das Landschaftsbild nicht zu beeinträchtigen oder Schallemissionen zu verhindern. Technisch haben Kavernenkraftwerke oft den Vorteil, dass sie deutlich tiefer als das Unterwasserbecken positioniert werden können und durch den höheren Druck im Druck- und im Saugrohr Kavitation minimiert wird.

Das erste Kavernenkraftwerk der Welt liegt bei Snoqualmie im US-Bundesstaat Washington und ging 1898 in Betrieb. Die ersten Kavernenkraftwerke in Deutschland folgten 1912 in der Grube Samson im Harz und 1914 im Drei-Brüder-Schacht in Sachsen, wobei Letzteres als erstes Kraftwerk dieser Art einen unterirdischen Stauraum benutzte.

Liste von Kavernenkraftwerken[Bearbeiten]

in Deutschland:

in Österreich:

in der Schweiz:

in Neuseeland:

  • Manapouri 850 MW, nach Umbau und Erweiterung August 2007, erste Inbetriebnahme 1969

in Norwegen:

in Peru:

  • Cañón del Pato 260 MW, in der Region Ancash in den nordöstlichen Anden[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Duke Energy, Cañón del Pato