Kawasaki Ki-102

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kawasaki Ki-102

Die Kawasaki Ki-102 „Randy“ (japanisch: キ102) war ein japanisches Jagdflugzeug im Zweiten Weltkrieg.

Entwicklung[Bearbeiten]

Kawasaki begann 1942 mit der Entwicklung eines Nachfolgemodells für den schweren Jäger Ki 45 („Nick“). Der Prototyp dieses zweimotorigen Jagdeinsitzers Ki-96 wurde im September 1943 fertiggestellt. Dann aber entschied die Armeeführung, die Ki-96 zu einem Schlachtflugzeug umkonstruieren zu lassen. Drei Prototypen waren unter der Bezeichnung Ki-102 in Auftrag gegeben worden, die erste Maschine wurde im März 1944 fertig. Sie trug im Rumpfbug eine 5,7-cm-Kanone mit 150 Schuss, dazu zusätzlich zwei 2-cm-Kanonen und im Funkersitz ein 12,7-mm-MG. Es folgte eine Vorserie von 20 Stück und im Oktober 1944 wurde der Serienbau begonnen. Während eines Probefluges über Tachikawa konnte die Ki-102 mit einem 5,7-cm-Geschoss einen Motor einer amerikanischen B-29 herausschießen. Als sich dann die B-29-Angriffe verstärkten, wurde die Ki-102 mit Abgasturboladern ausgerüstet. Die Erprobung ergab dann eine Steigfähigkeit auf 10.440 m Höhe. Daraufhin erhielt der Ki-102-Auftrag die höchste Dringlichkeitsstufe. Durch die Kriegsereignisse kam es aber nur noch zum Bau von 15 Maschinen, die von B-29-Besatzungen übrigens sehr gefürchtet waren. Auch eine Nachtjagdversion Ki-102 C wurde gebaut. Trotz zahlreicher Hemmnisse sind insgesamt 218 Ki-102 gebaut worden, davon aber nur 15 als Höhenmaschinen Ki-102 B.

Technische Daten[Bearbeiten]

Kenngröße Daten
Triebwerke 2 × Ha 112 II (Ru)
mit einer Leistung von jeweils 1500 PS
Spannweite 15,57 m
Länge 11,45 m
Höhe 3,70 m
Flugmasse 7300 kg
Höchstgeschwindigkeit 580 km/h
Steigzeit auf 10 000 m 18 Minuten
Gipfelhöhe 11 000 m
Reichweite 2000 km
Bewaffnung 1 Maschinenkanone (MK), 5,7 cm;

2 MK, 20 mm;1 MG, 12,7 mm

Bombenlast (bei Bedarf) 500 kg

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]