Kawasaki Z1300

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Bitte WP:Wie schreibe ich gute Artikel, WP:Belege, WP:Copyright, WP:NPOV, WP:WEB sowie Orthographie und Interpunktion beachten. --Trofobi (Diskussion) 12:37, 23. Mai 2013 (CEST)
Kawasaki
Kawasaki Z1300.jpg
Z1300
Hersteller: Kawasaki Heavy Industries
Produktionszeitraum 1978 bis 1989
Klasse Motorrad
Bauart Tourer
Motordaten
Viertaktmotor, wassergekühlter 6-Zylinder mit 3 Mikuni Doppel-Vergaser Ø 34 mm
Hubraum (cm³) 1286
Leistung (kW/PS) 74 / 100 bei 7.500 min-1
Drehmoment (N m) 106 bei 6.000 min-1
Höchstgeschwin-
digkeit
 (km/h)
205
Getriebe 5-Gang
Antrieb Kardan
Bremsen vorne Doppelscheibe Ø 300 mm

/hinten einzeln Ø 290 mm

Radstand (mm) 1580
Maße (L × B × H, mm): 2335 x 840 x 1155
Sitzhöhe (cm) 83,5
Leergewicht (kg) 326
Vorgängermodell -
Nachfolgemodell -

Vorlage:Infobox Motorrad/Wartung/Parameter

Die Z1300 ist ein Motorrad mit wassergekühltem Sechszylinder-Viertaktmotor des japanischen Herstellers Kawasaki, das in verschiedenen Modellvarianten gebaut wurde. Außerhalb Deutschlands wurde das Modell als KZ1300 verkauft. Intern trug die Z1300 auch die folgenden Bezeichnungen:

KZT30A: Für die Modelle mit Vergasern der Reihe A1 bis A4.

KZT30B: Für die Modell der "Touring"-Reihe.

KGT30A/ ZGT30A: Für die DFI-Modelle mit Benzineinspritzung

ZN1300/ ZNT30A: Für die "Voyager"-Reihe.


Die Vorstellung der Honda CBX wie auch das Erscheinen der noch stärkeren Kawasaki Z1300 führten zur damaligen Entscheidung der Motorradbranche, die Leistung in Deutschland verkaufter Maschinen freiwillig auf 100 PS zu begrenzen.

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Die Z1300 war ursprünglich als Sportmotorrad in Konkurrenz zur Honda CBX geplant (Entwicklungsbezeichnung: Projekt 203), kam aber schließlich wegen ihres Gewichtes und der Charakteristik ihres Antriebs als Reisemotorrad auf den Markt. Zunächst sollte sie einen Hubraum von 1200 cm³ bekommen, aber wegen des neuen 1340-cm³-Motors bei Harley-Davidson wurde er auf 1286 cm³ vergrößert. Der Motor der Z1300 war bis zum Erscheinen der BMW K 1600 GT der größte Reihensechszylinder eines Serienmotorrades (bezogen auf den Hubraum - der Motor der Z1300 ist 570 mm breit, während der der BMW K 1600 GT nur 555 mm breit ist).

Die Unterschiede zwischen den Modellen Z1300 und KZ1300 sind marginal, lediglich kleine Unterschiede in der Elektrik, der Einstellung, dem Gasgriff sowie Schalter und Beleuchtung sind vorhanden; vor allem die unterschiedliche Größe des Benzintanks ist auffällig.

Wegen des hohen Gewichtes von rund 330 kg (trocken 294kg für die KTZ30- bzw. 381kg für die ZN-Modelle) bzw. des hohen Anschaffungspreises, geringer Schräglagenfreiheit und des zum Teil recht hohen Verbrauchs wurde die Z1300 kein großer Markterfolg und brachte wegen ihrer geringen Verkaufszahlen noch nicht einmal die Entwicklungskosten für Kawasaki ein. Dennoch entwickelte sich die Maschine zu einem Mythos, den sie ihrer technischen Sonderstellung und der Laufkultur des Motors verdankt. Der Motor war zunächst mit Vergasern ausgerüstet, wurde im Rahmen der Modellpflege während der Verkaufsjahre (1979–1989) verbessert, unter anderem wurde eine digital gesteuerte Einspritzanlage eingeführt. In den USA wurde das Modell mit Verkleidung und Koffern, ähnlich der Honda GoldWing auf den Markt gebracht (Z1300 Voyager). Die letzten 200 Modelle (1989 gebaut) erhielten die Zusatzbezeichnung "Legendary Six".

Zur Zeit der Modelleinführung war die Z1300 eine von nur drei wassergekühlten Motorrädern auf dem Markt (neben Honda GoldWing und Suzuki GT 750).

Chronik[Bearbeiten]

1978 Präsentation der neuen Kawasaki Z1300 auf der IFMA in Köln. Erstes wassergekühltes Sechszylinder-Motorrad, vorerst mit drei Mikuni-BSW 32-Doppelvergasern und 120 PS.

1979 Ab dem Frühjahr steht die Z1300 A1 in den Schaufenstern der Kawasaki-Händler, die Leistung wurde durch die freiwillige Selbstbeschränkung der Importeure und Hersteller auf 100 PS reduziert. Rahmennummern: KZT30A-000101 bis KTZ30A-005618/ Motornummern: KZT30AE0001010 bis KZT30AE005309. Als Farbe offeriert Kawasaki ausschließlich "Luminous Starlight Blue" (mit Zierstreifen in Gold). Die Maschine kostete inklusive 11 % Mehrwertsteuer in Deutschland 12.068 DM, was heute ca. 13.500 Euro entspricht.[1][2]

Z1300 A1 in Luminous Starlight Blue

1980 Die Sechszylinder Z1300 A2 werden mit einer größeren Ölwanne ausgerüstet (Erhöhung in mehreren Schritten von 3.5 auf 6,2 Liter), das Ölstand-Schauglas vergrößert und der Ölkreislauf verbessert. Außerdem erhalten die Stoßdämpfer-Befestigungsschrauben Unterlegscheiben, die ein Ablösen der Gummilager verhindern sollen. Rahmennummern: KZT30A-006201 bis KZT30A-010993/ Motornummern: KZT30AE005801 bis KZT30AE012373 . Auch dieses Modell ist nur in einer Farbe erhältlich "Luminous Ruby Red" mit Zierstreifen in Gold.

Zusätzlich bietet Kawasaki die Z1300 B1 (Touring) an. Dabei handelt es sich um ein Standard Z1300- Modell, das mit Verkleidung, Topcase, Koffern und einer Tourensitzbank ausgerüstet ist. Das Modell ist nur in der Farbe "Royal Dark Red" mit Zierstreifen in Gold erhältlich und wird offiziell nur in den USA angeboten. Rahmennummern: KZT30B-000001 bis KZT30B-001818/ Motornummern: KZT30AE005801 bis KZT30AE012373

Z1300 B2 in Royal Dark Red

1981 Die Z1300 A3 erhalten eine elektronische Zündverstellung, der bis dahin verwendete Fliehkraftregler entfällt. An den Bremsen gibt es Sintermetallbeläge. Das Heck ziert jetzt ein verchromter Haltebügel, die Luftfilterabdeckungen sind ebenfalls verchromt. Rahmennummern: KZT30AE011501 bis KZT30AE014100/ Motornummern: KZT30AE012401 bis KZT30AE014800 . Kawasaki stellt 2 Farben zur Auswahl: "Luminous Holly Green" mit Zierstreifen in Gold & Lindgrün und "Ebony" mit Zierstreifen in Gold & Rot.

Z1300 A3 in Luminous Holly Green (Spiegel nicht Original)

1982 Bei der Z1300 A4 wandert die Zündzeitpunktsteuerung vom linken auf den rechten Kurbelwellenstumpf, eine schmalere Primärzahnkette wird eingebaut. Die Hupenabdeckung wurde leicht geändert. Rahmennummern: KZT30AE014101 bis KZT30AE015439/ Motornummern: KZT30AE014801 bis KZT30AE015946. Auch dieses Modell ist in 2 Farben erhältlich: "Luminous Passion Red" mit Zierstreifen in Schwarz & Gold und "Ebony" mit Zierstreifen in Rot & Gold.

1983 Um den bis dahin hohen Ölkonsum zu senken, erhält der Sechszylinder (Version Z1300 A5) in diesem Jahr verbesserte Kolben. Neue, vielfach verstellbare luftunterstützte Federbeine verbessern den Fahrkomfort. Das Tankemblem sowie die Seitendeckelbeschriftungen wurden überarbeitet. Start mit Rahmennummer: KZT30A-015901.

1984 Die Z1300 DFI (ZG1300 A1) wird mit einer den Benzinkonsum senkenden, schon aus der Z 1100 GP bekannten elektronisch gesteuerten Benzineinspritzung ausgeliefert, die Leistung (ungedrosselt) steigt auf 130 PS. Der Verbrauch soll zudem über ein sogenanntes "Cruise Control", ein vom Fahrer per Schalter zu wählendes Normal- oder Sparprogramm, beeinflusst werden. Start mit Rahmennummer: ZGT30A-000001/ Motornummer KZT30AE016401. Auch dieses Modell ist in rot oder schwarz erhältlich.

1985 Das "Cruise Control"-System wird nicht mehr verwendet, da es sich als nutzlos erwies. Die Nachfrage nach der Z1300 lässt nach.

1986 Fast gleiches Modell wie im Vorjahr mit der Bezeichnung ZG1300 A2, Start mit Rahmennummer: ZGT30A-002801 in den gleichen Farben wie zuvor.

1987 Nicht wirklich ein neues Modell mit der Bezeichnung ZG1300 A3, Start mit Rahmennummer: ZGT30A-002801.

1988 Nicht wirklich ein neues Modell mit der Bezeichnung ZG1300 A4, Start mit Rahmennummer: ZGT30A-003501, nur in schwarz erhältlich.

1989 Die letzten 200 ausgelieferten Z1300 DFI (ZG1300-A5) werden mit dem Beinamen "Legendary Six" versehen und durch einen speziellen Aufkleber auf dem Tank als solche gekennzeichnet. Vereinzelt zogen sich die Verkäufe dieses Modells bis ins Jahr 1993 hinein.

ZN1300 Voyager[Bearbeiten]

Bereits 1983 stellt Kawasaki das Modell ZN1300 Voyager vor und zielt mit diesem vollverkleideten Tourer auf den US-amerikanischen Markt ab. Die Voyager wird analog zur GoldWing mit diversen Extras wie z.B. einem Radio ausgerüstet. Hier die Voyager Baureihen:

1983 ZN1300-A1, Start mit Rahmennummer: DA000001, Farbe: "Two Tone Ebony"

1984 ZN1300-A2, Start mit Rahmennummer: EB500001 (USA) oder EA000401 (Japan), Farbe wie Vormodell

1985 ZN1300-A3, Start mit Rahmennummer: FB501501 (USA) oder FA001301 (Japan), Farbe wie Vormodell

1986 ZN1300-A4, Start mit Rahmennummer: GA001501, Farbe: "Luminous Vintage Red/ Metallic Graystone"

1987 ZN1300-A5, Start mit Rahmennummer: HB503301, Farbe wie Vormodell

1988 ZN1300-A6, Start mit Rahmennummer: JB503701, Farbe wie Vormodell

Kawasaki hat später den Motor der Voyager mit einem leichteren 1200-cm³-Vierzylindermotor ersetzt.

Technische & Sonstige Daten[Bearbeiten]

  • Tankinhalt KZ1300: 20.5/ 21.4 Liter (runder US-Tank/ eckiger US-Tank)
  • Tankinhalt Z1300 & Z1300B1: 27 Liter
  • Anfang 2011 waren in Deutschland noch 568 Z1300 zugelassen[3]
  • Ende drittes Quartal 2012 waren im Vereinigten Königreich noch 151 Z1300 registriert[4]
  • Der italienische Designer Franco Sbarro baute 1981 ein Konzeptauto, den Sbarro Super 12, der von 2 Z1300 Motoren angetrieben wurde. Es wurde lediglich ein Exemplar hergestellt.
  • Die Blinkergläser der Z1300 sind vorne klar, hinten jedoch matt.
  • Die Einspritzer-Modelle (ZG1300) wurden nur in Europa verkauft, nicht jedoch in den USA. Dort waren, auch bei der Voyager-Modellreiher (ZN1300), stets Vergaser montiert.
  • Das Z1300 Modell für Deutschland hatte exklusiv auf beiden Seitendeckeln noch eine Deutschlandfahne hinter dem Z1300-Schriftzug.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Seiler: Typenkompass Kawasaki Motorräder seit 1965. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-613-02727-5.
  • Jan Leek: Motorräder die Geschichte machten : Motorräder, Sechszylinder (CBX, Sei & Z1300). Motorbuch Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-613-01507-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ernst Leverkus: Die Motorräder der 50er, 60er und 70er Jahre, Spezialausgabe 1. Auflage, Motorbuch Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02366-0.
  2. Diese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, auf 100 EUR gerundet und gilt für den zurückliegenden Januar
  3. kba.de
  4. howmanyleft.co.uk