Kayı

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Das Zeichen der Kayı

Die Kayı waren ein bedeutender oghusischer Stamm. Sie siedelten sich während der seldschukischen Eroberung des Nahen Ostens hauptsächlich auf dem Gebiet der heutigen Türkei an, später auch auf der Balkanhalbinsel.

Mahmud al-Kaschghari erwähnte sie unter dem Namen Kayığ als einen der 24 oghusischen Stämme. Als Totemtier hatten sie einen Gerfalken. Ihr Stammesname bedeutet im Alttürkischen stabil oder mächtig.

Die Kayı sind mit den Seldschuken im 11. Jahrhundert aus Zentralasien nach Anatolien gekommen. Einige Gruppen der Kayı siedelten ab dem 14. Jahrhundert zudem auf dem Balkan. Die heutige türkische Provinz Bilecik gilt als die Keimzelle der Kayı und so geht auch die Dynastie der Osmanen auf diesen Clan zurück.

Heute gibt es noch Reste des Stammes in der Türkei, in Bulgarien, Griechenland, Mazedonien und dem Kosovo. In der heutigen Türkei gibt es 39 Orte mit dem Namen Kayı. Die meisten liegen in West- und Zentralanatolien. Die Kayı waren namensgebend für die Siedlung Kayılar in der Nähe der griechischen Stadt Ptolemaida.