Kazahaya (1942)

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Kazahaya
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Schiffsdaten
Flagge JapanJapan Japan
Bauwerft IHI
Stapellauf 20. Januar 1943
Indienststellung 31. März 1943
Außerdienststellung 6. Oktober 1943
Streichung aus dem Schiffsregister 1. Dezember 1943
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
161 m (Lüa)
Breite 20 m
Tiefgang max. 8,83 m
Maschine
Geschwindigkeit max. 16,5 kn (31 km/h)

Die Kazahaya (jap. 風早) war ein schneller Flottentanker der Kaiserlich Japanischen Marine.

Das Schiff wurde im Kriegsbauprogramm 1941 beschlossen und entsprach in Größe und Leistung in etwa den schon vor dem Krieg gebauten amerikanischen Flottentankern der Maritime Commission (beginnend mit T3-S2-A1).

Die Kazahaya wurde nach einer Bucht im Landkreis Numakuma in der Präfektur Hiroshima benannt. Baubeginn war am 30. September 1941, der Stapellauf erfolgte Ende 1942[1] und die Indienststellung am 31. März 1943. Bauwerft war die Harima Zōsensho K.K. (engl. Harima Shipbuilding Co.) im heutigen Aioi.

Der Tanker war über alles 161,10 Meter lang, die Wasserlinienlänge betrug 157,25 Meter und die Länge zwischen den Loten 153,00 Meter. Das Schiff war 20,10 Meter breit und beladen war der Tiefgang 8,83 Meter. Die Konstruktionswasserverdrängung lag bei 20.000 (metrischen) Tonnen, die Standardverdrängung (ebenfalls beladen) bei 18.300 ts. Der Antrieb erfolgte über einen Ishikawa-Turbinensatz mit 2 Kampon-Kesseln, Leistung 9.500 wPS, auf eine Schraube für eine Höchstfahrt von 16,5 kn. Die Ladekapazität betrug 11.000 ts (davon 1.000 ts für Flugbenzin).

Als Bewaffnung waren drei ältere 12-cm-Geschütze L/45 hinter Schilden vorhanden (eins vorn, zwei achtern), die Ergänzung von einigen 25-mm-Maschinenkanonen zur Flugabwehr ist wahrscheinlich.[2]

Die Kazahaya sollte planmäßig ein (nie mit Namen versehenes) Schwesterschiff erhalten (Baunummer 305), dessen Bau jedoch annulliert wurde. Stattdessen wurden die Baunummern ab 5381, geplant als Kariko-Klasse, aus dem Flottenbauprogramm 1942 als Schwesterschiffe der Kazahaya umgeplant. Auch dieses Vorhaben wurde nie ausgeführt, ebenso wie der Bau der Baunummern 842-844 als verbesserte Kazahaya-Klasse (u.a. vier 12,7-cm-Geschütze und Bordflugzeuge wie auf der Hayasui). Stattdessen wurde aus dem Folgeprogramm die Hario-Klasse gebaut, von der vor Kriegsende aber auch nur noch das Typschiff fertiggestellt werden konnte.

Nach nur kurzer Dienstzeit wurde die Kazahaya am 6. Oktober 1943 durch die US-U-Boote USS Tinosa (SS-283) und USS Steelhead (SS-280) etwa 240 sm nordwestlich von Truk im Pazifischen Ozean mit 20[3] Torpedos versenkt. Den Fangschuss gab die USS Tinosa ab, nachdem die USS Steelhead den Tanker zuvor nur beschädigt hatte. Die Zahl der Toten und Verletzten beim Untergang der Kazahaya ist nicht veröffentlicht worden.

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Shizuo Fukui: Fighting Ships of the Imperial Japanese Navy. Bestsellers, Tokyo 1970 (2. Auflage 1973), S. 323
  • Tohru Kizu: 世界の艦船/Ships of the World 通巻第500集 増刊第44集 日本軍艦史. Kaijinsha, Tokyo 1995, S. 336
  • Autorenkollektiv des Magazins Maru: 写真/日本の軍艦 第13巻 小艦艇I. Kōjinsha, Tokyo 1990, ISBN 4-7698-0463-6, S. 24
  • Hansgeorg Jentschura u.a.: Die Japanischen Kriegsschiffe 1869-1945, J.F. Lehmanns, München 1970, S. 430/431
  • Anthony Watts: Japanese Warships of World War Two. Ian Allan, London 1966, S. 339

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. So die im Artikel genannten Quellen. Teilweise wird im Internet der Stapellauf im Januar 1943 angegeben, was weder wahrscheinlich noch belegt ist.
  2. Jentschura u.a., Warships of the Imperial Japanese Navy 1869-1945, Arms & Armour Press, London 1977, S.251; die teils in Modellbaukreisen genannte Zahl von 2 Drillingslafetten - meist beidseits der Brücke gezeigt - ist nicht unwahrscheinlich, aber unbelegt. Ursprünglich waren im Übrigen nur zwei 12-cm-Geschütze vorgesehen, ein drittes (als zweites achteres Geschütz) wurde nachträglich mit eingeplant und noch vor Ablieferung eingebaut.
  3. Robert C. Stern, U.S. Subs in action, 1979, Seite 30