Kazimierz Sikorski

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Kazimierz Sikorski, 1934

Kazimierz Sikorski (* 28. Juni 1895 in Zürich; † 23. Juli 1986 in Warschau) war ein polnischer Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Sikorski studierte in Warschau, dem damals polnischen Lwów (dt. Lemberg, ukr. Lwiw) und Paris. 1926 wurde er Kompositionslehrer am Konservatorium von Poznań. Von 1927 bis 1945 unterrichtete er am Warschauer Konservatorium, dessen Rektor er 1940-44 war (damals unter dem Namen: Staatliche Musikschule in Warschau). Bis 1951 leitete er als Rektor die Musikhochschule in Łódź. Von 1951 bis 1966 wirkte er an der Musikakademie Warschau und lehrte dort Musiktheorie und Komposition. Von 1954 bis 1959 war er zugleich Präsident des polnischen Komponistenverbandes. Er ist der Vater des Komponisten Tomasz Sikorski.

Werke[Bearbeiten]

Sikorski komponierte sechs Sinfonien, ein sinfonisches Allegro, zwei Ouvertüren (1945, 1954), verschiedene Instrumentalkonzerte, von denen das Klarinettenkonzert (1947) das bedeutendste ist, ferner ein Streichsextett (1930) und drei Streichquartette sowie Chorwerke und Filmmusiken, unter anderem zum Film „Warszawska premiera“, für die er eine staatliche Auszeichnung erhielt.

Seine frühen Werke sind noch dem nachwagnerianischen Stil verpflichtet, die nach dem Zweiten Weltkrieg geschriebenen verkörpern eine neue und individuelle Ästhetik. Sie sind streng gebaut, klar gegliedert und zeigen eine gewisse Vorliebe für polyphone Strukturen.