Keban-Talsperre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Keban-Talsperre
KebanDam.JPG
Lage: Südostanatolien, Türkei
Abflüsse: Euphrat
Größere Städte in der Nähe: Elazığ
Keban-Talsperre (Türkei)
Keban-Talsperre
Koordinaten 38° 48′ 25″ N, 38° 45′ 25″ O38.80738.757Koordinaten: 38° 48′ 25″ N, 38° 45′ 25″ O
Daten zum Bauwerk
Bauzeit: 1966–1975
Höhe über Talsohle: 163 m
Höhe über Gründungssohle: 210 m
Bauwerksvolumen: 15,585 Mio. m³
Kraftwerksleistung: 1330 MW
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 67.500 ha (675 km²)dep1
Speicherraum 31.000 Mio. m³
GapLocationTurkey.PNG
Lageplan

Die Keban-Talsperre am oberen Euphrat ist eine der 21 Talsperren des Südostanatolien-Projektes (GAP bzw. SAP) der Türkei. Sie liegt etwa 70 km westlich von Elazığ in Ostanatolien und dient der Stromerzeugung und der Bewässerung.

Die Talsperre ist mit 210 m die höchste im Nahen Osten und der Stausee ist mit 31 Mrd. m³ nach Inhalt und Fläche der zweitgrößte nach dem Atatürk-Stausee. Das Absperrbauwerk ist eine Gewichtsstaumauer aus Beton im Mittelteil, die mit einem Staudamm aus Felsschüttmaterial an den Seiten kombiniert ist. Das Wasserkraftwerk, das 1.330 MW leisten kann, liefert jährlich 6.000 GWh Strom. Die Stromproduktion begann 1974.

Zu den zahlreichen im See versunkenen antiken Monumenten gehört auch die spätrömische Karamagara-Spitzbogenbrücke.

Der in der Türkei Fırat nehri genannte Euphrat speist sich aus seinem Quellfluss Karasu. Dieser entspringt in den Bergen bei Erzurum, fließt an Erzincan vorbei und mündet von Norden in den Stausee. Der letzte Nebenfluss vor der Einmündung ist der Çaltı Suyu, der über Divriği von Westen kommt. Der zweite Quellfluss des Euphrat ist der Murat, der in der Nähe des Ararat entspringt und von Osten in den Stausee fließt.

Etwa 64 km unterhalb von Keban wird der Euphrat noch einmal in der Karakaya-Talsperre aufgestaut. Der Karakaya-Stausee reicht bis fast an den Fuß der Keban-Talsperre heran.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hâmit Zübeyir Koşay (unter Pseudonym Şerafettin Işık): Cıncık, Keban Barajı Öyküsü (dt: Die Geschichtes des Kebandamms), 1973.

Weblinks[Bearbeiten]