Kefermarkt
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| Wappen | Karte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
| Bundesland | Oberösterreich | |
| Politischer Bezirk | Freistadt (FR) | |
| Fläche | 27,8 km² | |
| Koordinaten | 48° 27′ N, 14° 31′ O48.44361111111114.517222222222516Koordinaten: 48° 26′ 37″ N, 14° 31′ 2″ O | |
| Höhe | 516 m ü. A. | |
| Einwohner | 2075 (31. Dez. 2008) | |
| Bevölkerungsdichte | 75 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl | 4292 | |
| Vorwahl | 07947 | |
| Gemeindekennziffer | 4 06 07 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung |
Oberer Markt 15 4292 Kefermarkt |
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| Offizielle Website | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister | Herbert Leonhardsberger (ÖVP) | |
| Gemeinderat (2003) (25 Mitglieder) |
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| Lage der Marktgemeinde Kefermarkt | ||
Ortsansicht |
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Kefermarkt ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Freistadt im Mühlviertel mit rund 2100 Einwohnern. Der zuständige Gerichtsbezirk ist Freistadt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Kefermarkt liegt auf 516 m Höhe im Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,4 km und von West nach Ost 8,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 27,8 km². 7,6 % der Fläche sind bewaldet und 18,5% der Fläche landwirtschaftlich genutzt.
[Bearbeiten] Ortsteile
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[Bearbeiten] Nachbargemeinden
| Freistadt | ||
| Neumarkt | Lasberg | |
| Neumarkt | Pregarten | Gutau |
[Bearbeiten] Geschichte
Im 12. Jahrhundert gehörte das Gebiet und die Herrschaft Weinberg zur Herrschaft Freistadt. Später wurde es von Freistadt losgelöst und die ersten Inhaber des landesfürstlichen Lehens waren die Piper von den Weinperge. Ab 1369 ist das Geschlecht der Zelkinger der Besitzer des Lehens. Im späten 15. Jahrhundert wurde von Christoph von Zelking die Herrschaft vergrößert, eine Kirche in Kefermarkt gebaut und das Dorf am 17. September 1479 zum Markt erhoben. Vor diesem Zeitpunkt wurde Kefermarkt als Dorf am Weinperg oder Chefferndorf bezeichnet, mit der Urkunde wurde der heutige Name angenommen. Durch diese Markterhebung durfte Kefermarkt alljährlich am 3. August einen Jahrmarkt abhalten.
Die älteste Beschreibung des Marktes ist aus dem Jahr 1526 erhalten, damals umfasste der Ort 15 Häuser. Die Zahl der Häuser stieg bis 1626 auf 27 an. Die Siedlung ist seit jeher eng mit den Schloss verbunden.
Im Zuge der Gegenreformation und des oberösterreichischen Bauernkriegs im Jahr 1626 musste der Protestantische Wilhelm vom Zelking das Schloss verlassen und zog sich auf seine Burg in Zelking-Matzleinsdorf (Niederösterreich) zurück. Dessen Vetter Christoph von Thürheim zu Bibrachzell kaufte das Schloss um 210.000 Gulden und 1200 Reichstaler. Im Jahr 1961 starb mit Ludwig Goswin von Thürheim das Geschlecht der Thürheimer aus.
Mit dem Bau der Summerauer Bahn erhielt Kefermarkt einen Bahnanschluss. Seit dem 20. Dezember 1873 ist Kefermarkt mit der Landeshauptstadt Linz eisenbahnmäßig verbunden. Der Bahnhof, der heute von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) betrieben wird, befindet sich auf Grund der geografischen Gegebenheiten, südlich des Marktzentrums in der Talsenke.
Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 war Kefermarkt in der sowjetischen Besatzungszone, die bis 1955 bestand.
[Bearbeiten] Bevölkerung
| Bevölkerungsentwicklung[1] | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | |
| 1869 | 1.441 | 1951 | 1.697 | |
| 1880 | 1.527 | 1961 | 1.721 | |
| 1890 | 1.481 | 1971 | 1.798 | |
| 1900 | 1.506 | 1981 | 1.738 | |
| 1910 | 1.604 | 1991 | 1.950 | |
| 1923 | 1.659 | 2001 | 2.056 | |
| 1934 | 1.642 | 2008 | 2.094 | |
| 1939 | 1.614 | |||
[Bearbeiten] Entwicklung und Struktur
Im Jahr 1869 wohnten im Gemeindegebiet 1441 Menschen. Seit 1981 wächst die Bevölkerung schneller als zuvor und erreichte 2001 mit 2056 Menschen den bisher höchsten Stand bei einer Volkszählung. Im Jahr 1991 hatte die Gemeinde 1950 Einwohner, bei der Volkszählung 2001 bereits 2056, was einem Anstieg von 5,4 % entspricht. Am 1. Jänner 2008 verzeichnete die Gemeinde 2094 Einwohner.[1]
Bei der Volkszählung 2001 betrug der Anteil der Einwohner, die 60 Jahre und älter waren, 16,2 %; 20,7 % waren unter 15 Jahre alt. Der Anteil der weiblichen Bevölkerung lag bei 49,7 %.[2]
Von den 1630 Bewohnern Kefermarkts, die 2001 über 15 Jahre alt waren, hatten 4,5 % eine Universität, Fachhochschule oder Akademie abgeschlossen. Weitere 9 % hatten eine Matura absolviert, 49 % hatten einen Lehrabschluss oder eine berufsbildende mittlere Schule besucht und 37,4 % aller Kefermarkter hatten die Pflichtschule als höchsten Abschluss.[3]
[Bearbeiten] Herkunft und Sprache
Der deutsche Dialekt, der im Raum Kefermarkt sowie in Oberösterreich allgemein gesprochen wird, ist das Mittelbairische. 96,9 % der Kefermarkter gaben 2001 Deutsch als Umgangssprache an. Weitere 0,5 % sprachen hauptsächlich türkisch, 0,3 % tschechisch, der Rest sprach andere Sprachen.
Der Anteil der Kefermarkter mit ausländischer Staatsbürgerschaft lag 2001 mit 2 % weit unter dem Durchschnitt Oberösterreichs. Dabei hatten 0,1 % der Kefermarkter Bevölkerung eine Staatsbürgerschaft der Türkei, 0,2 % eine aus Deutschland und 1,7 % entfielen auf sonstige Staatsbürger. Insgesamt waren 2001 etwa 3,8 % der Kefermarkter in einem anderen Land als in Österreich geboren.[2]
[Bearbeiten] Politik
Die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen finden alle sechs Jahre, zeitgleich mit der Landtagswahl statt. Seit dem Jahr 1945 erreichte die ÖVP immer die absolute Mehrheit. Zweitstärkste Partei wurde immer die SPÖ. Die FPÖ wurde bei den Wahlen die drittstärkste Partei, trat 2003 nicht an. 2003 wurde die ÖVP mit 52,2 % stimmenstärkste Partei und regiert mit absoluter Mehrheit. Die Bürgerliste PIK schaffte es in den Gemeinderat.[4]
Die Gemeinderatswahl 2003 mit einer Wahlbeteiligung von 87,3 % ergab folgendes Ergebnis:
| Partei / politische Gruppierung | Stimmen- anteil |
Verän- derung |
Sitze im Gemeinderat | Verän- derung |
|---|---|---|---|---|
| ÖVP | 52,2 % | -2,8 % | 13 | -1 |
| SPÖ | 39,6 % | +1,2 % | 10 | 0 |
| Bürgerliste PIK | 8,2 % | +8,2 % | 2 | +2 |
| FPÖ | 0 % | -6,6 % | 0 | -1 |
Bürgermeister der Gemeinde ist Herbert Leonhardsberger von der ÖVP. Der Gemeinderat besteht aus 25 Mitgliedern.
Die nächste Gemeinderatswahl wird turnusmäßig im September 2009 abgehalten.
[Bearbeiten] Wappen
Das Gemeindewappen zeigt einen rot-weiß-rote Bindenschild, der auf die ehemalige landesfürstliche Lehens-Herrschaft Weinberg hinweist. Oben und unten (jeweils in rot) ist je eine silberne, gold besamte heraldische Rose mit grünen Kelchblättern. Die Bedeutung der Rose ist ungeklärt.
Die Verleihung des Gemeindewappens und der Gemeindefarben ist nicht bekannt. Obwohl der Ort 1479 zum Merkt erhoben wurde, zeigt das aktuelle Wappen eine Darstellung aus dem 18. Jahrhundert.[5]
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Schloss Weinberg
Das Schloss Weinberg ist ein wehrartiger Schlossbau, der im 16. und 17. Jahrhundert (Spätrenaissance) entstand. Zu Kriegsende 1945 ging die wertvolle Schlosseinrichtung verloren. Heute beherbergt das Schloss ein Landesbildungszentrum.
[Bearbeiten] Kefermarkter Flügelaltar
Der Kefermarkter Flügelaltar steht in der Pfarrkirche von Kefermarkt. Der 1490 bis 1497 von einem unbekannten Meister –- im Auftrag von Christoph von Zelking, Schlossherr von Weinberg und kaiserlicher Feldhauptmann –- geschaffene Flügelaltar zählt zu den Hauptwerken der Gotik im deutschsprachigen Raum. Er gilt als einer der größten erhaltenen Schnitzaltäre der deutschen Spätgotik (vermutlich hergestellt in einer Passauer Werkstatt). Der Altar hat die Form einer Monstranz, ist 13,5 Meter hoch und zur Gänze aus Lindenholz geschnitzt. Die drei überlebensgroßen Statuen des Mittelschreins, die Heiligen Petrus, Wolfgang und Christophorus, stammen wohl vom Hauptmeister Martin Kriechbaum. Adalbert Stifter leitete in den Jahren 1852 bis 1855 in seiner Funktion als Schulrat die Restaurierung des Kefermarkter Flügelaltars. Neben dem Altar Michael Pachers in St. Wolfgang (Oberösterreich) und dem Marienaltar des Veit Stoß in Krakau, zählt der Kefermarkter Flügelaltar zu den drei großen Altären des deutschen Sprachraumes zu Ende des 15. Jahrhunderts.
[Bearbeiten] Museen
Pendellehrpfad: Auf dem rund einen Kilometer langen Wanderweg können mittels Pendel oder Rute die Orte der Kraft (Wasseradern usw.) eruiert und gemutet werden.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Kefermarkt liegt an der Summerauerbahn, es gibt Direktverbindungen nach Linz, Salzburg und České Budějovice. Weiters bestehen Busverbindungen in andere Orte des Bezirkes Freistadt, sowie nach Linz. Die Mühlviertler Straße (B310) führt im Bereich Pernau-Lest-Galgenau durch das Gemeindegebiet.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen und Bildung
Im Ort stehen ein Kindergarten und eine Volksschule zur Verfügung. Zusätzlich besteht eine Bücherei. Weiters gibt es einen Allgemeinmediziner in der Gemeinde.
Im Gemeindegebiet existiert die Freiwillige Feuerwehr Kefermarkt, die für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe sorgt.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Elfriede Österle (*1950): Künstlerin
- Franz Kurz (1771 - 1843): Musiker, Historiker, Augustiner-Chorherr in St. Florian
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Statistik Austria: Einwohnerzahl und Komponenten der Bevölkerungsentwicklung (download als pdf)
- ↑ a b Volkszählung 2001: Demografische Daten (download als pdf)
- ↑ Volkszählung 2001: Wohnbevölkerung (download als pdf)
- ↑ Gemeinderatswahlen Prozentanteile: Gemeindewahl Kefermarkt (abgerufen am 28. Oktober 2008)
- ↑ Land Oberösterreich, Landesgeschichte: Wappen der Gemeinde Kefermarkt (abgerufen am 28. Oktober 2008)
[Bearbeiten] Literatur
[Bearbeiten] Weblinks
- Gemeinde Kefermarkt
- Rudolf Schürz: Das Meisterwerk von Kefermarkt - Ein Mysterium des Christentums
- Artikel der OÖN-Serie "Schatztruhe" zum Kefermarkter Altar (März 2006)
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