Kehrig

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Dieser Artikel behandelt das Eifeldorf. Für Kehrig in der Mark, heute ein Ortsteil von Storkow, siehe Storkow (Mark).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kehrig
Kehrig
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kehrig hervorgehoben
50.2822222222227.2277777777778390Koordinaten: 50° 17′ N, 7° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Vordereifel
Höhe: 390 m ü. NN
Fläche: 10,41 km²
Einwohner:

1.180 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56729
Vorwahl: 02651
Kfz-Kennzeichen: MYK
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 043
Adresse der Verbandsverwaltung: Kelberger Straße 26
56727 Mayen
Webpräsenz: www.vordereifel.de
Ortsbürgermeister: Herbert Keifenheim (SPD)
Lage der Gemeinde Kehrig im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte
St. Kastor und Katharina in Kehrig

Kehrig ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Vordereifel an, die ihren Verwaltungssitz in Mayen hat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Die Gemeinde liegt in der Eifel in unmittelbarer Nähe der A 48, die dort auf einer 350 Meter langen und 110 Meter hohen Brücke das Elzbachtal überquert.

Zu Kehrig gehören auch die Wohnplätze Kehrigermühle, Lohbrückermühle, Mädburgermühle, Neumühle, Gertrudenhof und Haus Ahlen.[2]

[Bearbeiten] Geschichte

Kehrig wird um das Jahr 1100 erstmals urkundlich als Kirriche erwähnt. Das Stift Ravengiersburg tauschte etwa 1103 nach einer zu Beginn des 13. Jahrhunderts gefälschten Urkunde mit dem Mainzer Stephans-Stift ein Gut in Kirricha. 1138 ist Besitz der Abtei St. Thomas bei Andernach in Kehrig nachweisbar.

Die Castor von Karden geweihte Pfarrkirche von Kehrig und der Zehnt gehörten bis 1802 dem Kastorstift in Karden. 1656 besaß die Kirche von Kehrig, die nach de Lorenzi aus dem 13./14. Jahrhundert gestammt haben soll, drei Altäre. Der Hauptaltar war Kastor, die Nebenaltäre, Maria und Petrus geweiht.

Die heutige Pfarrkirche, die 1869–1872 von dem Düsseldorfer Architekten Pickel errichtet wurde, ist St. Kastor und St. Katharina geweiht. Am Ortsausgang lag ferner eine Wolfgangskapelle. Eine weitere ehemals Lucia geweihte Kapelle war die sog. Mädburgkapelle. Diese angeblich von der Familie von Monreal gestiftete Kirche soll 1350 schon lange der Muttergottes geweiht gewesen sein. Ritter Heinrich Muhl von der Neuerburg versah die Kapelle damals mit einer Pfründe (Benefizium). Das Vorschlagsrecht für den Kaplan ging nach Heinrichs Tod an das Stift Karden. Im 18. Jahrhundert nutzte eine Eremitage die Kapelle. Die Anlage war 1887 nicht mehr vorhanden. Die Kapelle ist heute Ruine.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kehrig, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 407
1835 579
1871 686
1905 894
1939 988
Jahr Einwohner
1950 995
1961 962
1970 969
1987 1.002
2005 1.146

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat in Kehrig besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[4]

  SPD CDU FWG Gesamt
2009 7 6 3 16 Sitze
2004 7 6 3 16 Sitze

[Bearbeiten] Wappen

Amtliche Beschreibung: „Im durch eingeschweifte silberne Spitze gespaltenen Schild, vorn in Blau eine goldene Ähre, hinten in Blau ein silberner Schieferhammer mit schwarzem Griff, unten ein schwarzes Rad“.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

In der Nähe des in Kehrig entspringenden Klosterbachs umfließt die Elz ein etwa zwanzig Meter hohes Plateau, auf dem die Klosterruine Mädburg liegt. Im Ort selber und in der näheren Umgebung des Ortes sind viele Wegekreuze aufgestellt, die zum Teil sehr kunstvoll gestaltet sind und von Familien, Vereinen und Einzelpersonen gestiftet sind und an bestimmte Personen oder Geschehnisse aus dem Dorfgeschehen erinnern sollen.

[Bearbeiten] Bildung

Kehrig hat eine eigene Grundschule und einen Kindergarten.

[Bearbeiten] Verkehr

Der Ort verfügt über drei Bushaltestellen und wird von Bussen der Linie Mayen - Kaisersesch bedient.

[Bearbeiten] Literatur

  • Hanna Adenauer, Josef Busley und Heinrich Neu: Die Kunstdenkmäler des Kreises Mayen. Bd I. und II. Düsseldorf 1943, S. 132-135

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Kehrig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 27 (PDF)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
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