Keikogi

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Keikogi ohne Obi

Keikogi [keːko.gi] (稽古着, jap.) oder Keiko-Gi bedeutet Trainingsbekleidung. Obwohl damit auch ein Gymnastikanzug gemeint sein kann, ist Keikogi der allgemeine Oberbegriff für die in den japanischen Kampfkünsten (Budō) getragene Trainingskleidung. Keikogi werden von Budōka getragen und unterscheiden sich in ihrer Ausführung in den jeweiligen Budō-Disziplinen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Klassische Form

Keikogi traditionell gefaltet

Keikogi bestehen in der Regel aus einer Jacke (Uwagi), einer Hose (Zubon) und einem Gürtel (Obi). Schwere des Stoffes, Schnitt und Farbe dieser Bekleidung variieren leicht zwischen den verschiedenen Disziplinen. Die traditionelle Farbe ist weiß, doch sind auch schwarz und blau gängige Farben.

Meistens wird der Name der Kampfkunst- oder Kampsportart mit dem Suffix -gi kombiniert und bezeichnet die für die jeweilige Disziplin gängige Bekleidung. Beispiele: Karate-Gi, Judo-Gi, Aikido-Gi.

In einigen Disziplinen und Stilen wird über die Farbe des Keikogis und/oder des Gürtels die Graduierung bzw. der Entwicklungsstand der Übenden angezeigt.

[Bearbeiten] Zusammenlegen

Schemazeichnung, rot die Faltlinien zum jeweils nächsten Schritt

Eine gebräuchliche, traditionelle Methode[1] ein Keikogi zusammenzulegen sieht wie folgt aus:

  1. die Jacke ausbreiten
  2. die Hose in der Mitte falten und mittig auf die Jacke legen, der Bund der Hose dabei bündig mit dem Kragen der Jacke
  3. die nach unten überragenden Teile der Hosenbeine an der Unterkante der Jacke nach oben schlagen
  4. bündig mit der linken Kante der Hose die linke Hälfte der Jacke nach rechts umlegen
  5. bündig mit der rechten Kante der Hose den überragenden Teil des Jackenärmels nach links zurückfalten
  6. analog die rechte Jackenhälfte an der rechten Kante der Hose nach links falten
  7. den überragenden Ärmel analog zu Nummer 5 nach rechts zurückfalten
  8. den oberen Teil etwas unterhalb der waagerechten Hälfte der Ärmel nach unten klappen und etwas unterhalb der Gürtellinie den unteren Teil nach oben klappen
  9. den Gürtel dreimal mittig gefaltet in die bleibende Vertiefung legen
  10. noch einmal waagerecht und hälftig falten

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Efthimios Karamitsos, Bogdan Pejcic: Karate Grundlagen, Verlag Falken 2000, ISBN 3-8068-1863-0.
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