Keiko Fujimori

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Keiko Fujimori

Keiko Sofía Fujimori Higuchi (jap. 藤森 恵子, Fujimori Keiko) (* 25. Mai 1975 in Lima[1]) ist eine peruanische Politikerin.

Privatleben[Bearbeiten]

Fujimoris Eltern sind der ehemalige Präsident von Peru Alberto Fujimori und die frühere Kongressabgeordnete Susana Higuchi.[2] Sie ist verheiratet mit Mark Vito Villanella, einem US-Amerikaner, der 2009 die peruanische Staatsbürgerschaft angenommen hat. Sie haben zwei Töchter: Kyara Sofia, geboren 2007 und Kaori Marcela, geboren 2009.

Keiko machte ihren High-School-Abschluss 1992 an der Sagrados Corazones Recoleta in Lima. Im folgenden Jahr ging sie in die USA, um Betriebswirtschaft zu studieren. Sie begann an der Stony Brook University und machte ihren Bachelor 1997 an der Boston University.

Politik[Bearbeiten]

Im August 1994, nach der Scheidung ihrer Eltern, wurde sie von ihrem Vater zur First Lady von Peru ernannt. Im Alter von 19 Jahren, während ihres Studiums wurde sie die jüngste First Lady des amerikanischen Kontinents.[3] Nach dem Rücktritt ihres Vaters blieb Keiko bis zum Jahre 2004 in Peru und erwarb anschließend den Master of Business Administration (MBA) an der Columbia-Universität in New York.[4] Allerdings unterbrach sie ihr Studium 2005, um nach Peru zurückzukehren, nachdem der Auslieferungsprozess gegen ihren Vater veranlasst wurde. Sie wurde Führerin der politischen Gruppe ‚Fujimorista’. Im April 2006 wurde sie mit den meisten Stimmen zur Kongressabgeordneten gewählt.[5]

Als Kongressabgeordnete und Vorsitzende der Partei hat sich Keiko in Anlehnung der Veränderungen unter ihrem Vater vor allem für Verschärfungen der Sicherheitsgesetze eingesetzt.[6] Unter ihrer Führung der Opposition wurde z. B. ein Gesetz vorgeschlagen, das die Zuwendungen für Insassen, welche schwerwiegende Straftaten begangen haben, beschränkt. Des Weiteren wurde von ihr ein zusätzliches Gesetz vorgeschlagen, welches Richter verpflichtet, Höchststrafen für Wiederholungstäter zu verhängen. Zusammen mit anderen Fujimorista-Kongressabgeordneten arbeitet sie derzeit an einem Gesetzesentwurf, mit dem die Todesstrafe für sehr schwere Verbrechen angewendet werden könnte.

Wahlkampf 2011[Bearbeiten]

Im Jahr 2009 begann Keiko Fujimori Unterschriften zu sammeln, um ihre eigene politische Partei, Fuerza 2011, gründen zu können. Im März 2010 erkannte die zuständige Dienststelle „Jurado Nacional de Elecciones’ (Nationales Komitee für Wahlen) die Partei formell an, nachdem mehr als eine Million Unterschriften im ganzen Land gesammelt wurden.[7]

Die letzten Meinungsumfragen räumten ihr hohe Chancen ein, die Wahl 2011 zu gewinnen.[8] Sie wäre damit die erste Präsidentin in der Geschichte Perus gewesen.[9] Im Wahlkampf sprach sie sich für eine liberalisierte Wirtschaftspolitik und schärfere Sicherheitspolitik aus. Unter anderem sollten private Investitionen gefördert, die Todesstrafe eingeführt und mehr Gefängnisse gebaut werden.

Während des Wahlkampfes wurde ihr wenig Respekt für Menschenrechte vorgeworfen[6]. Immer wieder wurde öffentlich spekuliert, ob es ein Hauptziel der Kandidatur Keiko Fujimoris und allgemein der Fuerza 2011 sei, ihren Vater aus dem Gefängnis zu befreien. Um diesen Vermutungen entgegenzutreten, äußerte sich Fujimori Mitte April 2011 gegenüber der Presse mit den Worten: „Yo juro por Dios que no voy a indultar a Alberto Fujimori“ [10] (deutsch: „Ich schwöre bei Gott, dass ich Alberto Fujimori nicht begnadigen werde“). Eine entsprechende Beteuerung des Vizepräsidentschaftskandidaten ihrer Partei war diesem Statement vorausgegangen. Die Stichwahl gegen den Politiker Ollanta Humala hat sie Anfang Juni 2011 knapp verloren.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. | The Fall of Fujimori: The Story | http://www.falloffujimori.com/html/the_story_right.html | abgerufen am 17. April 2011
  2. http://www.sify.com/finance/daughter-of-disgraced-president-seeks-to-run-peru-news-news-lejwO2jbfec.html
  3. http://www.reuters.com/article/2011/04/06/us-peru-election-candidates-idUSTRE7353R620110406
  4. NorthJersey.Com. "Peruvian candidate Fujimori courts votes in North Jersey", NorthJersey.Com (abgerufen am 17. April 2011): "Fujimori, who holds a master degree in business administration from Columbia University"
  5. http://www.businessweek.com/news/2010-06-30/fujimori-nostalgia-makes-daughter-a-peru-presidential-contender.html "Fujimori Nostalgia Makes Daughter a Peru Presidential Contender," Bloomberg BusinessWeek (abgerufen am 17. April 2011)
  6. a b Reuters: Analysis: Two polarizing figures may meet in Peru run-off
  7. Bloomberg BusinessWeek. "Fujimori Nostalgia in Peru Fuels Daughter’s Candidacy", Bloomberg Business Week (abgerufen am 17. April 2011)
  8. http://www.businessweek.com/news/2010-06-30/fujimori-nostalgia-makes-daughter-a-peru-presidential-contender.html "Fujimori Nostalgia Makes Daughter a Peru Presidential Contender," Bloomberg BusinessWeek (abgerufen am 17. April 2011)
  9. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Staatspräsidenten_von_Peru (abgerufen am 17. April 2011)
  10. Radio Programas del Perú (RPP). " Keiko Fujimori: Juro por Dios que no indultaré a mi padre", (abgerufen am 24. Mai 2011)
  11. taz.de vom 6. Juni 2011