Keinath (Automobilhersteller)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Emblem
Keinath GT

Keinath war ein deutscher Automobilhersteller, der unter Leitung von Horst Keinath (* 1943, † 2011) von 1993 bis etwa 2003 in Reutlingen Sportwagen hergestellt hat. Horst Keinath war zuvor zusammen mit seinen zwei Brüdern Inhaber einer Opel-Vertretung in Dettingen an der Erms und entwickelte nach Austritt aus diesem Betrieb, der um das Jahr 2000 herum in Insolvenz ging, ein eigenes Automobil nach Muster des Opel GT. Als Grundform diente ein originaler Opel GT aus den 1970er-Jahren, der in der Breite um etwa 20 cm vergrößert wurde. Zuerst als Coupe gedacht, wurde daraus zu einem späteren Zeitpunkt ein Cabrio mit voll versenkbarem Hardtop.

Der Keinath GT/R war ein Cabriolet mit voll versenkbarem GFK-Dach, das dem Opel GT recht ähnlich sieht. Unter seiner GFK-Karosserie stecken ein Opel-V6-Motor und ein Opel-Fahrwerk. Der Preis lag bei etwa 180.000 DM. Insgesamt entstanden im Zeitraum von 1997 bis 2000 vermutlich maximal 21 Fahrzeuge von diesem Typ. Genaue Stückzahlen sind nicht bekannt. Die eingetragene Höchstgeschwindigkeit beträgt 240 km/h. Die Ersatzteilversorgung ist bis in die heutigen Tage durch Opel gesichert.

2000 erschien das zweite Modell, der Keinath GT/C. Seine Karosserie lehnt sich stilistisch nicht mehr an den Opel GT an, sondern wurde von der Edag Engineering + Design AG für Keinath entwickelt. Wie der Vorgänger hat er einen Stahlrahmen und eine GFK-Karosserie und wird von einem Opel-V6-Motor angetrieben. Das 3,2-l-Aggregat entwickelt 218 PS (160 kW) und beschleunigt den 1320 kg schweren Wagen in 6,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 248 km/h. Der GT/C ist 4280 mm lang und 1840 mm breit. Sein Verbrauch liegt bei 10,5 l/100 km. Der Verkaufspreis betrug bei Einführung DM 179.300 DM. Allerdings entstanden von dem GT/C nur 2 Prototypen, die sich heute im Besitz von Edag befinden. Dieses Fahrzeug war "Hauptdarsteller" im deutschen Fernsehfilm "Erlkönig", der im ZDF am 23. Juli 2010 zu sehen war.

Literatur[Bearbeiten]

  • Eberhard Kittler: Deutsche Autos. Band 5: Seit 1990. Audi, BMW, VW und Kleinserien. Motorbuch Verlag, Stuttgart, ISBN 3-613-02052-1.

Weblinks[Bearbeiten]