Keke Rosberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Keke Rosberg
Keke Rosberg 1979
Automobil-/Formel-1-Weltmeisterschaft
Nation: FinnlandFinnland Finnland
Erster Start: Großer Preis von Südafrika 1978
Letzter Start: Großer Preis von Australien 1986
Konstrukteure
1978 Theodore • 1978 ATS • 1978–1979 Wolf • 1980–1981 Fittipaldi • 1982–1985 Williams • 1986 McLaren
Statistik
WM-Bilanz: Weltmeister (1982)
Starts Siege Poles SR
114 5 5 3
WM-Punkte: 159,5
Podestplätze: 17
Führungsrunden: 503 über 2.119,5 km
Vorlage:Infobox Formel-1-Fahrer/Wartung/Alte Parameter

Keijo Erik „Keke“ Rosberg Zum Anhören bitte klicken! [ˈkɛkɛ ˈruːsbærj] (* 6. Dezember 1948 in Solna, Schweden) ist ein finnischer Unternehmer und TV-Kommentator sowie ehemaliger Automobilrennfahrer. Er startete zwischen 1978 und 1986 in der höchsten Motorsportklasse Formel 1 und wurde dort 1982 Weltmeister. Rosbergs Sohn Nico (* 1985) ist ebenfalls Rennfahrer und startet seit 2006 in der Formel 1.

Fahrerkarriere[Bearbeiten]

Keke Rosberg kam als ältestes von drei Kindern des Tierarztes Lars Erik Rosberg und dessen Frau, Lea Aino Marjatta Rosberg, geborene Lautala, in Schweden zur Welt. Seine Kindheit verbrachte er in Oulu in Nordfinnland sowie in Iisalmi. Er begeisterte sich schon früh für den Rennsport, da seine Eltern Rallyes fuhren. Ursprünglich hatte er beabsichtigt, Zahnarzt zu werden. Ab 1965 nahm Rosberg auch selbst an Automobilrennen teil und schaffte über diverse Nachwuchsformeln 1978 schließlich relativ spät den Sprung in die Formel 1, wo er bis 1986 blieb, bevor er sich anderen Rennsportserien wie der DTM zuwandte.

Formel 1[Bearbeiten]

Rosberg im Williams FW09 beim Grand Prix in Dallas 1984
Rosberg 1979 in Imola

Gleich in seiner ersten Saison startete Rosberg für drei verschiedene Teams. Zunächst fuhr er für das Theodore-Team ein Rennen, bevor er für fünf Läufe beim deutschen Unternehmer Günter Schmid und dessen ATS-Team anheuerte. Danach wechselte er erneut, diesmal zu Walter Wolf Racing, wo er auch die folgende Saison 1979 bestritt. Nach zwei Jahren und 16 Grand Prix stand für Rosberg nicht ein einziges Punkte-Resultat zu Buche. Trotzdem verpflichtete ihn das Team um Ex-Weltmeister Emerson Fittipaldi als Nummer-2-Fahrer für die Jahre 1980 und 1981. Tatsächlich konnte Rosberg jetzt seine ersten Zähler einfahren, blieb aber weiter ohne große Erfolge.

Nachdem Ex-Weltmeister Alan Jones Ende der Saison 1981 seinen Rücktritt bei Williams erklärt hatte, wurde Keke Rosberg kurzerhand und sozusagen als „Notnagel“ von Frank Williams ins Team geholt. Er sollte dort den Argentinier Carlos Reutemann bei der Jagd nach dem Titel unterstützen. Als jedoch auch Reutemann nach zwei Rennen der neuen Saison plötzlich keine Lust mehr aufs Rennfahren verspürte, stand Rosberg unverhofft im Rampenlicht. Er rechtfertigte das Vertrauen und wurde 1982 mit nur einem einzigen Sieg aus 16 Rennen Weltmeister. Mit dieser Leistung egalisierte er den Rekord von Mike Hawthorn aus dem Jahr 1958, der bis heute steht.

In den Folgejahren blieb Rosberg dem Williams-Team treu und gewann weitere Große Preise. 1985 wurde er noch einmal WM-Dritter, bevor er für 1986 bei McLaren-TAG-Porsche neben Weltmeister Alain Prost anheuerte. In seiner letzten Saison schaffte er einen zweiten Platz in Monaco und gab nach einer Pole-Position beim Großen Preis von Deutschland seinen Rücktritt aus der Formel 1 bekannt. Bei seinem letzten Rennen, dem Großen Preis von Australien, schied er nach einem Reifenschaden in Führung liegend aus und verhalf so seinem Teamkollegen Prost zum Weltmeistertitel. Insgesamt absolvierte Rosberg 114 Grand Prix, von denen er fünf gewann.

DTM[Bearbeiten]

Keke Rosberg
DTM
Nation FinnlandFinnland
Erstes Rennen Zolder 1992
Letztes Rennen Hockenheim 1995
Teams (Hersteller)
1992 Mercedes-Benz • 1993–1995 Opel
Statistik
Rennen Siege Poles SR
70 1 1 4
Podien 9
Gesamtsiege -
Punkte 195

Der Finne blieb dem Rennsport als Promoter und Manager treu, bis er 1990 als Pilot zurückkehrte. Ab 1992 startete er in der Deutschen Tourenwagenmeisterschaft (DTM) für das Team AMG-Mercedes und im Jahr 1993 wechselte er innerhalb der Serie zu Opel, bevor er 1994 sein eigenes Team gründete. Sein letzter Einsatz als aktiver Fahrer war am 15. Oktober 1995 beim DTM-Saisonfinale in Hockenheim auf einem Opel Calibra. Ihm zu Ehren gab es vom Opel Calibra neben dem DTM-Sondermodell auch eine Keke Rosberg-Edition.

Manager, Rennstallbesitzer und TV-Kommentator[Bearbeiten]

Als Manager platzierte Keke Rosberg seine finnischen Landsleute JJ Lehto und Mika Häkkinen als Fahrer in der Formel 1. Bis März 2002 arbeitete Rosberg als Manager von Häkkinen, der mit McLaren-Mercedes zweimal die Formel-1-Weltmeisterschaft gewinnen konnte.

Heute ist er darüber hinaus als Besitzer des Rennstalls Team Rosberg in der DTM und Formel-3-Euroserie aktiv.

Mit dem Start der Formel-1-Saison 2008 wurde Keke Rosberg als Nachfolger von Hans-Joachim Stuck neuer Formel-1-Experte beim Münchener Pay-TV-Sender Sky.[1] Seit April 2009 ist Keke Rosberg auch Botschafter für den Nürburgring. Er repräsentiert hier weltweit die Traditions-Rennstrecke und ihre Angebote.

Erfolgsstatistik[Bearbeiten]

Statistik in der Formel 1[Bearbeiten]

Grand-Prix-Siege[Bearbeiten]

Einzelergebnisse[Bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
1978 Flag of Argentina.svg Flag of Brazil (1968-1992).svg Flag of South Africa 1928-1994.svg Flag of the United States.svg Flag of Monaco.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Spain (1977 - 1981).svg Flag of Sweden.svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Austria.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of Italy.svg Flag of the United States.svg Flag of Canada.svg
    DNF DNPQ DNPQ DNQ DNQ 15 16 17 10 NC DNF DNPQ DNF NC
1979 Flag of Argentina.svg Flag of Brazil (1968-1992).svg Flag of South Africa 1928-1994.svg Flag of the United States.svg Flag of Spain (1977 - 1981).svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Monaco.svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Austria.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of Italy.svg Flag of Canada.svg Flag of the United States.svg  
              9 DNF DNF DNF DNF DNF DNQ DNF  
1980 Flag of Argentina.svg Flag of Brazil (1968-1992).svg Flag of South Africa 1928-1994.svg Flag of the United States.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Monaco.svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Austria.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of Italy.svg Flag of Canada.svg Flag of the United States.svg    
3 9 DNF DNF 7 DNQ DNF DNQ DNF 16 DNQ 5 9 10    
1981 Flag of the United States.svg Flag of Brazil (1968-1992).svg Flag of Argentina.svg Flag of San Marino.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Monaco.svg Flag of Spain (1977 - 1981).svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Austria.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of Italy.svg Flag of Canada.svg Flag of the United States.svg  
DNF 9 DNF DNF DNF DNQ 12 DNF DNF DNQ   DNQ DNQ DNQ 10  
1982 Flag of South Africa 1928-1994.svg Flag of Brazil (1968-1992).svg Flag of the United States.svg Flag of San Marino.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Monaco.svg Flag of the United States.svg Flag of Canada.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of France.svg Flag of Germany.svg Flag of Austria.svg Flag of Switzerland within 2to3.svg Flag of Italy.svg Flag of the United States.svg
5 DSQ 2   2 DNF 4 DNF 3 DNF 5 3 2 1 8 5
1983 Flag of Brazil (1968-1992).svg Flag of the United States.svg Flag of France.svg Flag of San Marino.svg Flag of Monaco.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of the United States.svg Flag of Canada.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Austria.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of Italy.svg Flag of Europe.svg Flag of South Africa 1928-1994.svg  
DSQ DNF 5 4 1 5 2 4 11 10 8 DNF 11 DNF 5  
1984 Flag of Brazil (1968-1992).svg Flag of South Africa 1928-1994.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of San Marino.svg Flag of France.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of the United States.svg Flag of the United States.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Austria.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of Italy.svg Flag of Europe.svg Flag of Portugal.svg
2 DNF 4 DNF 6 4 DNF DNF 1 DNF DNF DNF 8 DNF DNF DNF
1985 Flag of Brazil (1968-1992).svg Flag of Portugal.svg Flag of San Marino.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of the United States.svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Austria.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of Italy.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Europe.svg Flag of South Africa 1928-1994.svg Flag of Australia.svg
DNF DNF DNF 8 4 1 2 DNF 12* DNF DNF DNF 4 3 2 1
1986 Flag of Brazil (1968-1992).svg Flag of Spain.svg Flag of San Marino.svg Flag of Monaco.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Canada.svg Flag of the United States.svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Civil Ensign of Hungary.svg Flag of Austria.svg Flag of Italy.svg Flag of Portugal.svg Flag of Mexico.svg Flag of Australia.svg
DNF 4 5* 2 DNF 4 DNF 4 DNF 5* DNF 9* 4 DNF DNF DNF

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1991 FrankreichFrankreich Peugeot Talbot Sport Peugeot 905 FrankreichFrankreich Pierre-Henri Raphanel FrankreichFrankreich Yannick Dalmas Ausfall Schalthydraulik

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ex-Weltmeister Keke Rosberg wird neuer Formel-1-Experte bei Premiere

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Keke Rosberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien