Kelheim
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Kelheim | |
| Höhe: | 343 m ü. NN | |
| Fläche: | 76,79 km² | |
| Einwohner: | 15 717 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 205 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 93301–93309 | |
| Vorwahl: | 09441 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KEH | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 73 137 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Ludwigsplatz 16 93309 Kelheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Fritz Mathes (FWG) | |
| Lage der Stadt Kelheim im Landkreis Kelheim | ||
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Kelheim ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Niederbayern und liegt an Donau und Main-Donau-Kanal zwischen Ingolstadt und Regensburg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Stadt liegt am Ausgang des Donaudurchbruchs, also kurz hinter der Stelle, an der die Donau die Fränkische Alb durchquert, unterhalb des Michelsberges, an der Mündung der Altmühl in die Donau.
[Bearbeiten] Geschichte
Durch Ausgrabungen kann eine durchgehende Besiedelung der Umgebung seit dem Neandertaler nachgewiesen werden. Im Stadtgebiet befinden sich bronzezeitliche Grab- und Siedlungsfunde (etwa 2.000 v. Chr.), ein bedeutendes Urnengräberfeld (etwa 800 v. Chr.) und hallstattzeitliche Gräberfelder. Zwischen dem dritten und ersten vorchristlichen Jahrhundert befand sich auf dem Michelsberg ein spätkeltisches Oppidum namens Alkimoennis. Mit einer Fläche von 650 Hektar war es das Zweitgrößte im Süden Deutschlands. Ebenso gibt es Funde aus der Römerzeit und Ausgrabungen einer bajuwarischen Siedlung (etwa 600 n. Chr.).
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 866. 879 war Kelheim Sitz der Kelsgaugrafen. Die Stadtrechte wurden Kelheim (Cheleheim) 1181 durch Otto von Wittelsbach verliehen; bis zur ungeklärten Ermordung seines Sohnes, Ludwig der Kelheimer, 1231 auf der Donaubrücke, war die Stadt eine der bevorzugten Residenzen des bayerischen Herzogsgeschlechts.
[Bearbeiten] Wappen
Das Kelheimer Wappen zeigt in Rot über blauen und silbernen Wellen eine silberne Burg mit offenem Tor und zwei spitzbedachten Zinnentürmen; zwischen ihnen schwebend ein gelehntes Schildchen mit den bayerischen Rauten.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten] Verwaltung
Kelheim ist Sitz der Kreisverwaltung des gleichnamigen Landkreises. Zur Kreisstadt Kelheim gehören die zehn Ortsteile Affecking, Gundelshausen, Herrnsaal, Kapfelberg, Kelheimwinzer, Lohstadt, Staubing, Stausacker, Thaldorf und Weltenburg.
[Bearbeiten] Gerichte
In Kelheim befindet sich ein Amtsgericht. Es gehört zum Landgerichtsbezirk Regensburg und zum OLG-Bezirk Nürnberg.
[Bearbeiten] Schulen
- 3 Grundschulen (GS Kelheimwinzer, GS Kelheim/Nord, GS Hohenpfahl)
- Wittelsbacher Hauptschule
- Donau-Gymnasium Kelheim (Naturwissenschaftlicher und neusprachlicher Zweig)
- Staatliche Berufsschule
- Staatliche Berufsoberschule
- Staatliche Fachoberschule (Technischer, wirtschaftlicher und sozialer Zweig)
- Bayerische Waldbauernschule, zur Schulung von Waldbesitzern und Forstarbeitern
- Musikschule
- Sonderschule Thaldorf
- Berufsfachschule für Krankenpflege
- Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Gesundheitswesen
- Volkshochschule Kelheim e.V.
- Volkshochschule für den Landkreis Kelheim e.V.
[Bearbeiten] Wirtschaft
[Bearbeiten] Verkehr
In Kelheim mündet die Altmühl und damit der Main-Donau-Kanal in die Donau, von Kelheim abwärts ist die Donau Bundeswasserstraße. Beide Gewässer werden kurz vor ihrem Zusammenfluss von der Europabrücke überspannt. Im Binnenhafen Kelheim/Saal wurden 2004 749.000 Tonnen Güter umgeschlagen. Der ehemalige König-Ludwig-Kanal, der über Neumarkt in der Oberpfalz und Nürnberg nach Bamberg führte und damit ebenfalls Main und Donau verband, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aufgegeben.
An den überregionalen Straßenverkehr ist Kelheim durch die B 16 (Roding–Füssen) und die Autobahn A 93 (Autobahndreieck Hochfranken (A 72) – Autobahndreieck Holledau (A 9) ) angebunden.
Durch Kelheim führt auch die „Die Straße der Kaiser und Könige“ – diese verläuft von Frankfurt/Main bis Budapest.
Da die Führung der Donautalbahn Ingolstadt - Regensburg über Kelheim den Bau eines Tunnels erfordert hätte, wurde Kelheim östlich umgangen und nur durch eine 5,5 km lange Stichbahn zum Bahnhof Saal angebunden. Der Personenverkehr auf dieser Strecke wurde im Jahre 1986 eingestellt. Seither ist Kelheim neben Tirschenreuth eine der beiden bayerischen Kreisstädte ohne Bahnanschluss.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- Private Weißbierbrauerei G. Schneider & Sohn, größter Bierbrauer in Kelheim und überregional bekannt durch die Schneider Weisse
- PCO AG, entwickelt und produziert hochauflösende Hochgeschwindigkeits-CCD-Kameras für wissenschaftliche Anwendungen und Verfahren
- H. von Gimborn, Herstellung u.a. von Katzenstreu
- Heidolph Elektro GmbH & Co. KG, Entwicklung und Produktion von Elektromotoren, hauptsächlich für die Labortechnik
- Kelheim Fibres GmbH, produziert u. a. Viskosefasern und ist seit den 1930er Jahren einer der größten Arbeitgeber in Kelheim.
- Chemie Kelheim GmbH, Produktion von Schwefelsäure und Oleum
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
- Freundschaftsbund mit Sulzfeld am Main seit 1989
- Städtepartnerschaft mit Ambarès-et-Lagrave in Frankreich seit 1989
- Freundschaftsbund mit Kuźnia Raciborska (Ratiborhammer) in Polen seit 1994
- Städtepartnerschaft mit Soave in Italien seit 2006
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Befreiungshalle (erbaut von Leo von Klenze)
- Donaudurchbruch mit Kloster Weltenburg, Wipfelsfurt und Klösterl
- Historische Altstadt mit Teilen der Stadtbefestigung aus dem 13. und 14. Jahrhundert (Donautor, Mittertor, Altmühltor), Stadtapotheke mit Erker und hebräischem Grabstein von 1249, Ludwigsplatz mit Altem Rathaus (ehemalige Stadtschreiberei, erbaut 1598) sowie Neuem Rathaus (1912 umgestalteter Renaissancebau, mit geschweiftem Giebel)
- Weißes Brauhaus, gegründet 1607, die älteste noch existierende Weißbierbrauerei Bayerns; davor ein Denkmal für König Ludwig I.
- Alter Kanalhafen (Teil des historischen Ludwigskanals), 1846 in Betrieb genommen, mit Schleuse, Hafenbecken mit Kran, Lagerhalle und Schleusenhaus.
- Schleiferturm (1474-86), fälschlich auch Römerturm genannt, da beim Bau Quader verwendet wurden, die antiken Steinen ähneln, jedoch aus dem Bergfried des im Übrigen geschleiften Schlosses der Wittelsbacher stammen; seit 1931 Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
- Ottokapelle, errichtet im 13. Jahrhundert von Otto dem Erlauchten zu Ehren seines 1231 ermordeten Vaters Ludwig der Kelheimer; um 1600 als Spitalskirche verändert. Ein romanisches Portal aus dem ursprünglichen Bau ist noch vorhanden.
[Bearbeiten] Kirchen
Katholisch:
- Gotische Kirche Mariä Himmelfahrt (Innenstadt) mit zwei spätgotischen Tafelbildern im Presbyterium (Christi Geburt und Marientod, Ende 15. Jh.), Pietà am linken Seitenaltar (ebenfalls um 1500) und Hochaltar aus Kelheimer Marmor (19. Jh).
- Hl. Kreuz (Affecking)
- St. Pius (Bauersiedlung)
- St. Jakobus (Kelheimwinzer)
- St. Maria Immakulata (Kapfelberg)
- Benediktinerabtei St. Georg (Kloster Weltenburg)
Evangelisch:
- Matthäuskirche (Innenstadt), errichtet 1888
- Markuskirche (Affecking)
- Lukaskirche (Bauersiedlung)
[Bearbeiten] Museen
Seit 1981 befindet sich das bereits im Jahre 1908 gegründete Museum im spätgotischen Herzogskasten am Rande der Kelheimer Altstadt. Die rege archäologische Tätigkeit des Historischen Vereins, der große Fundanfall bei den Ausgrabungen im Bereich des Main-Donau-Kanals sowie Schenkungen prähistorischer Sammlungen begründeten den Schwerpunkt des Museums, der in der Namensgebung zum Ausdruck kommt. Für die lebendige Darstellung der Vergangenheit zeichnete der Europarat 1983 das Museum mit dem Europäischen Museums-Sonderpreis aus.
- Orgelmuseum in der Franziskanerkirche
Der gemeinnützige Förderverein Orgelmuseum Franziskanerkirche Kelheim e.V. hat als Träger des Museums bisher die Denkmal-Orgeln aus Bruck i.d.OPf. und Geiselhöring (pneumatische Instrumente) sowie Allersdorf und Köfering (mechanische Werke) spielbar wiederaufstellen lassen. Die Instrumente sind aufeinander abgestimmt, um Konzerte im Zusammenspiel mit mehreren Orgeln durchführen zu können. Weitere historische Orgeln sollen folgen. Drei Orgelmodelle (Schleifladenorgel, Klangfarben einer Orgel und eine kombinierte Taschen- und Kegellade) im Obergeschoss des Kreuzgangs bilden derzeit das Herzstück der Sammlung.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Otto I., Herzog von Bayern
- Ludwig der Kelheimer, Herzog von Bayern
- Otto II., Herzog von Bayern
- Leonhard von Eck, Jurist, Herzoglicher Rat
- Matthias Kraus, einer der Anführer beim Volksaufstand gegen die österreichische Besatzung 1705
- Walter Tanau, Maler, Graphiker und Bildhauer
- Jörg Weigand, Journalist und Buchautor
- Florian Herrmann, Rechtsanwalt, Abgeordneter des Bayerischen Landtags
- Wolfgang A. Herrmann, Chemiker, Präsident der TU München
- Fritz Fischer, ehem. Biathlet
- Clemens Prokop, Jurist, Präsident des deutschen Leichtathletik-Verbandes
- Matthias Hanke, deutscher Kirchenmusiker, Dirigent, Chorleiter
- Thomas Paulus, deutscher Fußball-Profi beim FC Erzgebirge Aue
[Bearbeiten] Weblinks
- Internetseite mit ausführlichen Informationen zur Geschichte Kelheims und zu den Sehenswürdigkeiten
- Archäologisches Museum
- Kelheim: Wappengeschichte vom HdBG
- Gemeindedaten Kelheim
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