Kellmünz an der Iller
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Neu-Ulm | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Altenstadt | |
| Höhe: | 541 m ü. NN | |
| Fläche: | 8,52 km² | |
| Einwohner: |
1332 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 156 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 89293 | |
| Vorwahl: | 08337 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NU | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 75 132 | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Marktstrasse 7 89293 Kellmünz a.d. Iller |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Huber | |
| Lage des Marktes Kellmünz a.d.Iller im Landkreis Neu-Ulm | ||
Kellmünz an der Iller (amtlich: Kellmünz a.d.Iller) ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Der Markt liegt in Oberschwaben an der Iller, etwa auf halber Strecke zwischen Illertissen und Memmingen.
Geschichte [Bearbeiten]
Unter den vielen Siedlungen im und am Rande des Illertales fällt Kellmünz durch seinen ungewöhnlichen Namen auf. Er weist auf eine vorgermanische Vergangenheit hin. Der Name leitet sich von Caelius Mons, zu deutsch Himmelsberg. Im Jahre 15 v. Chr. hatten die Römer das Land zwischen Alpen und Donau besetzt und die Provinz Rätien eingerichtet. Die Legionäre formten wohl einen ursprünglich keltischen Ortsnamen zu caelius mons um, vermutlich in Anlehnung an einen der sieben Hügel Roms der Caelius heißt. Sicherlich stand auf dem Berg auch ein Heiligtum. Nach dem Fall des Limes durch die Alemannen änderten die Römer die Strategie zur Sicherung der Alpenvorlandes. Statt einem festen Grenzwall bauten sie Kastelle im Hinterland. Eines der bedeutendsten entstand um 300 n. Chr. auf dem Caelius Mons. Es war umschlossen von einer mächtigen Steinmauer im Geviert, 100 m lang und 100 m breit, mit vielen Türmen. Das Kastell beherbergte ca. 300 Mann. Dort, wo heute die Kirche steht, befand sich ein ähnlich großer Hallenbau mit Apsis und Säulenhalle. Allerdings war der römische Bau nach Süden ausgerichtet, während die Kirche nach Osten zeigt. Die repräsentative römische Aula diente wohl der Verwaltung, der Rechtsprechung und dem Kult.
Die Burg Kellmünz gehörte den Pfalzgrafen von Tübingen bis zu dem Tode des Pfalzgrafen Gottfried I. am 30. Januar 1316. Gottfried I. hatte eine Tochter Namens Agnes, die mit Ulrich von Rechberg dem Älteren verheiratet war und als väterliches Erbe Kelmünz erhielt.[2]
Zweiter Weltkrieg [Bearbeiten]
Gegen Ende des Krieges am 25. April 1945 wurde die Illerbrücke von der Wehrmacht gesprengt, um den anrückenden Alliierten den Übergang nach Bayern zu verwehren. Daraufhin kam es zu zweitägigen Kampfhandlungen um die gesprengte Brücke. Panzer der amerikanischen Landstreitkräfte schossen dabei die Ortschaft in Brand. Dabei wurden dreiunddreißig Anwesen vernichtet.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Der Marktgemeinderat hat 12 Mitglieder. Alle Mandate holte sich die Wählergemeinschaft. (Stand: Kommunalwahl am März 2008)
Wappen [Bearbeiten]
Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold über einem aus dem unteren Schildrand wachsenden blau bewehrten roten Löwen eine dreilatzige rote Sturmfahne mit drei silbernen Ringen.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Römerkastell Caelius Mons
- Spuren des Dreißigjährigen Kriegs
- Römisch-katholische Pfarrkirche St. Martin
siehe auch Liste der Baudenkmäler in Kellmünz an der Iller
Bilder [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Kellmünz an der Iller: Wappengeschichte vom HdBG
- Kellmünz an der Iller: Amtliche Statistik des LStDV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ Johann Daniel Georg von Memminger: Beschreibung des Oberamts Biberach: Mit einer Karte des Oberamts, einer Ansicht von Biberach und vier Tabellen. Cotta, 1837, Seite 173 von 211 Seiten
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