Kelvin de la Nieve

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Kelvin de la Nieve (* 22. August 1986 in Alcarrizos, Dominikanische Republik) ist ein spanischer Boxer dominikanischer Herkunft.

Werdegang[Bearbeiten]

Kelvin de la Nieve Linares wanderte mit seinen Eltern 1997 von der Dominikanischen Republik nach Spanien aus und wurde dort 2000 eingebürgert. Er wurde in Huelva ansässig und begann dort im Alter von 15 Jahren beim Club Yoon Boxing Huelva mit dem Boxen. Sein Trainer wurde Beni Alloza.

Der 1,63 m große Athlet startet seit Beginn seiner Laufbahn im Halbfliegengewicht, der Klasse bis 48 kg Körpergewicht. Nachdem er in Spanien in den Juniorenkonkurrenzen schon einer der besten Boxer war, konnte er 2004 auch bei einigen internationalen Turnieren gute Ergebnisse erzielen. So erreichte er beim Turnier des spanischen Boxverbandes Box-Am 2004 in Vitoria-Gasteiz das Finale in dem er gegen den Franzosen Sofiane Takouchi knapp nach Punkten verlor. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2004 in Jeju/Südkorea verlor er nach einem Freilos im Achtelfinale gegen den Türken Mustafa Dogan nach Punkten (8:13) und schied aus.

2005 wurde Kelvin de la Nieve erstmals spanischer Meister im Halbfliegengewicht und wurde auch beim Box-Am Turnier 2005 in Lanzarote Turniersieger mit einem Punktsieg (43:18) im Finale über Pawel Petrow aus Russland. Bei der Weltmeisterschaft 2005 in Mianyang/China blieb er unplatziert, da er dort gleich seinen ersten Kampf gegen den Japaner Kenji Ohkuba nach Punkten (24:30) verlor.

Im Jahre 2006 wurde Kelvin de la Nieve erneut spanischer Meister im Halbfliegengewicht. Er siegte auch wieder beim Box-Am Turnier 2006 in Lanzarote. Er schlug dabei im Endkampf Ilgiz Machmutow aus Russland nach Punkten. Beim Strandja-Turnier in Plowdiw kam er nach einem Sieg über Yanko Yankew aus Bulgarien und einer Niederlage gegen Salim Badji aus Algerien auf den dritten Platz. Bei der Europameisterschaft dieses Jahres in Plowdiw kam er zu einem Abbruchsieg in der 3. Runde über Kadri Kordel aus der Türkei, unterlag aber im Viertelfinale gegen Mumin Veli aus Mazedonien durch Abbruch in der 3. Runde. Er kam damit in der Endabrechnung mit drei weiteren Boxern auf den 5. Platz.

2007 erreichte Kelvin de la Nieve beim Box-Am Turnier in Vigo das Finale, in dem er gegen den französischen Spitzenboxer Nordine Oubaali nach behertem Kampf knapp nach Punkten (26:32) verlor. Den 2. Platz belegte er auch beim 58. Strandja-Turnier in Plowdiw. Hier unterlag er im Endkampf gegen Bischan Tschakipow aus Kasachstan. Bei der Meisterschaft der Europäischen Union in Dublin erreichte er das Finale, in dem er aber dem ungarischen Weltklassemann Pál Bedák nach Punkten (10:20) unterlag. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago schied er mit einem Sieg über Olimjan Nazarow aus Usbekistan und einer erneuten Niederlage gegen Norine Oubaali nach dem Achtelfinale aus und erreichte damit den 9. Platz.

Das Jahr 2008 begann mit Kelvin de al Nieve mit einem Sieg beim Box-Am in Valladolid. Er bezwang dort im Finale Hovhannes Danieljan aus Armenien nach Punkten. Anschließend scheiterte sein Versuch sich beim ersten europäischen Qualifikationsturnier in Pescara/Italien für die Olympischen Spiele zu qualifizieren durch eine Punktniederlage im Viertelfinale gegen Lukasz Maszczyk. Im Mai 2008 konnte er aber die letzte sich bietende Gelegenheit beim zweiten europäischen Qualifikationsturnier in Athen nutzen. Er besiegte dort Marius Vysniauskas aus Litauen, Darren Langley aus England und Mumin Veli und hatte damit das Finale gegen Pál Bedák erreicht, womit er die Qualifikation für Peking geschafft hatte. Gegen Pál Bedák trat er dann nicht mehr an.

In Peking schied Kelvin de la Nieve Linares bereits nach seinem ersten Kampf mit einer Punktniederlage gegen den US-Amerikaner Luis Yáñez aus und landete damit auf dem 17. Platz.

Bei der Europameisterschaft 2010 in Moskau erreichte er mit Punktsiegen über Lukasz Maszcyk, Polen (6:1) und Ferhat Pehlivan, Türkei (2:1) das Halbfinale, in dem er gegen den späteren Titelgewinner Paddy Barnes aus Irland mit 3:6 Punkten verlor. Er gewann damit eine EM-Bronzemedaille.

2011 wurde de la Nieve sowohl bei den Europameisterschaften in Ankara als auch bein den Weltmeisterschaften in Baku Siebter. Mit letzterem Erfolg qualifizierte er sich für die Olympischen Spiele 2012 in London. Zur Vorbereitung nahm er 2012 an einem internationalen Turnier in Sofia teil, verlor hier aber im Viertelfinale gegen den WM-Zweiten Shin Jong-Hun au Korea. Bei den spanischen Meisterschaften im selben Jahr holte er souverän die Goldmedaille. Bei den Spielen verlor de la Nieve jedoch bereits im ersten Kampf gegen den Ecuadorianer Carlos Quipo mit 14:11 Punkten.

Bei den Mittelmeerspielen 2013 errang de la Nieve mit einem Finalsieg über Vincenzo Picardi, Italien (2:1), die Goldmedaille.

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse Ergebnis
2004 2. Box Am-Turnier in Almeria Halbfliegen hinter Sofiane Takouchi, Frankreich
2004 9. Junioren-WM in Jeju/Südkorea Halbfliegen Sieger: Pál Bedák, Ungarn vor Sergei Wodopjanow, Russland
2005 1. Box Am-Turnier in Lanzarote Halbfliegen vor Pawel Petrow, Russland
2005 unpl. WM in Mianyang/China Halbfliegen Sieger: Zhou Shiming, China vor Pál Bedák
2006 1. Box Am-Turnier in Lanzarote Halbfliegen vor Ilgiz Machmutow, Russland
2006 3. 57. Strandja-Turnier in Plowdiw/Bulgarien Halbfliegen
2006 5. Meisterschaft der Europäischen Union in Pécs Halbfliegen Sieger: Lukasz Maszczyk, Polen vor Antonio Pinto (Boxer), Italien
2006 5. EM in Plowdiw Halbfliegen hinter David Hajrapetjan, Russland, Antonio Pinto, Howhannes Danieljan, Armenien u. Mumin Veli, Mazedonien
2007 2. Box-Am-Turnier in Vigo Halbfliegen hinter Nurdine Oubaali, Frankreich
2007 2. 58. Strandja-Turnier in Plowdiw Halbfliegen hinter Birschan Schaqypow, Kasachstan
2007 2. Meisterschaft der Europäischen Union in Dublin Halbfliegen hinter Pál Bedák
2007 9. WM in Chicago Halbfliegen Sieger: Zhou Shiming, China vor Harry Tanamor, Philippinen
2008 1. Box Am-Turnier in Valladolid Halbfliegen vor Howhannes Danieljan
2008 2. Olympia-Qualifikations-Turnier in Athen Halbfliegen hinter Pál Bedák
2008 17. OS in Peking Halbfliegen nach einer Punktniederlage gegen Luis Yáñez, USA
2010 3. EM in Moskau Halbfliegen mit Punktsiegen über Lukasz Maszcyk, Polen (6:1) und Ferhat Pehlivan, Türkei (2:1) u. einer Punktniederlage gegen Paddy Barnes, Irland (3:6)
2011 7. EM in Ankara Halbfliegen nach einer Punktniederlage gegen Charlie Edwards aus England
2011 7. Boxweltmeisterschaften 2011 in Baku Halbfliegen nach einer Punktniederlage gegen David Ayrapetyan, Russland
2012 7. 63.Strandja Memorial in Sofia Halbfliegen nach einer Punktniederlage gegen Jong-Hun Shin, Südkorea

Spanische Meisterschaften[Bearbeiten]

(Finalergebnisse)

  • 2005, Hfl, Abbruchsieger 1. Runde über Cristian Torre,
  • 2006, Hfl, Punktsieger über Jordi Gallart,
  • 2008, Fl, Abbruchsieger 3. Runde über Jose Rodriguez
  • 2012, Finale, Punktsieger über Alejandro Torres

Erläuterungen[Bearbeiten]

  • OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft,
  • Halbfliegengewicht (Papiergewicht), bis 48 kg körpergewicht

Quellen[Bearbeiten]

  • Fachzeitschrift Box Sport aus den jahren 2004 bis 2008,
  • Website „www.amateur-boxing.strefa.pl“,
  • Website „sport123.com“,
  • Website „www.nestordominguez.blogspot.com“

Weblinks[Bearbeiten]