Ken Park

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Filmdaten
Deutscher Titel Ken Park
Originaltitel Ken Park
Ken Park (Logo).png
Produktionsland USA
Niederlande
Frankreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2002
Länge ca. 92 Minuten
Altersfreigabe FSK Keine Jugendfreigabe
Stab
Regie Larry Clark
Edward Lachman
Drehbuch Harmony Korine
Larry Clark
Produktion Kees Kasander
Jean-Louis Piel
Musik Howard Paar
Matt Clark
Kamera Edward Lachman
Larry Clark
Schnitt Andrew Hafitz
Besetzung

Der Spielfilm Ken Park ist ein Coming-of-Age-Filmdrama der beiden US-amerikanischen Regisseure Larry Clark und Edward Lachman aus dem Jahr 2002, der vom Leben pubertierender Jugendlicher in einer kalifornischen Kleinstadt handelt. Der Independentfilm kreist um die Themen Missbrauch, Gewalt und Entfremdung.

Handlung[Bearbeiten]

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Ken Park ist in der kalifornischen Kleinstadt Visalia angesiedelt und schildert das Leben mehrerer Teenager, die von den ihnen nahestehenden Erwachsenen auf verschiedene Arten misshandelt werden: Claude wird ständig von seinem angetrunkenen Vater verhöhnt, Tate wird von seinen Großeltern behütet wie ein Kleinkind, Shawn wird von Rhonda, der Mutter seiner Freundin Hannah, dazu benutzt ihre sexuellen Phantasien zu befriedigen und Peaches wird von ihrem verwitweten Vater tief religiös erzogen.

Ausbruch aus dieser Lage ist für die Jugendlichen kaum möglich – außer beim Sex, oder durch Flucht in die Gewalt oder in den Tod.

Kritiken[Bearbeiten]

Ken Park sorgte wegen der freizügigen Darstellung einiger Sexszenen und einer Gewaltszene für kontroverse Schlagzeilen. In den USA fand der Film nach seiner Premiere auf dem Telluride Film Festival keinen Verleih und gelangte deshalb nur in wenige Kinos. In Australien wurde eine Alterseinstufung von der OFLC abgelehnt, was einem Verbot gleichkam. Um gegen diese Zensur zu protestieren wurde der Film illegal aufgeführt, bis die Polizei einschritt. In Deutschland lief der Film mit zwei Jahren Verspätung im Juli 2004 mit der FSK-Einstufung Keine Jugendfreigabe an.

In einem Interview mit Schnitt.de äußerte Regisseur Clark: „Ich wollte nicht, dass dieser Film in Hoffnungslosigkeit endet und es so aussieht, als würden die Kinder es nicht schaffen können. Meine Idee war also, um die Kinder herum eine Sexszene zu konstruieren, um ihnen eine Art Erlösung zu bieten. […] Wenn sich dir als Kind die ganze Welt entgegenstellt, dann bleiben dir letztlich nur die anderen Kinder. Es ist ein Film über das Knüpfen von Verbindungen und das Sich-Verbünden.“[1]

Die Berliner taz lobte die schauspielerische Qualität der Laiendarsteller und auch den Regisseur: „Sex und Gewalt, seit seinen frühen Fotobänden Tulsa und Teenage Lust die Lieblingsthemen Clarks, bestimmen auch in Ken Park das Zusammenspiel der Menschen. Aber eine neue Sanftheit macht sich unter den desolaten Bildern bemerkbar. Der Ton klingt versöhnlicher, als man es bei Clark gewohnt war.“[2]

Filmstarts.de bewertet den Film gleichfalls als sehenswert: „In einer Szene masturbiert James Ransone vor laufender Kamera während Anna Kurnikowa im TV auf dem Tennisplatz stöhnt. Er stranguliert sich in Michael-Hutchence-Manier mit einem Gürtel am Türgriff und ejakuliert final in Großaufnahme. Selbst im freizügigen europäischen Kino gab es solche Bilder in dieser Form selten zu sehen. Nicht einmal im umstrittenen und ähnlich offenen Berlinale-Gewinner Intimacy. Die Szene steht jedoch im Dienste des Films und muss sich nicht den Vorwurf des Voyeurismus gefallen lassen. Gleiches gilt für die anderen Nacktaufnahmen, die noch weitere erigierte Geschlechtsteile zu Tage fördern.“[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schnitt.de
  2. taz
  3. Filmstarts.de