Kenneth Colin Irving

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Kenneth Colin (K.C.) Irving, OC, ONB (* 14. März 1899, Bouctouche (New Brunswick); † 13. Dezember 1992 in Saint John (New Brunswick)) war einer der führenden Unternehmer der Atlantikprovinzen Kanadas. Er zählt zu den führenden Industriemagnaten des 20. Jahrhunderts. Er wurde in Bouctouche geboren, einer kleinen Stadt, die vom Sägewerk seines Vaters dominiert wurde.

Bereits in seiner Jugendzeit galt K.C. Irving als brutaler Einschüchterer. Seine ersten unternehmerischen Tätigkeiten begannen früh, wurden jedoch vom Ersten Weltkrieg überschattet. Zusammen mit einigen Freunden wollte er sich zum Kriegsdienst melden, was jedoch sein Vater untersagte. Stattdessen meldete dieser ihn für den Besuch der Acadia Universität in Wolfville, Nova Scotia an. Irving verließ jedoch die Universität vorzeitig, noch vor seinem Abschluss, und zog querfeldein bis nach British Columbia, bevor er nach Boutouche zurückkehrte. Seinem zweiten Versuch, sich zum Kriegsdienst zu melden, konnte sein Vater nichts mehr entgegensetzen, und so trat er der Royal Canadian Air Force als Kampfpilot bei.

Irving war verheiratet und hatte drei Söhne James, Arthur und John.

Irving Oil Limited[Bearbeiten]

Als junger Mann verkaufte Irving Ford-Automobile in Kent County, New Brunswick, und gründete 1924 Irving Oil während der Anfänge des Automobilzeitalters, bevor er nach Saint John (New Brunswick) übersiedelte. Irving Oil expandierte von einem kleinen Netz von ländlichen Tankstellen zum größten Treibstoffhändler in den Atlantikprovinzen, Ost-Quebec und Nord-Neuengland, mit einigen tausend Tankstellen und Läden, der größten Erdölraffinerie Kanadas, einer Flotte von Ozeantankern und einem Netz von Treibstofflagern in der Region.

J.D. Irving Limited[Bearbeiten]

Irving Oil Limited finanzierte die meisten anderen Geschäfte K.C. Irvings. Einige Jahre nach der Gründung von Irving Oil Limited übernahm K.C. auch das Sägewerk seines Vaters in Bouctouche, J.D. Irving Limited (JDI), das er dann konsequent erweiterte. Heute ist JDI der größte Landbesitzer in New Brunswick, Nova Scotia und Maine. Diese Wälder speisen den Bedarf mehrerer Zellstoff- und Papierfabriken und Sägewerke, die wiederum die konzerneigenen Zeitungen, Taschentuch- und Windelfabriken in New Brunswick, Nova Scotia, Maine, New York, Québec und Ontario versorgen. Die einzigartige und praktisch hundertprozentige Monopolstellung der familieneigenen Zeitungen in der Presselandschaft ermöglicht der Firma die Kontrolle der öffentlichen Meinung in der Provinz New Brunswick.

Diversifikation und vertikale Integration[Bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit expandierte Irving und kaufte Schiffswerften, gründete Baufirmen, nahrungsmittelverarbeitende Betriebe, Radio- und TV-Stationen, Heimwerkerläden und Transportunternehmen – alles, was vertikal in das Imperium integriert werden konnte. Das bedeutet, dass jede einzelne von Irvings Firmen die Produkte und Dienstleistungen von anderen Unternehmen Irvings erwirbt, und so die Gewinne im Konglomerat verbleiben. Die Legalität eines derartigen Ausbaus privater Macht über eine komplette Provinz und damit eine Abkehr von demokratischen Regeln des Gemeinwesens war gelegentlich Thema der Kanadischen Bundesregierung. Ermittlungen vor Ort dazu verliefen jedoch stets im Sande.

Weblinks[Bearbeiten]