Kenny Rogers

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Countrysänger Kenny Rogers. Für den gleichnamigen Baseballspieler siehe Kenny Rogers (Baseballspieler)
Kenny Rogers (2006)

Kenneth Donald „Kenny“ Rogers (* 21. August 1938 in Houston, Texas) ist ein US-amerikanischer Country-Sänger, Songwriter, Schauspieler, Fotograf und Buchautor, der seit über 50 Jahren in der Musikbranche aktiv ist. Mit 22 Nummer-eins-Erfolgen und über 125 Millionen verkauften Tonträgern zählt Kenny Rogers zu den erfolgreichsten Sängern weltweit.

Karriere[Bearbeiten]

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Anfänge[Bearbeiten]

In seiner High-School-Zeit trat Rogers gelegentlich mit seiner Schülerband als Sänger auf. Seine erste Single That Crazy Feeling/We’ll Always Have Each Other veröffentlichte er 1957 als Kenneth Rogers beim Kix-Label aus Houston. That Crazy Feeling wurde zu einem lokalen Hit. Mitte 1957 spielte er als Mitglied der Scholars zwei weitere Singles für Imperial Records ein, die aber wenig Anklang fanden. Ähnlich erging es Rogers’ nächsten beiden Solosingles für Carlton Record. Alle diese frühen Aufnahmen waren im Rock-’n’-Roll-Stil gehalten, erst später wechselte Rogers zur Country-Musik, nachdem die Beliebtheit des Rock ’n’ Roll abebbte. Nach einem Gastauftritt bei der Dick-Clark-Show 1958 veröffentlichte er seine folgenden Alben unter dem Namen Kenny Rogers.

Bevor sich Rogers der Country-Musik widmete, spielte er zehn Jahre lang Jazz und wurde Ende der 1950er ein Mitglied des Bobby-Doyle-Trios. In dieser Zeit lernte er auch Kontrabass zu spielen. Als sich die Jazzband in den 1960ern auflöste, ging er zu einer anderen Jazzgruppe, die unter dem Namen New Christy Minstrels bekannt war. Kim Carnes, die in Rogers’ späterer Karriere eine wesentliche Rolle spielte, war auch Mitglied dieser Band. 1967 gründete er mit Carnes und zwei weiteren Mitgliedern die Band The First Edition; diese Formation wurde später umbenannt in Kenny Rogers & the First Edition, die bis Mitte der 70er mit Hits wie Just Dropped In (To See What Condition My Condition Was In), Ruby, Don’t Take Your Love to Town oder Reuben James großen Erfolg hatte. Es folgten viele Fernsehauftritte und Konzerte, bis sich die Band 1976 auflöste.

Durchbruch[Bearbeiten]

Danach organisierte Ken Kragen (Kenny Rogers’ Manager von 1976 bis 2000) ein Treffen mit Larry Butler, einem Musikproduzenten der Plattenfirma Capitol Records Nashville. Dieser unterzeichnete einen Zwei-Platten-Vertrag mit Kenny Rogers, und 1976 folgte die erste Single Love Lifted Me, die in den Charts landete. Das gleichnamige Album war zunächst kein Erfolg, doch schon bald folgte die Single Lucille, die in den USA und Großbritannien ein Nummer-eins-Erfolg wurde. Auch in Deutschland war Lucille erfolgreich.

1970er[Bearbeiten]

Die Kooperation mit Larry Butler gilt als die erfolgreichste in Rogers’ Musikkarriere. Nach dem ersten Nummer-eins-Hit produzierte das Duo 1977 das nächste Album Daytime Friends. Der Titelsong wurde zum nächsten Nummer-eins-Hit. Kenny Rogers versuchte sich selten als Songwriter. Auf dem Album veröffentlichte er dennoch seinen selbstverfassten Song Sweet Music Man, der von ihm selbst handelt und sein Hippie-Image betrifft. Das Stück schaffte es auf Platz 9 der Country-Charts. Zudem findet sich auf dem Album noch eine Coverversion des Eagles-Songs Desperado.

1978 schrieb Don Schlitz den Countrysong The Gambler, den Kenny Rogers veröffentlichte. Dieses Lied war so erfolgreich, dass man die erste Miniserie in der Fernsehgeschichte der USA startete. Insgesamt wurden zwischen 1978 und 1994 fünf Gambler-Westernfilme gedreht, in denen Kenny Rogers die Hauptrolle unter dem Namen Brady Hawkes spielte. The Gambler wie auch Kenny Rogers’ Lieblingsballade She Believes in Me kam auf Platz eins.

Im selben Jahr traf Rogers durch Zufall auf Dottie West. Das erste Duett der beiden, Every Time Two Fools Collide, wurde ebenfalls ein Nummer-eins-Hit. Das gleichnamige Album enthielt noch zwei weitere Nummer-eins-Songs All I Ever Need Is You und What Are We Doin’ in Love?. Zudem erreichten die Stücke Anyone Who Isn’t Me Tonight Platz 2 und Till I Can Make It on My Own Platz 3 der Country-Charts.

Kenny Rogers und Larry Butler stellten 1979 das Album Kenny in drei Tagen fertig. Unter den zehn Liedern findet sich auch Rogers’ international erfolgreichster Song Coward of the County, der neben dem Nummer-eins-Erfolg auch verfilmt wurde. In Deutschland ist dieser Westernfilm unter dem Titel Tag des Zorns bekannt. You Decorated My Life war ein weiterer Nummer-eins-Song aus diesem Album.

1980er[Bearbeiten]

Die 80er-Jahre waren Rogers musikalischer Höhepunkt. 1980 arbeitete er mit Kim Carnes zusammen, die nicht nur als Sängerin, sondern auch als Songschreiberin aktiv war. Zusammen mit Dave Ellingson schrieb das Duo elf neue Songs für das Album Gideon, das Larry Butler mit Kenny Rogers produzierte. Es enthielt das Duett Don’t Fall in Love with a Dreamer, das Rogers zusammen mit Kim Carnes aufnahm. Das Stück erreichte Platz 3 der Country-Charts.

Zusammen mit Larry Butler hatte Rogers zwischen 1976 und 1980 zwölf Top-Ten-Hits. „Irgendwann wurde uns klar, dass wir immer dieselben Lieder nur mit anderen Worten produzieren“, sagte Kenny Rogers in einem Interview. Er wollte sich auf ein anderes musikalisches Territorium begeben. Inspiriert durch Ray Charles’ Album Modern Sound of Country Music, auf dem der R&B-Sänger Country-Songs sang, wollte Kenny Rogers als Country-Sänger einen R&B-Song singen und bat Lionel Richie um Hilfe.

Einige Tage später hatte Richie das Lied Lady für ihn bereit, das Platz eins sowohl der Country- als auch der Pop-Charts erreichte. Aus der Zusammenarbeit mit Richie entwickelte sich eine Freundschaft und sie entschieden sich noch im selben Jahr, zusammen ein neues Album zu erarbeiten. Vier Songs schrieb Richie für das geplante Album (The Good Life, So in Love with You, Goin’ Back to Alabama - mit Michael Jackson als Backgroundsänger - und Without You in My Life). Ziel war es, sich vom gewohnten Country-Image der Butler-Rogers-Kooperation abzuwenden und in den Pop einzusteigen. Das Titellied Share Your Love sowie I Don’t Need You und Through the Years wurden zu Nummer-eins-Erfolgen.

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Jubiläum[Bearbeiten]

Aus Anlass seiner 50-jährigen Aktivität in der Musikbranche veröffentlichte Rogers 2008 das Album Kenny Rogers: 50 Years bei der kleinen Plattenfirma Cracker Barrel. Im Oktober 2009 erschien das nächste Best-of-Album The First Fifty Years, das mit Tell Me That You Love Me ein Duett mit Dolly Parton beinhaltet. Goodbye (geschrieben von Lionel Richie) und Loving You Is a Natural Thing to Do sind weitere neue Stücke auf dem Album.

Am 10. April 2010 wurde die Biographie-Show The First Fifty Years aufgezeichnet, in der Stars wie Dolly Parton, Lionel Richie, Wynonna Judd, Chris Isaak, Sheena Easton und weitere prominente Sänger Rogers für seine fünf Jahrzehnte lange Tätigkeit ehrten. Rogers sagte als Abschlusssatz auf seinem Jubiläumsalbum: „Now I’m working on the next fifty years“ (Jetzt arbeite ich an den nächsten 50 Jahren).[1]

Country-Nummer-eins-Hits[Bearbeiten]

Titel Album Jahr
Lucille Kenny Rogers 1976
Daytime Friends Daytime Friends 1977
The Gambler The Gambler 1978
She Believes n Me The Gambler 1978
Love or Something Like It Love or Something Like It 1978
Every Time Two Fools Collide

(Duett mit Dottie West)

Every Time Two Fools Collide 1978
You Decorated My Life Kenny 1979
Coward of the County Kenny 1979
All I Ever Need Is You

(Duett mit Dottie West)

Classics 1979
What Are We Doin’ in Love?

(Duett mit Dottie West)

Classics 1979
Lady Greatest Hits 1980
Share Your Love Share Your Love 1981
Through the Years Share Your Love 1981
I Don’t Need You Share Your Love 1981
Love Will Turn You Around Love Will Turn You Around 1982
We’ve Got Tonight

(Duett mit Sheena Easton)

We’ve Got Tonight 1983
Islands in the Stream

(Duett mit Dolly Parton)

Eyes That See in the Dark 1983
Real Love

(Duett Mit Dolly Parton)

Real Love 1985
Morning Desire The Heart of the Matter 1985
Crazy I Prefer the Moonlight 1988
Make No Mistakes, She’s Mine

(Duett mit Ronnie Milsap)

I Prefer The Moonlight 1988
Buy Me a Rose She Rides Wild Horses 1999

Alben[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen[2] Anmerkungen
DE AT CH UK US
1976 Love Lifted Me Erstveröffentlichung: 1976
1977 Kenny Rogers 14
(7 Wo.)
30
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1977
Daytime Friends 39
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1977
1978 Love Or Something Like It 53
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1978
The Gambler 12
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1978
1979 Kenny 17
(4 Wo.)
7
(10 Wo.)
5
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1979
1980 Gideon 12
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1980
1981 Share Your Love 6
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1981
Christmas 34
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1981
1982 Love Will Turn You Around 34
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1982
1983 We've Got Tonight 18
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1983
Eyes That See In The Dark 9
(12 Wo.)
14
(10 Wo.)
53
(19 Wo.)
6
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1983
1984 What About Me? 97
(1 Wo.)
31
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1984
1985 The Heart Of The Matter 51
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1985
1986 They Don't Make Them Like They Used To 137
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1986
1987 I Prefer The Moonlight 163
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1987
1989 Something Inside So Strong 141
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1989
Christmas In America 119
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1989
1996 The Gift 63
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1996
1997 Across My Heart 193
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1997
1998 Christmas From The Heart 164
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1998
1999 She Rides Wild Horses 60
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1999
2000 There You Go Again 121
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 2000
2006 Water & Bridges 14
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. März 2006

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkungen
DE AT CH UK US
1978 Ten Years Of Gold 33
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: Januar 1978
1979 The Kenny Rogers Singles Album 12
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1979
1980 Greatest Hits 3
(12 Wo.)
40
(5 Wo.)
1
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. September 1980
1983 Twenty Greatest Hits 22
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1983
1985 Love Is What We Make It 145
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1985
The Kenny Rogers Story 4
(29 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1985
1990 The Very Best Of Kenny Rogers 60
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1990
1993 Daytime Friends – The Very Best of Kenny Rogers 16
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1993
1997 Love Songs 27
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1997
1999 All The Hits & All The New Songs 14
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1999
With Love 119
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1999
2004 42 Ultimate Hits 39
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2004
2006 21 Number Ones 24
(27 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2006
2008 A Love Song Collection 47
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2008
2011 The Love Of God 27
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2011

Kollaborationen[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkungen
DE AT CH UK US
1978 Every Time Two Fools Collide 186
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1978
(mit Dottie West)
1979 Classics 82
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1979
(mit Dottie West)
1984 Duets 85
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 1984
(mit Dottie West, Kim Carnes & Sheena Easton)
Once Upon A Christmas 31
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1984
(mit Dolly Parton)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jahr Auszeichnung Kategorie
2007 CMT Music Awards Album of the Year - "Water & Bridges"
2005 CMT Music Awards Favorite All Time Country Duet - "Islands in the Stream" mit Dolly Parton
2004 CMT’s 100 Greatest Cheating Songs Greatest Cheating Songs - "Ruby Don’t Take Your Love to Town" (Platz 6)
2003 Lifetime Achievement Award International Entertainment Buyers Association
2003 CMT’s 100 Greatest Country Songs Greatest Country Song - "The Gambler" (Platz 26)
2002 CMT’s 40 Greatest Men of Country Music Greates Men of Country Music (Platz 19)
2000 TNN Music Awards Career Achievement Award
1999 BBC’s Greatest Country Singer Greatest Country Singer (Platz 2)
1988 Grammy Awards Best Duo Country Vocal Performance - "Make No Mistake She’s Mine" (mit Ronnie Milsap)
1986 USA Today Favorite Singer of All Time
1985 American Music Awards Favorite Country Album - "Eyes That See in the Dark"
1985 American Music Awards Favorite Male Country Artist
1983 Academy of Country Music Awards Single of the Year - "Islands in the Stream" (mit Dolly Parton)
1983 Academy of Country Music Awards Top Vocal Duet - (mit Dolly Parton)
1983 American Music Awards Favorite Pop/Rock Country Artist
1983 American Music Awards Favorite Country Single - "Love Will Turn You Around"
1983 ASAP Awards Favorite Single - "Islands in the Stream" (mit Dolly Parton)
1982 American Music Awards Favorite Country Album - "Greatest Hits"
1981 American Music Awards Favorite Pop/Rock Male Artist
1981 American Music Awards Favorite Country Album - "The Gambler"
1981 American Music Awards Favorite Country Single - "Coward of the County"
1980 American Music Awards Favorite Male Country Artist
1980 American Music Awards Favorite Country Album - "The Gambler"
1980 Music City News Country Single of the Year
1980 Diamond Award Für das Album "Greatest Hits" (22-millionenfach verkauft)
1979 American Music Awards Favorite Male Country Artist
1979 American Music Awards Favorite Country Album - "10 Years of Gold"
1979 Country Music Association Awards Male Vocalist of the Year
1979 Country Music Association Awards Vocal Duo of the Year (mit Dottie West)
1979 Country Music Association Awards Album of the Year - "The Gambler"
1979 Music City News Country Male Artist of the Year
1979 Music City News Country Single of the Year - "The Gambler"
1979 Grammy Awards Best Male Country Vocal Performance - "The Gambler"
1978 American Music Awards Favorite Single - "Lucille"
1978 Country Music Association Awards Vocal Duo of the Year - (mit Dottie West)
1978 Academy of Country Music Awards Entertainer of the Year
1978 Academy of Country Music Awards Top Male Vocalist
1977 Country Music Association Awards Single of the Year - "Lucille"
1977 Academy of Country Music Awards Top Male Vocalist
1977 Academy of Country Music Awards Single of the Year - "Lucille"
1977 Academy of Country Music Awards Song of the Year - "Lucille"
1977 Grammy Awards Best Male Country Vocal Performance - "Lucille"

Quellen[Bearbeiten]

  1. http:/countrymusic.suite101.com/article.cfm/kenny_rogers_the_first_50_years
  2. Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten]