Kenny Wheeler

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Kenny Wheeler 1992
Kenny Wheeler 2007
Kenny Wheeler 2011

Kenneth Vincent John „Kenny“ Wheeler (* 14. Januar 1930 in St. Catharines, Ontario) ist ein kanadischer Jazz-Trompeter, -Flügelhornist und Komponist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Wheeler studierte 1950 bis 1951 Harmonielehre und Trompete am Royal Conservatory in Toronto. 1952 siedelte er nach London über. Hier trat er mit traditionellen Swing- und Tanzbands auf, arbeitete aber auch mit Musikern wie Joe Harriott und Ronnie Scott. 1959 trat er beim Newport Jazz Festival mit John Dankworths Boporchestra auf, dem er bis 1965 angehörte. Daneben studierte er Komposition bei Richard Rodney Bennett und Bill Russo. Von 1966 bis 1970 gehörte er zum Spontaneous Music Ensemble um John Stevens. 1968 entstand unter seiner Leitung mit Dankworth' Orchester das Album Windmill Tilter, eine Suite nach Don Quijote von Cervantes.

Von 1969 bis 1972 gehörte er (neben Derek Bailey und Evan Parker) dem Sextett von Tony Oxley an, daneben von 1969 bis 1975 dem Mike Gibbs Orchestra. Seit 1970 arbeitete er auch regelmäßig mit Alexander von Schlippenbachs Globe Unity Orchestra. Von Anfang der 1970er Jahre bis 1976 arbeitete er mit Anthony Braxton. 1976 spielte er in kleiner Besetzung mit Keith Jarrett, Dave Holland und Jack DeJohnette das Album Gnu High ein. Ein Jahr später gründete er mit Norma Winstone und John Taylor das Trio Azimuth. Von 1983 bis 1987 gehörte er dem Dave Holland Quintet an. Anfang der 1990er Jahre war er Mitglied im Dedication Orchestra.

Daneben spielte Wheeler auch Jazz-Rock, u.a. mit Mike Gibbs (Anfang der 1970er Jahre), Bill Bruford (1978) und als Mitglied des United Jazz and Rock Ensemble (seit 1978).

2005 wurde Wheeler mit der German Jazz Trophy ausgezeichnet, als fünfter Preisträger nach Erwin Lehn, Paul Kuhn, Wolfgang Dauner und Toots Thielemans.

Diskografie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]