Kentron V4 R-Darter

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Kentron V4 R-Darter
Allgemeine Angaben
Typ: Luft-Luft-Rakete
Herkunftsland: Südafrika
Hersteller: Armscor, Kentron (heute: Denel Dynamics)
Indienststellung: 1995
Einsatzzeit: 1995–2008
Stückpreis: ca. $ 1.000.000
Technische Daten
Länge: 3620 mm
Durchmesser: 160 mm
Gefechtsgewicht: 118 kg
Antrieb: Feststoffraketenmotor
Reichweite: 60 km
Ausstattung
Zielortung: Aktives Radar
Zünder: Annäherungzünder
Waffenplattformen: Atlas Cheetah C/D
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Die V4 R-Darter ist eine radargelenkte Luft-Luft-Rakete mittlerer Reichweite. Sie wird von dem südafrikanischen Konzern Kentron (heute: Denel Dynamics) für die South African Air Force (SAAF), seit 1994 hergestellt.

Geschichte und Technik[Bearbeiten]

Die Entwicklung der V4 begann ab Mitte der 1980er Jahre mit dem Ziel eine radargelenkte Luft-Luft-Rakete mit hoher Reichweite für die SAAF zu haben. Da zu der Zeit Südafrika unter einem UN Waffenembargo stand, hatte man keine Möglichkeit, sich ähnliche Waffen aus dem Ausland zu beschaffen. Sie wurde so entwickelt, dass sie gegen alle zu der Zeit bekannten elektronische Gegenmaßnahmen immun war. Weiterhin sollte sie mit einem modernen Flugzeugradar kombiniert werden, so dass der Pilot mehrere Luftziele gleichzeitig angreifen konnte. Es wurde mit der R-Darter möglich, ein Ziel vor dem Abschuss zu erfassen (Lock on before launch) aber auch ein Ziel erst nach Abschuss der Rakete zu erfassen (Lock on after launch) und ins Ziel zu leiten. Die Zielerfassung war wie bei der Kentron V3 über das Helmdisplay möglich. Während der Entwicklung wurde auch schon die Update-Möglichkeit bedacht und sie wurde entsprechend ausgelegt um diese zu erleichtern.

In Produktion ging die R-Darter im Jahr 1994. In den Dienst der SAAF wurde sie schon 1995 gestellt und an der Atlas Cheetah C/D genutzt. Der Öffentlichkeit wurde sie erst im Jahr 2000 offiziell auf der African Aerospace and Defence Show vorgestellt.[1]

Seitdem gibt es die Gerüchte das die R-Darter ähnlich, wenn nicht sogar ein Derivat der israelischen Derby ist. Südafrikanische Quellen bestreiten dies. Es gibt auch keine Belege, dass Kentron mit den Israelis im Rahmen eines Projektes für eine radargelenkte Luft-Luft-Rakete, zusammengearbeitet hat. Aber viele Daten über R-Darter werden noch als geheim eingestuft.

Im Jahr 2005 wurde bekannt das die Força Aérea Brasileira zehn R-Darter für einen Preis der zwischen 100.000 und 200.000 US-Dollar lag, für das F-5BR Programm zum Testen kaufte. Man entschied sich aber 2006 für die von Rafael gebaute Derby. Weitere mögliche Exporte nach Pakistan und gar Rumänien erwiesen sich bald als Falschmeldung. Seitdem Ecuador Anfang 2011 für $ 54 Millionen 12 Cheetah erwarb, halten sich die Gerüchte das man auch die R-Darter erwerben möchte.

Die R-Darter war ursprünglich für die Saab 39 Gripen vorgesehen, es wird aber nicht umgesetzt. 2003 wurde entschieden, die V4 zusammen mit Cheetah im Jahr 2008 außer Dienst zu stellen. Über einen möglichen Nachfolger wird viel spekuliert, diese wird laut Aussage eines Firmensprechers unter dem Namen B oder T-Darter entwickelt.[2]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bericht in der Flight International vom 12. September 2000.
  2. Bericht auf itweb.co.za vom 14. April 2008