Kentucky Fried Chicken
| Kentucky Fried Chicken | |
|---|---|
| Rechtsform | Corporation |
| Gründung | 1930 |
| Sitz | Louisville, Kentucky, USA |
| Leitung | Roger Eaton, Chairman und CEO |
| Branche | Quickservice-Systemgastronomie |
| Website | www.kfc.com |
Kentucky Fried Chicken (englisch für Brathuhn aus Kentucky, seit 1991 offiziell abgekürzt KFC) ist ein US-amerikanisches Franchise-Systemgastronomie-Unternehmen, das zur Yum! Brands gehört.
Das erste KFC-Restaurant wurde 1930 von Harland D. Sanders in einer kleinen Tankstelle in Corbin, Kentucky, gegründet.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Gründer von Kentucky Fried Chicken war Harland D. Sanders. Er arbeitete schon in den verschiedensten Berufen, bis er mit 40 Jahren bei einer Tankstelle anfing, wo er nebenbei selbstgemachtes Essen verkaufte. Dort wurde er so bekannt, dass er 1930, gegenüber der Tankstelle, sein erstes Restaurant eröffnete. Als Anfang der 1950er ein Highway gebaut werden sollte, der an der Stadt vorbei führte, hatte er Angst seine Kundschaft zu verlieren. 1952 begann er, sein Geheimrezept an andere Lokale zu verkaufen und verlangte pro verkauftem Hühnchen 5 Cent. Nach zwölf Jahren waren es bereits 600 Restaurants, die nach seinem Rezept arbeiteten. 1964 verkaufte er seine Anteile für 2 Mio. an eine Investorengruppe, doch Sanders blieb als Vertreter. 1980 starb Harland D. Sanders. In seinem Leben hatte er bis zu 250.000 Meilen pro Jahr zurückgelegt um seine Restaurants zu besuchen. 1986 wurde Kentucky Fried Chicken für 840 Mio. US-Dollar an PepsiCo Inc. verkauft. 1997 wurde Kentucky Fried Chicken mit den anderen Restaurantketten von PepsiCo als Tricon Global Restaurants (später umbenannt in Yum! Brands) ausgegliedert und an die Börse gebracht.
Restaurantkette [Bearbeiten]
Ende 2012 existieren 18.198 KFC-Restaurants in 120 Ländern. Hauptstandorte sind die Vereinigten Staaten mit 4.618 Restaurants und China mit 4.260 Restaurants.
Die Menüs sind in den Ländern fast nie identisch. So gibt es in Deutschland und den USA als Beilage Krautsalat, in England und Irland aber beispielsweise BBQ Bohnen (BBQ Baked Beans). Man orientiert sich hierbei an landestypischen Vorlieben.
Deutschland [Bearbeiten]
In Deutschland existieren im Dezember 2012 93 Restaurants.[1] In Deutschland wurden die ersten Restaurants von Kentucky Fried Chicken in den 1960er Jahren eröffnet. KFC sah im Jahr 2005 langfristig in Deutschland das Potential für über 500 Restaurants,[2] eine Expansion blieb in den darauffolgenden Jahren aber aus. Vielmehr wurden neben einigen Neueröffnungen auch Filialen geschlossen, so dass die Anzahl der Restaurants relativ konstant blieb. Neueren Meldungen zufolge sollte aber zunächst bis 2015 die Zahl der Filialen deutschlandweit auf mehr als 200 steigen, dazu sollten ab 2010 mindestens 20 neue Filialen jährlich eröffnet werden.[3] Nachdem die Expansion im Jahr 2010 weit hinter den Planungen zurückblieb und auch 2011 nur 8 statt geplanter 18 Filialen eröffnet wurden, erfolgte 2011 aufgrund interner Schwierigkeiten ein Austausch des Expansionsteams des Unternehmens. 2012 wurden 17 Filialen eröffnet; an einer Standortzahl von 225 bis zum Jahr 2015 hält man weiterhin fest.[4]
In Fußgängerzonen werden KFC-Restaurants als Inline-Restaurants und an stark befahrenen Straßen als KFC-Drive-Restaurants bezeichnet.
Österreich [Bearbeiten]
2005 eröffnete die Queensway Restaurants GmbH das erste KFC-Restaurant in Österreich. Ziel sind 45 Standorte. Das erste Restaurant wurde am 1. Mai 2005 in Wien eröffnet und wirbt mit dem Slogan Share the Secret. Am 21. März 2007 hat der erste KFC-Flagshipstore auf der Wiener Mariahilfer Straße eröffnet. Die Speisekarte wurde seit 2005 mehrfach überarbeitet und – vor allem im Beilagen- und Dessertbereich – erweitert. Am 31. Oktober 2007 öffnete das dritte Wiener KFC-Restaurant seine Pforten. Dieses befindet sich im Donauplex, dem Entertainment-Center vom Wiener Donauzentrum und ersetzt dort das geschlossene Hooters-Restaurant. Am 23. April 2008 eröffnete die erste Filiale außerhalb Wiens und die vierte insgesamt am Jakominiplatz in Graz, welche aber am 1. Oktober 2009 aus wirtschaftlichen Gründen wieder geschlossen wurde.[5] Mit Eröffnung einer weiteren Filiale im Wiener Einkaufszentrum Lugner City im Juli 2010 existieren nun wieder vier Filialen in Österreich, alle davon in der Hauptstadt.[6]
Schweiz [Bearbeiten]
Derzeit existiert kein Kentucky-Fried-Chicken-Restaurant in der Schweiz. Momentan gibt es auch keine Pläne für eine erneute Expansion dorthin; bis ins Jahr 2004 existierten KFC-Restaurants in Genf, Lausanne und Bern.
Kritik [Bearbeiten]
Kritiker werfen Zulieferfirmen von KFC Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen vor. Die Organisation PETA hat unter dem Namen „Kentucky Fried Cruelty“ eine internationale Kampagne ins Leben gerufen. PETA nahm in einem Schlachthaus des Zulieferers Pilgrim’s Pride in Moorefield, West Virginia, ein Video auf und stellte das Filmmaterial auf ihre Internetseite.[7][8]
Sonstiges [Bearbeiten]
- Die Rolle des Colonel Sanders spielte in der TV-Werbung Jack Lemaire.
- Der amerikanische Musiker und Veganer Moby prangert in seinem Musikvideo zu Disco Lies (2008) die industrielle Produktion von Hühnerfleisch an, in dem er einen Schauspieler im Hühner-Kostüm ein Menschenauge auspicken und ausspucken lässt und der im weiteren Verlauf den netten bärtigen, weißhaarigen Mann aus dem KFC-Logo, eine stilisierte Abbildung des “Kentucky Fried Chicken”-Gründers Colonel Harland Sanders, nach längerer Verfolgungsjagd blutig niedermetzelt und verspeist.[9]
- Eine Verballhornung des Namens zu “Kentucky schreit ficken” wurde 1996 bis 1997 in einer Sketchreihe bei RTL Samstag Nacht gezeigt.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ http://www.kfc.de/restaurants
- ↑ http://www.welt.de/print-welt/article178489/Huhn_fuer_die_Welt.html
- ↑ http://www.kfc-expansion.de
- ↑ http://www.cafe-future.net/gastro/branchennews/pages/protected/KFC-startet-mit-frischer-Expansionsmannschaft-ins-naechste-Jahr_23870.html
- ↑ http://www.kfc.co.at/new/index.php?id=65
- ↑ http://www.kfc.co.at/new/index.php?id=5
- ↑ kentuckyfriedcruelty.com
- ↑ kfcgrausam.de
- ↑ http://www.alterfalter.de/skandal-video-von-moby-disco-lies-huhn-verspeist-colonal-sanders-den-gruender-von-kentucky-fried-chicken/