Kerri Walsh

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Kerri Walsh Volleyball (Beach)
Kerri-walsh.jpg
Kerri Walsh 2007
Porträt
Geburtstag 15. August 1978
Geburtsort Saratoga, CA, Vereinigte Staaten
Größe 1,91 m
Partnerin 2001–2012 Misty May-Treanor
2004 Rachel Wacholder
2008–2012 Nicole Branagh
seit 2013 April Ross
Erfolge
2003 - Weltmeisterin
2004 - Olympiasiegerin
2005 - Weltmeisterin
2007 - Weltmeisterin
2008 - Olympiasiegerin
2011 - Vizeweltmeisterin
2012 - Olympiasiegerin
(Stand: 16. Juni 2014)

Kerri Lee Walsh (* 15. August 1978 in Santa Clara, Kalifornien) ist eine professionelle US-amerikanische Beachvolleyball-Spielerin. Die 1,91 Meter große Walsh errang 2004, 2008 und 2012 den Olympiasieg mit ihrer Partnerin Misty May-Treanor. Gemeinsam mit May-Treanor gewann sie außerdem dreimal die FIVB-Weltmeisterschaft und war zwischen 2007 und 2008 in 112 aufeinanderfolgenden Turnierspielen erfolgreich. Sie gilt als eine der erfolgreichsten Beachvolleyballspielerinnen der Geschichte.

Karriere[Bearbeiten]

Walsh begann ihre Karriere bei der Stanford University und spielte zunächst Volleyball in der Halle. Dort wurde Walsh Mitglied des US-Nationalteams (1999 und 2000) und nahm an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney als Außenangreifer teil, wo die USA Vierter wurden. Danach machte Walsh den Schritt zum Beachvolleyball und nahm sowohl auf der US-Tour AVP als auch an der FIVB World Tour teil. Auf Anhieb gewann sie mit ihrer Partnerin Misty May-Treanor die FIVB Beach Tour 2002 und wurde zur Wertvollsten Spielerin gewählt. 2003 wiederholte sie diesen Erfolg und wurde auch zum ersten Mal FIVB-Weltmeister in Rio de Janeiro.

Den ersten Höhepunkt ihrer Karriere bildete der Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2004, bei dem May-Treanor und sie keinen einzigen Satz im Turnierverlauf abgaben. Zwischen 2003 und 2004 blieb das Duo 89 mal ungeschlagen. Walsh und May-Treanor gewannen 2005 und 2007 zweimal die FIVB-Weltmeisterschaft, und Walsh wurde dreimal in Folge von der FIVB zur Besten Angreiferin, Besten Blockerin und Besten Spielerin gewählt. Im Juni 2007 begann für das Paar eine neue Siegesserie,[1] die nach 112 Siegen in Folge am 31. August 2008 endete.[2] Der neunzehnte und letzte Turniersieg in dieser Serie war der erneute Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2008. Mit einem Karriere-Preisgeld von über einer Million Dollar ist Walsh auch eine der finanziell erfolgreichsten Spielerinnen aller Zeiten.

Im Oktober 2008 musste sich Walsh eine neue Partnerin suchen, da sich May-Treanor die Achillessehne riss. Mit Landsfrau Nicole Branagh, die in Peking Platz fünf holte, dominierte sie weiterhin das Beachvolleyball. Das neue Paar blieb bis Januar 2009 in 75 Matches ungeschlagen. Walsh war zu diesem Zeitpunkt bereits im zweiten Monat schwanger und kündigte eine baldige Babypause an.[3]

Mit Rachel Wacholder spielte Walsh 2009 ihre ersten Comeback-Turniere in der AVP. Bald darauf wurde Walsh wieder schwanger, weswegen sie ihre Rückkehr in den Profisport abbrechen musste. Nachdem sie im Sommer 2010 ihr zweites Kind zur Welt gebracht hatte, spielte die Doppelolympiasiegerin mit Branagh ihr erstes FIVB-Turnier nach der Pause. Nach Siegen über die amtierenden Weltmeisterinnen Kessy/Ross und ihre Landsfrauen Akers/Turner scheiterten die beiden US-Amerikanerinnen zunächst an den Deutschen Goller/Ludwig und anschließend an den brasilianischen Schwestern Maria Clara/Carol und belegten im Abschlussklassement in Sanya den geteilten fünften Platz.[4] Bei den Thailand Open in Phuket im November 2010 gelang Kerri Walsh in ihrem zweiten Turnier nach der Babypause gemeinsam mit Nicole Branagh der erste Sieg.

Bei der World Tour 2011 startete Kerri Walsh wieder an der Seite von Misty May-Treanor mit dem Ziel der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London. Nach einem zweiten Platz im April bei der Brasilia Open verletzte sich Misty May-Treanor im Halbfinale der Sanya Open Ende April am Knie, worauf Kerri Walsh Mitte Mai in Polen an der Seite von Brittany Hochevar startete. Ein eindrucksvolles Comeback von May-Treanor/Walsh gab es Anfang Juni mit dem Gewinn des Grand Slam in Peking, und anschließend in Rom wurde die Vizeweltmeisterschaft erreicht. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London wurden beide zum dritten Mal Olympiasieger. Danach trennten sich die beiden, May-Treanor beendete ihre Beachvolleyballkarriere.

Seit 2013 ist April Ross die neue Partnerin von Kerri Walsh. Auf der FIVB World Tour gewannen Ross/Walsh gleich zwei Grand Slams. 2014 setzten sie ihre Erfolgsserie bei der FIVB World Tour fort und gewannen die Fuzhou Open sowie die Grand Slams in Moskau und in Stavanger.

Liste von Erfolgen[Bearbeiten]

Walsh (r.) mit Misty May-Treanor (l.) mit dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush (Mitte) während der Olympischen Spiele 2008 in Peking

Alle Erfolge bis einschließlich 2012 errang Walsh zusammen mit Misty May-Treanor.

  • Olympiasieger 2012 (London)
  • Olympiasieger 2008 (Peking)
  • Olympiasieger 2004 (Athen)
  • FIVB-Weltmeister 2003 (Rio de Janeiro), 2005 (Berlin) und 2007 (Gstaad)
  • FIVB Best Hitter (2005, 2006, 2007)
  • FIVB Best Blocker (2005, 2006, 2007, 2008)
  • AVP Team of the Year (2004, 2005, 2006, 2007, 2008)
  • FIVB Sportsperson of the Year (2005, 2006, 2007, 2008)
  • FIVB Best Offensive Player (2007)
  • FIVB Most Outstanding Player (2007)
  • AVP Most Valuable Player (2002, 2003)
  • AVP Best Offensive Player (2003)
  • AVP Best Defensive Player (2008)
  • FIVB Tour Champion (2002)

Privatleben[Bearbeiten]

Walsh ist die Tochter von Margie und Tim Walsh und hat zwei jüngere Schwestern, Kelli und KC, sowie einen älteren Bruder namens Marte. Ihr Vater war einst Baseballspieler, und ihre Mutter zweimaliger MVP (Wertvollster Spieler) im Volleyball in Santa Clara. Walsh heiratete am 4. Dezember 2005 Casey Jennings, der ebenfalls professioneller Beachvolleyballspieler ist. Sie verfügt über einen Abschluss in American Studies der Stanford University.

Walsh ist Mutter zweier Jungen, die jeweils 2009 und 2010 auf die Welt kamen [5], und einer Tochter, die 2013 geboren wurde.[6][7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kerri Walsh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sports Illustrated May and Walsh win 18th title (englisch)
  2. Associated Press May-Treanor, Walsh fall in Ohio (englisch)
  3. Double delight for pregnant Walsh after gold at 2008 stop in Dubai
  4. http://www.fivb.org/EN/BeachVolleyball/Competitions/WorldTour/2010/Event/Results.asp?TournCode=WSAN2010&Phase=2
  5. Kerri Walsh biography, usavolleyball.org
  6. US-Beachvolleyballerin Walsh Jennings – Umständliches Gold. Spiegel Online, 25. September 2012, abgerufen am 25. September 2012.
  7. Kerri Walsh: Tweet von Kerri Walsh zu ihrer Schwangerschaft. Twitter, 24. September 2012, abgerufen am 25. September 2012 (HTTPS, englisch).