Kerstin Kielgaß

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Kerstin Kielgaß Schwimmen
Bundesarchiv Bild 183-1987-0616-043, Jessika Reim, Katrin Meißner, Manuela Stellmach, Kerstin Kielgaß.jpg

Kerstin Kielgaß (ganz rechts) bei den DDR-Schwimmmeisterschaften in Erfurt (1987)

Persönliche Informationen
Name: Kerstin Kielgaß
Nationalität: Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Deutsche Demokratische Republik (bis 1990)
DeutschlandDeutschland Deutschland
Schwimmstil(e): Freistil
Geburtstag: 6. Dezember 1969
Geburtsort: Ost-Berlin
Größe: 1,79 m
Medaillenspiegel

Kerstin Kielgaß (* 6. Dezember 1969 in Ost-Berlin) ist eine ehemalige deutsche Schwimmerin.

Werdegang[Bearbeiten]

Sie war insgesamt 15 Jahre im Spitzensport aktiv. Ihren ersten Titel gewann sie 1985 bei den Europameisterschaften in Sofia mit der 4×100 Meter Freistilstaffel der DDR.

Weltmeistertitel mit der Freistilstaffel, diesmal 4×100 Meter, konnte sie 1991 und 1998 jeweils in Perth erringen.

Neben acht Erfolgen mit den beiden Freistilstaffeln wurde sie 1995 in Wien Europameisterin auf der 200 Meter und 1997 in Sevilla über 800 Meter Freistilstrecke.

Bei Olympischen Spielen konnte sie insgesamt vier Medaillen sammeln. 1992 in Barcelona wurde sie über 200 Meter Freistil und mit der deutschen 4×100 Meter Freistilstaffel jeweils Dritte. In Atlanta 1996 gewann sie mit der 4×200 Meter Freistilstaffel die Silbermedaille. Nach den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, wo sie noch einmal Bronze mit der 4×200 Meter Freistilstaffel gewinnen konnte, erklärte sie ihren Rücktritt vom Schwimmsport.

1986 wurde sie in der DDR mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Bronze ausgezeichnet.[1]

DDR-Doping[Bearbeiten]

Im Zuge des DDR-Dopingprozesses und den damit im Zusammenhang stehenden Nachforschungen und Archivaufarbeitungen der Praktiken der DDR-Mediziner und Sportfunktionäre wurde unter anderem bekannt, dass Volker Frischke, der in den 1980er Jahren Kielgaß' Trainer im B-Nationalkader der DDR war, ihr anabole Steroide verabreicht hat[2].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neues Deutschland, 15. Oktober 1986, S. 7
  2. "Die Meister-Macher" online bei der Berliner Zeitung, 19. März 1998; Stand: 7. Mai 2009.