Kery James

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kery James live (2008)

Kery James (* 28. Dezember 1977 in Guadeloupe als Alix Mathurin) ist ein französischer Rapper mit haitianischen Wurzeln.

Biografie[Bearbeiten]

Sein Vater sieht in Guadeloupe wenig Zukunftschancen, weshalb er den siebenjährigen Alix sowie dessen Mutter und Schwester nach Paris schickt. Nach einem kurzen Aufenthalt bei einer Gastfamilie bezieht die Familie Mathurin eine kleine Wohnung im Pariser Vorort Orly.

Die Musik, insbesondere der Hip-Hop, wird schnell zu einer großen Leidenschaft des kleinen Alix. Mit elf Jahren beginnt er erstmals selbst Lieder zu schreiben und wird dabei vom Rapper Manu Key gefördert. Mit zwei Freunden gründet er 1990 die Gruppe Ideal Junior. 1995 folgt der Beitritt zum Rap-Kollektiv Mafia K'1 Fry, welches Rapper aus dem Vorort Orly vereint. Mit dem 1998 erschienenen Album Le combat continue gelingt Ideal J in Frankreich der Durchbruch. Vor allem der Titel Hardcore, welcher sich auf dem Album befindet, sorgt auch außerhalb des Rap-Milieus für Aufsehen. Das Video zum Song wird wegen des harten Bildmaterials gar verboten.

Nach der Auflösung von Ideal J 1999 und der Ermordung eines Jugendfreunds beschließt Kery James sich aus dem Musikgeschäft zurückzuziehen und zum Islam zu konvertieren. Dank der Unterstützung seiner engsten Angehörigen kehrt Kery James aber noch einmal auf die Rap-Bühne zurück und bringt 2001 sein erstes Soloalbum Si c'était à refaire heraus. Seine Texte sind nun wesentlich von der Lehre des Korans beeinflusst und sind nicht mehr so provozierend wie in Zeiten von Ideal J. Mit seinem zweiten Soloalbum Ma vérité wird Kery James endgültig zu einem der bekanntesten Künstler in Frankreich. Anfang 2008 veröffentlicht er mit À l'ombre du show-business sein drittes Soloalbum. Dieses verkauft sich über 100.000 Mal und erhält den Gold-Status. Ein Jahr später folgt mit Réel das nächste Album, welches die Top 5 der französischen Album Charts erreicht.

Diskografie[Bearbeiten]

Soloalben[Bearbeiten]

  • 2001 : Si c'était à refaire
  • 2005 : Ma vérité
  • 2008 : À l'ombre du show-business
  • 2009 : Réel
  • 2012 : 92.2012
  • 2013 : Dernier MC

Alben mit Ideal J[Bearbeiten]

  • 1992 : La vie est brutale
  • 1996 : O'riginal MC's sur une mission
  • 1998 : Le combat continue

Alben mit der Mafia K'1 Fry[Bearbeiten]

  • 1997 : Opération coup de poing
  • 1997 : Les liens sacrés
  • 1999 : Légendaire
  • 2003 : Cerise sur le ghetto
  • 2007 : Jusqu'à la mort

Weblinks[Bearbeiten]