Kerzenzieher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kerzenzieher beim „Lebende Geschichte“-Wochenende im Freilichtmuseum Roscheider Hof

Der Kerzenzieher oder Kerzengießer war bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts einer der traditionellen Handwerksberufe, ähnlich den heute ebenfalls selten gewordenen Sparten wie Sattler oder Tuchmacher. Der Name Kerzenzieher kommt von der Herstellungsweise der Kerzen: Der Docht (oder mehrere Dochte gleichzeitig) wird wiederholt ins flüssige Wachs getaucht und wieder herausgezogen, bis die Kerze die gewünschte Dicke erreicht.

Dieser Vorgang des Ziehens lässt sich industriell gut automatisieren, sodass der Berufsstand um 1850 an Bedeutung verlor. In Handarbeit werden heute nur mehr Kerzen für besondere Zwecke gefertigt.

Weblinks[Bearbeiten]