Kes (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Kes
Originaltitel Kes
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1969
Länge 106 Minuten
Stab
Regie Ken Loach
Drehbuch Ken Loach,
Barry Hines,
Tony Garnett
Produktion Tony Garnett
Musik John Cameron
Kamera Chris Menges
Schnitt Roy Watts
Besetzung

Kes ist ein sozialkritisches Filmdrama aus dem Jahre 1969, das auf dem Jugendbuch Und fing sich einen Falken (engl.: A Kestrel for a Knave) von Barry Hines basiert. Es ist der zweite Kinofilm des britischen Filmregisseurs Ken Loach.

Handlung[Bearbeiten]

Der 14-Jährige Billy Casper wächst in armen Verhältnissen in der Stadt Barnsley im Norden Englands auf. Er ist gelangweilt und bekommt nur schlechte Noten in der Schule. Sein Leben verändert sich, als er einen kleinen Falken findet und ihn aufzieht. Täglich verbringt er mehrere Stunden mit ihm und findet einen Freund in dem Greifvogel. Der Englischlehrer Farthing wird auf Billy aufmerksam, nachdem dieser, durch ihn ermutigt, in der Klasse einen Vortrag über die Aufzucht von „Kes“ gehalten hat. Er ist auch der einzige, der Kes mit Respekt und nicht als ein „Spielzeug“ von Billy betrachtet. Eines Tages wird Billy von seinem terrorisierenden Bruder zur Pferdewette geschickt. Billy jedoch kauft sich von dem Geld etwas zu essen, wodurch er seinen Bruder um einen hohen Wettgewinn bringt. Dieser tötet daraufhin Kes.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film zeichnet ein düsteres Bild der sozialen Verhältnisse in den Arbeitervierteln Englands. Arbeits- und Hoffnungslosigkeit prägen die Gesellschaft dieser Zeit. Ken Loachs Film hat einen sehr dokumentarischen Charakter, der vor allem auch dadurch entsteht, dass außer dem Lehrer Farthing alle Rollen mit Laienschauspielern besetzt sind.

Kritiken[Bearbeiten]

„Psychologisch einfühlsamer und atmosphärisch dichter sozialkritischer Film, der menschliche Selbstsucht und Stumpfheit anklagt.“

Lexikon des internationalen Films

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film gewann 1970 das Internationale Filmfestival von Karlovy Vary. 1971 wurden die Schauspieler Colin Welland und David Bradley mit dem Britischen Filmpreis ausgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]