Ketosen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vergleich einer Ketose (links, Beispiel D-Fructose) mit einer Aldose (rechts, Beispiel D-Glucose). Bei Ketosen ist das Kohlenstoffatom Bestandteil der Carbonylfunktion einer Ketogruppe in Position 2, siehe links.
„Stammbaum“ der D-Ketosen. Durch Anhängen von CH–OH-Gruppen verlängert man das Grundgerüst, so dass sich weitere Zucker ableiten lassen (von Ketotriosen mit drei C- bis Ketohexosen mit sechs C-Atomen). (1) Dihydroxyaceton; (2) D-Erythrulose; (3a) D-Ribulose; (3b) D-Xylulose; (4a) D-Psicose; (4b) D-Fructose; (4c) D-Sorbose; (4d) D-Tagatose

Ketosen (Polyhydroxyketone) ist die chemische Bezeichnung für einen Strukturtyp der Zucker.

Ketosen sind Monosaccharide (Kohlenhydrate) und tragen die Carbonylgruppe (Kohlenstoff-Sauerstoff-Doppelbindung, C=O) am zweiten Kohlenstoffatom der Kohlenstoffkette und nicht wie bei den Aldosen am endständigen ersten Kohlenstoffatom. Die Ketosen sind also Vertreter der Stoffgruppe der Ketone.[1] Die häufigste Ketose ist D-Fructose. Ketosen können durch die Oxidation eines mehrwertigen Alkohols an einem nicht endständigen C-Atom entstehen.

Liste der Ketosen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paula Y. Bruice: Organische Chemie. 5., aktualisierte Auflage. Pearson Education Inc., München u. a. 2007, ISBN 978-3-8273-7190-4, S. 1118−1123.