Kettenblattgarnitur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kurbelgarnitur mit drei Kettenblättern

Als Kettenblattgarnitur, Kettenradgarnitur, Kurbelgarnitur oder Kurbelsystem (auch Kurbelsatz) wird beim Fahrrad die aus einem oder mehreren Kettenblättern und den Tretkurbeln bestehende Einheit bezeichnet. Sie dient der Kraftübertragung des Drehmoments von der Tretlagerwelle auf Kette und Hinterrad.

Neben einfachen Kettenblättern gibt es zwei- und dreifache Kettenblattgarnituren. Die dreifachen Garnituren kamen mit den Mountainbikes Anfang der 1980er Jahre auf, zweifache gab es bis dahin ausschließlich an Rennrädern. Mehrere Kettenblätter werden benötigt, wenn die Schaltkapazität des (hinteren) Schaltwerkes nicht ausreicht. Zum Betätigen der vorderen Schaltung wurden ursprünglich Überwerfer benutzt (einfache Hebel am Sitzrohr), seit Ende der 1960er Jahre sind Umwerfer mit Bowdenzügen üblich. Diese Umwerfer waren anfangs am oberen Drittel des Unterrohrs angebracht, die Bedienung war gewöhnungsbedürftig. Mitte der 1980er Jahre wurden die Schalter an den Lenker verlegt. Für Rennräder kamen wenige Jahre später Bremsschalthebel auf den Markt. Andere Fahrräder besitzen heute entweder Drehschaltgriffe zur Betätigung des Umwerfers oder verschieden konstruierte Schalthebel.

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Winkler, Siegfried Rauch: Fahrradtechnik Instandsetzung, Konstruktion, Fertigung. 10. Auflage, BVA Bielefelder Verlagsanstalt GmbH & Co. KG, Bielefeld, 1999, ISBN 3-87073-131-1

Siehe auch[Bearbeiten]