Kevin Coyne

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Kevin Coyne, 1981

Kevin Coyne (* 27. Januar 1944 in Derby, England; † 2. Dezember 2004 in Nürnberg) war ein britischer Rockmusiker, Maler und Autor.

Leben[Bearbeiten]

Kevin Coyne besuchte von 1957 bis 1961 die Joseph Wright School of Art und studierte anschließend von 1961 bis 1965 am Derby College of Art Grafik und Malerei.

Anschließend war er einige Jahre als Sozialarbeiter tätig. Die Beschäftigung mit Drogensüchtigen und Geisteskranken beeinflusste ihn auch musikalisch nachhaltig. Lieder wie Asylum und Mad Boy oder auch Mona, Where’s My Trousers geben davon Zeugnis. 1969 nahm er zusammen mit seiner Band Siren für John Peels Dandelion Records seine ersten Platten auf. Nach dem Ende von Dandelion wechselte er zu Virgin Records. Bei dieser Plattenfirma entstanden in den nächsten Jahren einige seiner besten und bekanntesten Platten, darunter Beautiful Extremes und Millionaires and Teddy Bears.

In den 1970er Jahren spielten in seiner Band unter anderen Zoot Money und Andy Summers, ein Umstand, über den er sich in späteren Jahren des Öfteren lustig machte. Er selbst hatte 1971, nach dem Tod von Jim Morrison, das Angebot abgelehnt, der neue Sänger der Doors zu werden, angeblich, weil ihm die Lederhosen nicht gefielen,[1] man darf aber annehmen, dass ihn eine Karriere als Popstar nicht interessierte.

In Deutschland, wo ihn ein Auftritt im Rockpalast einem breiteren Publikum bekannt machte, hatte er eine kleine aber treue Fangemeinde. Es kam daher nicht überraschend, als er nach einem Nervenzusammenbruch 1981, verursacht durch Alkoholismus und Überarbeitung, Deutschland als neuen Lebensmittelpunkt wählte.

Coyne lebte seit 1985 in Franken. 1992 erhielt er den „Preis der Stadt Nürnberg für Kunst und Wissenschaft“. Zahlreiche Kunstausstellungen und musikalische Auftritte mit seiner Kevin-Coyne-Band machten ihn nicht nur in England, sondern auch in Deutschland, Österreich und Frankreich bekannt.

1986 trat er unentgeltlich beim Anti-WAAhnsinns-Festival gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf auf die Bühne.

Coyne litt schon seit längerem an Lungenfibrose, sein Tod am 2. Dezember 2004 kam dennoch völlig überraschend. Am 10. Dezember 2004 wollte Kevin Coyne seine neue CD vorstellen.

Diskographie[Bearbeiten]

  • 1969: Siren
  • 1971: Strange Locomotion
  • 1972: Case History
  • 1973: Marjorie Razorblade
  • 1974: Blame lt On The Night
  • 1975: Matching Head and Feet
  • 1976: Let's Have A Party
  • 1976: Heartburn
  • 1977: In Living Black and White
  • 1977: Beautiful Extremes
  • 1978: Dynamite Daze
  • 1979: Millionaires and Teddy Bears
  • 1979: Babble - Songs for Lonely Lovers (mit Dagmar Krause)
  • 1980: Bursting Bubbles
  • 1980: Sanity Stomp
  • 1981: The Dandelion Years (Compilation)
  • 1981: Pointing the Finger
  • 1982: Politicz
  • 1983: Beautiful Extremes et cetera
  • 1984: Legless In Manila
  • 1985: Rough
  • 1987: Stumbling On To Paradise
  • 1989: Everybody's Naked
  • 1990: Romance - Romance
  • 1991: Peel Sessions
  • 1991: Wild Tiger Love
  • 1992: Burning Head
  • 1993: Tough and Sweet
  • 1994: Sign Of The Times (Compilation)
  • 1995: The Adventures Of Crazy Frank
  • 1997: Knocking On Your Brain
  • 1997: Live Rough And More
  • 1999: Bittersweet Lovesongs (Compilation)
  • 1999: Sugar Candy Taxi
  • 2000: Room Full Of Fools
  • 2002: Life Is Almost Wonderful (mit Brendan Croker)
  • 2002: Carnival
  • 2004: Underground
  • 2008: One Day in Chicago
  • 2010: I Want My Crown (4-CD-Box Compilation)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.kevincoyne.de/Biograph.htm