Keystone-Pipeline

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Pipeline-Rohre auf einer Baustelle der Keystone-Pipeline in Swanton (2009)
Umweltaktivist Bill McKibben spricht auf einer Demonstration gegen die Pipeline-Verlängerung (Oktober 2011)

Die Keystone-Pipeline transportiert Athabasca-Ölsande aus der westkanadischen Provinz Alberta zu Erdölraffinerien in den US-Bundesstaaten Illinois, Oklahoma und Nebraska. Die Strecke von Alberta bis Steele City (Nebraska) ist 3.456 km lang; die Verlängerung bis Cushing (Oklahoma) beträgt 480 km; die Pipeline hat einen Durchmesser von 30 bzw. 36 Zoll (nahezu einem Meter).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

TransCanada schlug das Projekt 2005 vor. 2008 stieg der US-Ölkonzern ConocoPhillips mit einer 50%-Beteiligung ein,[1] doch schon 2009 kaufte TransCanada den Anteil zurück, um wieder Alleineigner zu sein. Es dauerte zwei Jahre, um all die erforderlichen Genehmigungen zu erhalten; die reine Bauzeit betrug weitere zwei Jahre.[2] 2010 ging die Pipeline in Betrieb.[3]

Keystone XL [Bearbeiten]

Die geplante Ergänzung und Erweiterung Keystone XL der Keystone-Pipeline sollte über 2.700 km, mit einem Durchmesser von nahezu einem Meter und damit einem Transportvolumen von ca. 700.000 Barrel Rohöl täglich[4] schließlich bis in den US-Bundesstaat Texas am Golf von Mexico führen.[5] Die Entscheidung über den Bau des nördlichen Teils von der kanadischen Grenze bis Oklahoma sollte zunächst frühestens Anfang 2013 fallen, nachdem das US-Außenministerium im November 2011 angekündigt hatte, alternative Strecken zu untersuchen.[6] Aufgrund eines Gesetzes des US-Kongresses von Ende 2011 musste die Regierung aber innerhalb von 60 Tagen eine Entscheidung treffen, weshalb Präsident Obama am 19. Januar 2012 das Projekt bis auf Weiteres gestoppt hat, da er in der kurzen, vorgegebenen Frist keine fundierte inhaltliche Bewertung für möglich hielt.[7] Zum Stopp des Projektes zugunsten einer Alternativplanung trug auch der massive Protest von Umweltschützern, mehrerer Nobelpreisträger sowie prominenter Persönlichkeiten wie Desmond Tutu und des Dalai Lama bei.[4]

Der südliche Teil des Keystone-XL-Projekts von Oklahoma zur Golf-Küste wird weiter verfolgt.[8]. Er soll Öl aus Quellen der Great Plains zu den Raffinerien und Häfen in Texas leiten.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Keystone-Pipeline – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. ConocoPhillips Acquires 50% Stake in Keystone. In: ConocoPhillips, Downstream Today, 22. Januar 2008. Abgerufen am 18. Juli 2008. 
  2. Phillip O'Connor: TransCanada's Keystone pipeline ready for flow, but is the market there?. In: St. Louis Post-Dispatch, MCT, 8. Juni 2010. Abgerufen am 23. Februar 2011. 
  3. Ken Newton: Oil Flows Through Keystone. In: St. Joseph News-Press, Downstream Today, 9. Juni 2010. Abgerufen am 1. August 2010. 
  4. a b Deutschlandfunk, Klaus Remme: Obama lässt Bau einer Mega-Ölpipeline verschieben. In: dradio.de, Deutschlandfunk, Umwelt und Verbraucher, 15. November 2011, (3. März 2012)
  5. FAZ online, Patrick Welter: Naturschutz obsiegt über Ölinteressen. In: faz.net, 11. November 2011 (3. März 2012)
  6. Keystone XL Pipeline Project Review Process: Decision to Seek Additional Information
  7. Spiegel Online: Obama stoppt umstrittene Pipeline - vorerst, 19. Januar 2012
  8. New York Times: In Oklahoma, Obama Declares Pipeline Support, 22. März 2012