Keyx (Sohn des Heosphoros)

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Keyx (griechisch Κήυξ, latinisiert CeyxEisvogel“) war ein mythischer König von Trachis, Sohn des Hesperos und der Nymphe Philonis sowie Gemahl der Alkyone, der Tochter des Aiolos.

Gemäß der Darstellung Ovids in den Metamorphosen (11,410 ff) war Keyx seiner Frau in tiefster Liebe verbunden und regierte sein Reich in Frieden ohne Gewalt und Waffen. Auf der Überfahrt nach Ionien, wo er das Apollon-Orakel zu Klaros nach dem Tode seines Bruders Daidalion befragen wollte, wurde sein Schiff von einem starken Sturm erfasst und sank auf der Stelle. Seine letzten Worte sollen seiner geliebten Frau gegolten haben. Diese wusste nichts von dem Unglück und wob Kleider zum Anlass seiner Rückkehr. Als sie aber beim Altar der Iuno für seine heile Rückkehr betete, ließ diese die Götterbotin Iris nach Morpheus, Gott der Wach- und Wahrträume, schicken. Dieser sollte der armen Frau im Traume als ihr Ehemann erscheinen und das Unglück berichten. Ihr Kummer war groß, und als sie am Strande klagte, von dem sie dem Scheidenden nachgeschaut hatte, entdeckte sie Keyx’ Leichnam und stürzte sich in die Tiefe.

Doch wurden sie beide von der sich erbarmenden Thetis in halcyones (Lieste, eine Unterart der Eisvögel) verwandelt. Alkyones Vater Aiolos gewährte ihnen zur Brutzeit eine siebentägige Windstille, die sprichwörtlichen „Halkyonischen Tage“.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]