Khalil Taha

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Khalil Taha (* 5. Juni 1932) ist ein ehemaliger libanesischer Ringer. Er gewann bei den Olympischen Spielen 1952 eine Bronzemedaille im griechisch-römischen Stil im Weltergewicht.

Werdegang[Bearbeiten]

Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg bildete sich im Libanon eine starke Ringermannschaft heraus, die bei internationalen Meisterschaften im griechisch-römischen Stil mehrere Medaillen gewann. Khalil Taha war einer davon. Bei seinem ersten Teilnahme bei einer internationalen Meisterschaft, den Mittelmeer-Spielen 1951 in Alexandria belegte er im Weltergewicht hinter dem Ägypter Moustapha den 2. Platz.

1952 nahm er auch an der Olympischen Spielen in Helsinki teil. Erst 20 Jahre alt besiegte er dort Henry Freylinger aus Luxemburg, Gottfried Angelberger aus Österreich und den erfahrenen Franzosen René Chesneau. Er stand damit in den Finalkämpfen, in denen er aber gegen Miklós Szilvási aus Ungarn und gegen Gösta Andersson aus Schweden erfolglos blieb. Er gewann aber überraschend eine olympische Bronzemedaille.

1953 ging er auch bei der Weltmeisterschaft in Neapel im griech.-röm. Stil an den Start. Er kam dort im Weltergewicht aber nur zu einem Sieg über den Israeli Moshe Artzi. Gegen Bekür Büke aus der Türkei und René Chesneau verlor er und belegte damit den 10. Platz.

Unmittelbar nach diesen Weltmeisterschaften wanderte Khalik Taha zusammen mit seinem Cousin Safi Taha in die Vereinigten Staaten aus. Beide ließen sich in Detroit nieder und wurden Mitglied des FORD Motor Wrestling Club Detroit bzw. des FORD Recreation Club Dearborn, Michigan. Khalil Taha gelang es sogar in den Jahren 1956 und 1957 US-amerikanischer Meister im griechisch-römischen Stil im Weltergewicht zu werden. Bereits vorher war schon sein Trainertalent entdeckt worden, so dass er bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne als Trainer dem US-amerikanischen Ringerteam angehörte.

Auch in den folgenden Jahren, in denen er Ringertrainer beim Michigan Wrestling Club tätig war, trainierte er bis Ende der 1980er Jahre immer wieder US-amerikanische Mannschaften (Senioren- und Juniorenteams), die bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften an den Start gingen.

Khalil Taha, der sich um die Entwicklung des Ringens im griechisch-römischen Stil in den Vereinigten Staaten große Verdienste erwarb, wurde in die "Hall of Fame" der Amerikanischen Athleten Union (AAU) aufgenommen.

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse
1951 2. Mittelmeer-Spiele in Alexandria Welter hinter Moustapha, Ägypten, vor Halaby, Syrien
1952 Bronze OS in Helsinki Welter mit Siegen über Henry Freylinger, Luxemburg, Gottfried Angelberger, Österreich u. René Chesneau, Frankreich u. Niederlagen gegen Miklós Szilvási, Ungarn u. Gösta Andersson, Schweden
1953 10. WM in Neapel Welter mit einem Sieg über Moshe Artzi, Israel u. Niederlagen gegen Bekir Büke, Türkei u. René Chesneau

Anm.: alle Wettbewerbe im griechisch-römischen Stil, OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, Weltergewicht, bis 73 kg Körpergewicht

Quellen[Bearbeiten]

  • Website des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaften der Universität Leipzig,
  • Documentation of International Wrestling Championships der FILA, 1976,
  • Fachzeitschrift Athletik,
  • Website "image.aausports.org"

Weblinks[Bearbeiten]