Khamseh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Khamseh sind eine überwiegend turksprachige Ethnie im Iran (Provinz Fars). Sie bestehen aus einer Konföderation von fünf nomadisierenden Einzelstämmen arabischer, iranischer und türkischer Herkunft. Der Religion nach sind die Khamseh sowohl Sunniten als auch Schiiten. Die Khamseh werden von türkischer Seite vielfach auch als „Hamse Türkmenler“, also als „Turkmenen“ bezeichnet.

Die Khamseh sind auch für ihre hochwertigen, handgefertigten Teppiche bekannt.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name Khamseh stammt aus dem Arabischen und bedeutet „fünf“ (arab. ‏خمسةḵamsa).[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Khamseh waren im 19. Jahrhundert ein Bestandteil einer großen Nomadenföderation des Iran, wo sie von den Kaschgai dominiert wurden. In dieser Föderation bildeten die Khamseh 1861/62 ihren eigenen Stammesbund aus.[1]

Stämme der Khamse[Bearbeiten]

Mit unter werden auch die Taifeh den Khamseh zugerechnet.

In der iranischen Volkszählung von 1932 machten die türkischen Baharlu 8.000, die Aynallu 5.000 und Nafar 3.500 Familien aus. Die persischsprachigen Basseri hatten damals 3.000 Familien. Die größte Gruppe stellten die Araber mit ca. 13.000 Familien.[1]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b c Iranica
  2. Anmerkung: Diese beiden arabischen Stämme werden auch als ein einziger arabischer Stamm angesehen, so dass man dann auf fünf Khamseh-Stämme kommt

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz-Gerhard Zimpel: Lexikon der Weltbevölkerung. Geografie - Kultur - Gesellschaft, Nikol Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG Hamburg 2000, ISBN 3-933203-84-8, S. 271

Weblinks[Bearbeiten]

Pierre Oberling: ḴAMSA TRIBE. In: Ehsan Yarshater (Hrsg.): Encyclopædia Iranica (englisch, inkl. Literaturangaben)