Khan Jamal

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Khan Jamal (* 23. Juli 1946 in Jacksonville (Florida) als Warren Robert Cheeseboro) ist ein US-amerikanischer Musiker des Modern Jazz (Vibraphon, Marimbaphon, Balaphon, Piano, Perkussion).

Khan, der als Sohn einer Klavierlehrerin in Philadelphia aufwuchs, erlernte zunächst Klavier und dann auch Saxophon. Während seines Musikstudiums an der „Granoff School of Music“ und am „Combs College“ nahm er privaten Vibraphon-Unterricht bei Bill Lewis. 1971 gründete er mit Byard Lancaster die Gruppe „Sound of Liberation“; 1972 folgte dann „The Creative Art Ensemble“. Ab 1973 gehörte er, obwohl weiterhin von Philadelphia aus operierend (wo er musikalischer Leiter der Philadelphia Jazz Foundation war), zur Loft Jazz Szene von New York City. Er spielte regelmäßig mit Sunny Murray, Sam Rivers, Don Pullen, David Murray, Frank Lowe, Gary Bartz, Sun Ra oder Larry Young. Ab 1974 gastierte er mehrfach in Europa, trat aber auch auf dem Newport Jazz Festival auf. Erst Anfang der 1980er Jahre zog er nach New York, wo er dann mit Ted Daniel, mit der „Decoding Society“ von Ronald Shannon Jackson und mit Billy Bang arbeitete und aufnahm. 1984 konzertierte er im Duo mit Mal Waldron, 1986 mit Joe Bonner. Ende der 1980er Jahre lebte er in Skandinavien, wo er auch mehrere Alben für SteepleChase Records aufnahm.

Martin Kunzler zufolge hat Jamal neben seinen Vorbildern Bobby Hutcherson und Walt Dickerson ähnlich wie auch Jay Hoggard wichtige Beiträge zu einer Erneuerung des Vibraphonspiels geleistet; dabei hat er sowohl Elemente afrikanischer Musikkulturen integriert als auch verstärkt die Bluestradition berücksichtigt. 1988 gewann er den Kritikerpoll des Down Beat als Vibraphon-Talent, das weitere Beachtung verdient.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten]

  • Peace Warrior (1982, 1989, mit Byard Lancaster u.a.)
  • Three (1984, mit Johnny Dyani, Pierre Dørge)
  • Cool (1989, mit Dwight James, Warren Ore, John Rodgers)
  • Percussion and Strings (CIMP, 1997) mit Dylan Taylor
  • Balafone Dance (2002, mit Jemeel Moondoc u.a.)
  • Impressions of Coltrane (2009, mit Byard Lancaster u.a.)

Lexigraphische Einträge[Bearbeiten]

  • Leonard Feather & Ira Gitler: The Biographical Encyclopedia of Jazz. Oxford University Press, Oxford usw. 1999; ISBN 978-0-19-532000-8
  • Martin Kunzler, Jazz-Lexikon Bd. 1. Reinbek 2002; ISBN 3-499-16512-0

Weblinks[Bearbeiten]