Khartum-Resolution

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Die Khartum-Resolution vom 1. September 1967 wurde nach einem Treffen der Führer acht arabischer Staaten nach dem Sechstagekrieg in Khartum verabschiedet. Sie bestimmte die Basis der Außenpolitik dieser Staaten bis zum Jom-Kippur-Krieg im Jahre 1973. Sie bestimmte:

  1. den fortgesetzten Kampf gegen Israel
  2. das Ende des arabischen Öl-Boykotts, der während des Sechstagekriegs bestand
  3. ein Ende des Kriegs im Jemen
  4. ökonomische Unterstützungen für Ägypten und Jordanien

Die Resolution enthält in ihrem dritten Absatz Bestimmungen, die als die „drei Neins“ beziehungsweise die „Three No's“ bekannt wurden:

  1. NO peace with Israel – Kein Frieden mit Israel
  2. NO recognition of Israel – Keine Anerkennung Israels
  3. NO negotiations with Israel – Keine Verhandlungen mit Israel

Die Arabische Friedensinitiative, welche von der Arabischen Liga im März 2002 verabschiedet wurde, gilt als eine Abkehr von dieser Resolution. Die Initiative beinhaltet das Angebot, dass, sollte sich Israel auf die Grenzen von 1967 zurückziehen und einen unabhängigen palästinensischen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt anerkennen, die arabischen Staaten zur "Normalisierung" ihrer Beziehungen mit Israel bereit seien.[1]

Die Initiative zum Frieden wurde im März 2002 von der Arabischen Liga auf Betreiben des saudischen Königs Abdullah ibn Abd al-Aziz vorgeschlagen und im Juni 2002 von allen 57 Mitgliedern der Organisation für Islamische Zusammenarbeit, einschließlich des Iran, angenommen.[2]

Auf israelischer Seite stößt diese Initiative vorwiegend auf Ablehnung.[3]

Nachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/weltzeit/1762760/
  2. http://www.bpb.de/apuz/32936/bedeutung-und-wandel-der-arabischen-friedensinitiative?p=all
  3. http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/1547036/Israel-rejects-Arab-peace-initiative.html

Weblinks[Bearbeiten]