Khuldabad

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Khuldabad
Khuldabad (Indien)
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Staat: Indien
Bundesstaat: Maharashtra
Distrikt: Aurangabad
Lage: 20° 1′ N, 75° 12′ O20.00944444444475.195833333333830Koordinaten: 20° 1′ N, 75° 12′ O
Höhe: 830 m
Einwohner: 12.794 (2001)[1]
Malik Ambar-Mausoleum
Malik Ambar-Mausoleum

d1

Grabstätte Aurangzebs

Khuldabad ist eine Kleinstadt 12.794 Einwohnern (Stand: Volkszählung 2001) im indischen Bundesstaat Maharashtra im Distrikt Aurangabad. Der Ort war früher auch unter dem Namen Rauza bekannt.

Lage[Bearbeiten]

Khuldabad liegt auf dem Dekkan-Plateau etwa 30 km (Fahrtstrecke) nordwestlich der Stadt Aurangabad in einer Höhe von etwa 830 Metern ü. d. M..

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung besteht zu etwa 38 % aus Hindus, 50 % Moslems, 8 % Buddhisten, 1,5 % Jains, 1,5 % Christen und einem kleinen Anteil von Sikhs und anderen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Wirtschaftsraum Aurangabad gehört zu den wichtigsten und am schnellsten wachsenden in Maharashtra, doch spielt die Landwirtschaft in der Umgebung immer noch eine große Rolle. Khuldabad profitiert nur in geringem Maße vom internationalen Tourismus, doch ist es wegen seiner Höhenlage und seinen Bauten bei Indern durchaus beliebt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ort[Bearbeiten]

Im 14. Jahrhundert lebten und wirkten hier verschiedene Sufi-Heilige, deren Grabmäler (dargahs) bis heute Ziel muslimischer Pilger sind. Daneben befinden sich in Khuldabad die Grabstätten anderer bedeutender indischer Persönlichkeiten, unter anderem die einfachen Grabmäler von Großmogul Aurangzeb und dessen Sohn Azam Shah sowie das Mausoleum von Malik Ambar, dem Ersten Minister der Herrscher des Sultanats von Ahmadnagar.

Umgebung[Bearbeiten]

Aurangabad
Die Millionenstadt Aurangabad bietet einige Sehenswürdigkeiten, allen voran das Bibi-Ka-Maqbara-Mausoleum. Aber auch die in einer Felswand östlich der Stadt gelegenen buddhistischen Aurangabad-Höhlen sind sehenswert.
Ellora
Etwas abseits des Dorfes Ellora befinden sich insgesamt 34 buddhistische, hinduistische und jainistische Höhlenheiligtümer aus dem 5.–10. Jahrhundert, darunter auch der Kailasa-Tempel.
Daulatabad
In der ehemaligen Festungsstadt und Hauptstadt der Seuna-Dynastie sind vor allem das teilweise aus einem Berg herausgearbeitete Fort sehenswert, aber auch die aus Spolien hinduistischer Tempel erbaute Freitagsmoschee (jamaa masjid) und das Chand-Minar sind zu erwähnen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Census of India 2001: Table 3: Population, population in the age group 0−6 and literates by sex − Cities/Towns (in alphabetic order): 2001.