Kibeho

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Kibeho ist ein Ort in Ruanda, der vor allem durch das Lager Kibeho, das zwischen 1994 und 1995 bestand und durch eine Marienerscheinung bekannt wurde.

Flüchtlings- und Gefangenenlager[Bearbeiten]

Kibeho war ein Lager für aus dem Kongo repatriierte Ruander, die nach dem Völkermord in Ruanda geflohen waren, darunter auch viele Génocidaires. Am 18. April 1995 wurde das Lager von der Ruandischen Armee abgeriegelt. Am 22. April 1995 erfolgte ein gewaltsamer Ausbruchsversuch der Génocidaires, infolgedessen zahlreiche Lagerinsassen ums Leben kamen. Am 23. April wurde die Zahl der Toten im Lager zunächst auf 8000 geschätzt, die Angabe wurde jedoch bald auf 2000–4000 verringert. Später wurde die Zahl der Toten offiziell mit 400 Personen angegeben, inoffiziell wurden 4.050 Tote gezählt. Viele der Toten waren nicht mit Schusswaffen, wie sie die ruandische Armee verwendet, sondern mit Macheten, der typischen Waffe der Génocidaires, getötet worden. Außerdem wurden viele Menschen zu Tode getrampelt oder erdrückt. Die anwesenden UNO-Soldaten spielten bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen um das Lager Kibeho nur die Rolle von zum Nichtstun verurteilten Beobachtern.

Marienerscheinung[Bearbeiten]

Ab November 1981 soll die Jungfrau Maria in einem Zeitraum von acht Jahren drei Mädchen erschienen sein und sich als „Mutter des Wortes“ offenbart sowie zu Umkehr, Buße und Versöhnung aufgerufen haben. Die Marienerscheinungen von Kibeho wurden von der katholischen Kirche im Jahre 2001 anerkannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

-2.636291666666729.546777777778Koordinaten: 2° 38′ S, 29° 33′ O