Kienitz

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kienitz (Begriffsklärung) aufgeführt.

52.67416666666714.44111111111110Koordinaten: 52° 40′ 27″ N, 14° 26′ 28″ O

Kienitz
Gemeinde Letschin
Höhe: 10 m
Einwohner: 573 (2006)
Eingemeindung: 26. Oktober 2003
Postleitzahl: 15324
Vorwahl: 033478
Kienitz (Brandenburg)
Kienitz

Lage von Kienitz in Brandenburg

Kienitz ist ein Ort, gelegen am östlichsten Rand des Oderbruchs, in der Gemeinde Letschin im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg, an der Grenze zu Polen. Der bekannteste Bürger von Kienitz war der deutsche Sozialpolitiker und Jurist Wilhelm Adolf Lette.

Geschichte[Bearbeiten]

Oderarm in Kienitz

Kienitz, das ursprünglich aus einem Fischerdorf entstand, wurde erstmals 1234 urkundlich genannt. Mit der Trockenlegung des Oderbruchs durch den Preußenkönig Friedrich der Große ist die Haupteinnahmequelle der Bewohner die Landwirtschaft. Der König hatte maßgeblichen Anteil an der heutigen Entwicklung des Oderbruchs, so wie es heute aussieht und besteht. Das Oderbruch wurde für viele Siedler aus den verschiedensten Ländern ein neues Zuhause.

Denkmal für die sowjetische Armee in Kienitz

Die Rote Armee überschritt am 30. Januar 1945 in Kienitz erstmals die Oder-Neiße-Linie. Am 31. Januar vormittags bildeten Vorausabteilungen der sowjetischen 5. Stoßarmee und der 2. Gardepanzerarmee[1] einen Brückenkopf und bauten ihn weiter aus. Damit schafften sich die sowjetischen Truppen eine hervorragende Ausgangslage für die folgende Schlacht um die Seelower Höhen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Der Ort Kienitz besteht aus den beiden Ortsteilen Kienitz Dorf und Kienitz Nord, wobei sich Kienitz Nord erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Bodenreform aus einem früheren Gutsherrenbesitz heraus entwickelte.

Am 26. Oktober 2003 wurde Kienitz nach Letschin eingemeindet.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1875 1890 1910 1925 1933 1946 1995 2000 2006
Einwohnerzahl[3] 2.267 1.911 1.568 1.531 1.364 1.019 617 575 573


Kirche[Bearbeiten]

Radwegkirche in Kienitz (2013)

Die Kirche von Kienitz erlangte Bekanntheit durch die Arbeit der Pfarrersfrau und Malerin Erna Roder, die selbst in dem Kirchgebäude wohnte. Um Geld für die Erhaltung der Kirche zu beschaffen, malte sie seit den 1980er Jahren Bilder, die die Kirche selbst und Motive aus der Umgebung zeigen und verkaufte sie.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fritz Kohlase: Küstrins Untergang im Jahre 1945
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  3. Das Genealogische Orts-Verzeichnis: Kienitz

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kienitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien