Kieserit (Mineral)

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Kieserit (Mineral)
Chemische Formel Mg[SO4]·H2O
Mineralklasse wasserhaltige Sulfate ohne fremde Anionen
VI/C.01-10 (nach Strunz)
29.6.2.1 (nach Dana)
Kristallsystem monoklin
Kristallklasse monoklin-prismatisch \ 2/m
Farbe farblos, weiß, grau, grün, gelb
Strichfarbe weiß
Mohshärte 3,5
Dichte (g/cm³) 2,57
Glanz Glasglanz bis matt
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch uneben
Spaltbarkeit vollkommen nach {110} und {111}
Habitus feinkörnige Massen, selten dipyramidale Kristalle
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl α=1,520 β=1,533 γ=1,584
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,064 ; zweiachsig positiv
Weitere Eigenschaften
Radioaktivität nicht radioaktiv

Kieserit ist ein Salz-Mineral aus der Mineralklasse der wasserhaltigen Sulfate ohne fremde Anionen. Es kristallisiert im monoklinen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung Mg[SO4]·H2O und entwickelt meist feinkörnige Aggregate oder seltener dipyramidale Kristalle, die entweder farblos oder weiß, grau, grün beziehungsweise gelb gefärbt sein können.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Etymologie und Geschichte

Benannt wurde Kieserit zu Ehren von Dietrich Georg von Kieser (1779-1862), einem deutschen Professor, Mediziner und Psychiater an der Universität Jena.

Erstmals beschrieben wurde es von Eduard Reichardt (1860).

[Bearbeiten] Bildung und Fundorte

Kieserit kommt auf Salzstöcken vor und bildet namentlich im Abraumsalz des Staßfurter Steinsalzwerkes Bänke bis zu 30cm Stärke. Des Weiteren ist Kieserit Bestandteil von kieseritischem Hartsalz.

Weitere Fundorte sind unter anderem Mount Isa in Australien, Viborg Amt in Dänemark, Heringen (Werra) und Neuhof (bei Fulda) in Deutschland, Neubraunschweig in Kanada, sowie Bad Aussee, Hallstatt und Salzburg in Österreich.

[Bearbeiten] Verwendung

Kieserit dient als Rohstoff zur Herstellung von Dünger (siehe Kieserit (Düngemittel))

[Bearbeiten] Siehe auch

Systematik der Minerale, Liste der Minerale

[Bearbeiten] Literatur

  • Prof. Dr. Martin Okrusch, Prof. Dr. Siegfried Matthes: Mineralogie (7. Aufl.), Springer Verlag Berlin (2005), ISBN 3-540-23812-3

[Bearbeiten] Weblinks

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