Kiew (Flugdeckkreuzer)

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Kiew
Die Kiew in Tianjin, China

Die Kiew in Tianjin, China

p1
Schiffsdaten
Flagge SowjetunionSowjetunion (Seekriegsflagge) Sowjetunion
RusslandRussland (Seekriegsflagge) Russland
Schiffstyp Flugdeckkreuzer
Klasse Projekt 1143
Bauwerft Werft 444, Mykolajiw
Stapellauf 26. Dezember 1972
Indienststellung 28. Dezember 1975
Verbleib Ausstellungsstück in Tianjin
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
273,1 m (Lüa)
235,9 m (KWL)
Breite Rumpf: 31 m

Flugdeck: 51,3 m

Tiefgang max. 11,5 m
Verdrängung
  • leer: 30.530 t
  • Einsatz: 42.100 t
 
Besatzung 1.433 Mann
Maschine
Maschine 8 × Dampfkessel KWN 98/64

4 × Dampfturbinen TW-12-3

Maschinen-
leistung
4 × 35.500 PS (26.110 kW)
Geschwindigkeit max. 30,7 kn (57 km/h)
Propeller 4
Bewaffnung
Ausstattung
Luftfahrzeuge

Die Kiew war ein sowjetischer Flugdeckkreuzer. Sie wurde in Mykolajiw gebaut und am 28. Dezember 1975 in die sowjetische Nordflotte aufgenommen. Die Kiew war das Typschiff von Projekt 1143, von dem insgesamt vier Schiffe gebaut wurden: Minsk, Admiral Gorschkow und Noworossijsk.

Beschreibung[Bearbeiten]

Sie alle wurden offiziell als Anti-U-Boot-Kreuzer bezeichnet, waren aber faktisch Flugzeugträger in der U-Abwehrrolle. Der Grund dafür war der Vertrag von Montreux, der es der Türkei ermöglichte, Flugzeugträgern die Passage des Bosporus und der Dardanellen zu untersagen. Dieses Abkommen konnte durch die Deklaration der Schiffe als Kreuzer umgangen bzw. unterlaufen werden.

Von ihren westlichen Gegenstücken unterschieden sie sich vor allem darin, dass der vordere Deckbereich nicht zum Start der Flugzeuge genutzt wurde, sondern den Hauptteil der Bordbewaffnung aufnahm. Ausreichend Decksfläche (189 m × 20 m) für die ausschließlich aus Hubschraubern und Senkrechtstartern bestehende Flugzeuggruppe wurde über ein Winkeldeck erreicht. Die Längsachse dieses Decks ist zur Schiffslängsachse um 4,5° schräg nach Backbord geneigt. Es sind weder Katapulte noch Abfangvorrichtungen vorhanden. Im Hallendeck werden die Flugzeuge, Hubschrauber und Flugkörper vorbereitet und mit Aufzügen von unterschiedlicher Größe (max. 20 m × 10,4 m) und Tragfähigkeit zum Flugdeck transportiert. Die Erfahrungen, die auf der Kiew mit dem Einsatz von Flugzeugen gemacht wurden, waren ein Grund, den ersten klassischen russischen Flugzeugträger, die Admiral Kusnezow, in Auftrag zu geben.

Nach 20 Jahren Dienst wurde die Kiew 1996 außer Dienst gestellt und ein Jahr später an eine chinesische Firma verkauft. Seit 1. Mai 2004 ist sie als Exponat eines Vergnügungsparks in Tianjin, China ausgestellt.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Chris Bishop: Schlachtschiffe und Waffensysteme im Seekrieg – Sea Warfare. Tosa Verlag, Wien 2001. ISBN 3-85492-433-X
  • Arkadi Morin, Nikolai Walujew: Sowjetische Flugzeugträger. Geheim 1910–1995. Berlin 1996

Filmdokumentation[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kiew – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FTD: Flugzeugträger "Kiew": Luxushotel für Militärfreaks. Abgerufen am 12. September 2011.

39.15519117.808477Koordinaten: 39° 9′ 19″ N, 117° 48′ 31″ O