Kigoma (Region)

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Lage der Region Kigoma innerhalb Tansanias

Kigoma ist die westlichste, der 26 Regionen von Tansania. Sie wurde nach dem Namen ihrer Hauptstadt Kigoma benannt.

Die Region liegt in Zentralafrika und ist 45.066 km² groß. Im Westen grenzt sie an den Tanganjikasee an den auch die Länder Sambia, Demokratische Republik Kongo und Burundi angrenzen. Im Norden schließt sich die Kagera-Region an, im Osten liegen die Shinyanga- und die Tabora-Region, im Süden befindet sich die Rukwa-Region. Sie ist eine wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Hier endet die aus Daressalaam kommende wichtige Ost-West-Eisenbahnverbindung. Die Stadt Kigoma weist den einzigen ausgebauten Hafen am Tanganjikasee auf und verfügt über einen Regionalflughafen. Zudem führt eine wichtige transafrikanische Nord-Süd-Straßenverbindung durch die Region. Die Straße, die von der Stadt Kigoma nach Nordosten führt, teilt sie in zwei Hälften. Im Nordwesten liegt eine Landschaft mit Mittelgebirgscharakter, deren Berg- und Gebirgszüge sich hauptsächlich von Norden nach Süden erstrecken und die bis zu 2200 m hoch sind. Es handelt sich um Ausläufer des Ostafrikanischen Grabenbruches. Hier lebt der größte Teil der Bevölkerung. Der Bereich südöstlich der Hauptstraße ist flach, zum größten Teil Buschland und Sumpfgebiet. Durch das Vorkommen der Tse-Tse-Fliege und durch den unfruchtbaren Boden ist dieses Gebiet nur sehr dünn besiedelt. Nur am Ufer des Sees gibt es hier eine etwas dichtere Besiedlung. Die Orte dort sind meist nur per Boot erreichbar.

Das Klima kennt 2 Jahreszeiten. Von Anfang Oktober bis etwa Ende Mai dauert die Regenzeit. Daran schließt sich von Juni bis September eine Trockenzeit. Die Temperaturen sind vor allem in den Höhenlagen (etwa 16-24 °C in während der Regenzeit und etwa 20-30 °C während der Trockenzeit) recht erträglich, in den Niederungen aber deutlich höher.

In der Kigoma-Region lebten (laut Volkszählung) im Jahr 2002 knapp 1,7 Millionen Menschen. Die durchschnittliche Haushaltsgröße lag bei knapp 7 Personen. Sie ist in 4 Bezirke unterteilt: Kigoma Stadt und Kigoma Land im Süden, Kibondo im Nordosten und Kasulu in der Mitte.

In der Region befinden sich auch immer noch zahlreiche Flüchtlinge aus den Bürgerkriegsgebieten von Burundi und dem östlichen Kongo. Ebenso leidet sie, wie andere große Teile Afrikas, an dem immer mehr um sich greifenden HI-Virus. Bekannt ist die Region auch durch den Gombe Streams National Park, in dem Jane Goodall das Verhalten von Schimpansen untersuchte.