Kijiji (Handelsplattform)

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Kijiji (gesprochen: Ki-dschi-dschi) ist ein regionales Kleinanzeigen-Portal der eBay Inc.. Neben Österreich und der Schweiz ist Kijiji noch in Belgien, Japan, Kanada, Taiwan und der Türkei präsent. In Großbritannien, Polen, Südafrika und Australien heißt die eBay-Plattform Gumtree, in den Niederlanden Marktplaats, in Deutschland eBay Kleinanzeigen. An der amerikanischen Plattform Craigslist ist eBay mit 25 Prozent beteiligt.

Geschichte[Bearbeiten]

eBay hat im Jahr 2004 für 16 Millionen US-Dollar vom ehemaligen Craigslist-Inhaber Philip Knowlton eine Minderheitsbeteiligung von gut 28 Prozent erworben. Am 1. März 2005 gründet eBay den Online-Kleinanzeigenmarktplatz Kijiji, Swahili für „Dorf“, nach dem Vorbild von Craigslist. Die Idee ist, neben dem Internetauktionshaus ein lokales Consumer-To-Consumer-orientiertes Netzwerk zu etablieren. Ähnlich wie bei einem Dorf-Marktplatz soll Kijiji die persönliche Kontaktaufnahme über kurze Anfahrtswege ermöglichen. Das Angebot richtet sich damit an eine neue Nutzergruppe: die Leser der lokalen Anzeigenblätter. Entsprechend alarmiert sind bei der Gründung Medienhäuser und Verlage. Im April 2005 verschmilzt intoko.de (hervorgegangen aus Marktplaats) mit Kijiji. Im Juni 2005 kommt opusforum dazu, ein in Wiesbaden ansässiger Kleinanzeigenmarkt. Kijiji und opusforum werden über ein Jahr parallel von eBay betrieben und schließlich im August 2006 unter der Marke Kijiji gebündelt. Die Geschäftsführung wechselt während dieser Zeit von Klaus Gapp (Gründer von opusforum) zu Heiner Kroke (Procter&Gamble, BCG, Bertelsmann, eBay). Im März 2007 war Kijiji erstmals der reichweitenstärkste Online-Kleinanzeigenmarkt in Deutschland. Seit September 2009 ist Kijiji im eBay Kleinanzeigenmarkt aufgegangen.

Geschäftsmodell[Bearbeiten]

Das Portal finanziert sich über integrierte Werbung und den Einnahmen aus den Inseraten.

Wettbewerber[Bearbeiten]

Im deutschsprachigen Raum haben sich Quoka, markt.de sowie dhd24 zu starken Gegenspielern entwickelt. Insbesondere im englischsprachigen Raum ist die Craigslist stark verbreitet, diese hat allerdings auch deutsche Seiten.

In Österreich ist bei Online-Kleinanzeigen Willhaben ein starker Mitbewerber. Die Website willhaben.at zählt zu den meistbesuchten Internetseiten in Österreich. Im November 2011 belegte Willhaben Platz 1 bei Summe Visits gemäß ÖWA Basic Auswertung Einzelangebote in der Kategorie Service[1]. ÖWA ist die Abkürzung für Österreichische Web-Analyse.

Als Unterschied in der Benutzeroberfläche fällt auf, dass bei größeren Computermonitoren mit z.B. 22" Bildschirmdiagonale und Bildauflösung 1680x1050 bei Willhaben nur die linke Bildschirmhälfte genützt wird, bei Kijiji jedoch der Bildinhalt so umbrochen wird, dass bei jeder Monitorgröße die volle Bildbreite genutzt wird.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Nielsen NetRatings Q4/2006
  • New-business.de, 22. März 2007
  • Horizont, 22. Juni 2006
  • Internet World Business, 16. Juni 2006

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „ÖWA Basic Service“ Statistische Werbeträgerauswertung oewa.at, November 2011