Kikkan Randall

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Kikkan Randall Skilanglauf
Randall am 20. März 2013 in Stockholm bei der Siegerehrung zum Gesamtsieg im Sprintweltcup 2012/13.
Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 31. Dezember 1982
Geburtsort Salt Lake City
Karriere
Verein Apu Nordic Ski Center
Trainer Erik Flora
Frode Lillefjell
Status aktiv
Medaillenspiegel
Nordische Ski-WM 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Nationale Medaillen 6 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Silber 2009 Liberec Sprint Freistil
Gold 2013 Val di Fiemme Team-Sprint
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 12. Februar 2005
 Weltcupsiege 12 (1 im Team)
 Gesamtweltcup 10. (2010/11)
 Sprintweltcup 1. (2011/12, 2012/13, 2013/14)
 Distanzweltcup 23. (2010/11)
 Tour de Ski 21. (2010/11)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Sprintrennnen 11 5 3
 Distanzrennen 0 0 1
 Team 0 0 2
 Teamsprint 1 2 0
letzte Änderung: 15. März 2014

Kikkan Randall (* 31. Dezember 1982 in Salt Lake City) ist eine US-amerikanische Skilangläuferin. Mit dem Gewinn der Silbermedaille im Sprintwettbewerb der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2009 in Liberec, Top-Ten-Platzierungen bei Olympischen Winterspielen und bei Weltmeisterschaften der Junioren und zwölf Weltcupsiegen ist sie die erfolgreichste US-amerikanische Skilangläuferin aller Zeiten.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

In ihrer Jugend war Randall aktive Leichtathletin. Die Mittelstreckenläuferin begann den Skilanglauf als Trainingsmethode im Winter zu nutzen. Schnell stellten sich für die Nichte von zwei Olympiateilnehmern im Skilanglauf erste Erfolge auf nationaler Ebene ein, so dass sie begann sich auf den Skilanglauf zu spezialisieren.

Bei ihren zweiten Juniorenweltmeisterschaften 2001 im polnischen Karpacz belegte die Sprintspezialistin beim Sieg von Pirjo Manninen den sechsten Platz. Dies ist bislang das beste Ergebnis was eine US-amerikanische Skilangläuferin jemals bei Juniorenweltmeisterschaften erreichen konnte. Im gleichen Jahr nahm sie erstmals an Nordischen Skiweltmeisterschaften teil. In Lahti scheiterte sie jedoch schon in der Qualifikation und wurde nur 34. 2002 war sie Olympiateilnehmerin in ihrer Geburtsstadt Salt Lake City. Aber auch hier verpasste sie als 44. der Qualifikation die Endläufe im Sprint-Wettbewerb.

In der Saison 2004/05 startete Randall, die zuvor ausschließlich im Continentalcup bzw. bei amerikanischen Rennserien aktiv war, erstmals im Skilanglauf-Weltcup. Über die 10 Kilometer Freistil belegte die Sprinterin in Reit im Winkl den 70. und letzten Platz. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaft 2005 in Oberstdorf verpasste sie, wie schon bei den vorherigen Großereignissen, die Finalläufe im Sprintwettbewerb. Ein Jahr später allerdings bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin schaffte sie den Sprung ins Halbfinale und erkämpfte mit dem neunten Platz das beste Resultat einer US-amerikanischen Skilangläuferin bei Olympischen Winterspielen überhaupt. Kurze Zeit später gelang ihr mit Platz Fünf beim Sprint im schwedischen Borlänge erstmals der Sprung unter die ersten Zehn eines Weltcupwettbewerbs.

Am 21. Januar 2007 erreichte Randall beim Sprint im russischen Rybinsk die erste Podiumsplatzierung einer US-amerikanischen Athletin im Skilanglauf-Weltcup. Ein Jahr später konnte sie am gleichen Ort diese Platzierung verbessern. Nach einem Zwischenspurt am letzten Berg ließ sie sich beim Freistilsprint von ihren Konkurrentinnen nicht mehr einholen und feierte ihren ersten Sieg im Weltcup. Nachdem sie 2007 in der Gesamtwertung aller Sprintwettbewerbe des Skilanglauf-Weltcup den zwölften Platz belegen konnte, erreichte sie 2008 den 15. Rang. In der Saison 2008/09 wies Randall nach anfänglich mäßigen Resultaten in Otepää, Rybinsk und Valdidentro aufsteigende Form nach. Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2009 in Liberec gelang ihr dann der größte Erfolg ihrer Karriere. Im Finale des Srintwettbewerbs wurde sie nur von Arianna Follis geschlagen. Dies war der erste Medaillengewinn einer US-amerikanischen Skilangläuferin bei Nordische Skiweltmeisterschaften.

Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver schied sie im Halbfinale des Sprintwettbewerbs aus und belegte den achten Platz. Beim Sprintwettbewerb in Oslo erkämpfte sie mit Platz 2 ihre einzige Podiumsplatzierung in der Saison 2009/10. In der Saison 2010/11 gewann sie die Sprintwettbewerbe in Drammen und Liberec. Mit weiteren Podiums- und Top-Ten-Platzierungen sicherte sie sich den dritten Platz im Sprint-Gesamtweltcup. Auch im Gesamtweltcup erreichte sie mit Platz zehn die bisher beste Platzierung ihrer Karriere. Bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2011 in Oslo scheiterte sie schon im Viertelfinale und belegte den 26. Platz. Das beste Resultat der Sprintspezialistin in Oslo war der 18. Platz über 30 Kilometer Freistil (Massenstart). Erstmals beendete sie auch die Tour de Ski, wo sie den 21. Platz erreichte. Zu Beginn der Saison 2011/12 gewann Randall in Düsseldorf den vierten Weltcupwettbewerb ihrer Karriere. An gleicher Stelle feierte sie zusammen mit ihrer Partnerin Sadie Bjornsen ihre erste Podiumsplatzierung in einem Teamsprint. Das US-amerikanische Duo musste sich nur dem Team aus Norwegen geschlagen geben.

Erfolge[Bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Nr. Tag Ort Disziplin Bemerkungen
1. 16. Dezember 2007 RusslandRussland Rybinsk Sprint Freistil
2. 15. Januar 2011 TschechienTschechien Liberec Sprint Freistil
3. 20. Januar 2011 NorwegenNorwegen Drammen Sprint Freistil
4. 3. Dezember 2011 DeutschlandDeutschland Düsseldorf Sprint Freistil
5. 11. Dezember 2011 SchweizSchweiz Davos Sprint Freistil
6. 7. Dezember 2012 KanadaKanada Quebec Team-Sprint mit Jessica Diggins
7. 8. Dezember 2012 KanadaKanada Quebec Sprint Freistil
8. 1. Februar 2013 RusslandRussland Sotschi Sprint Freistil
9. 9. März 2013 FinnlandFinnland Lahti Sprint Freistil
10. 11. Januar 2014 TschechienTschechien Nové Město na Moravě Sprint Freistil
11. 18. Januar 2014 PolenPolen Szklarska Poręba Sprint Freistil
12. 1. März 2014 FinnlandFinnland Lahti Sprint Freistil
Weltcupetappen
Nr. Tag Ort Disziplin Bemerkungen
1. 29. Dezember 2012 DeutschlandDeutschland Oberhof 3 km Freistil Prolog Tour de Ski 2012/2013
2. 1. Januar 2013 SchweizSchweiz Val Müstair Sprint Freistil Tour de Ski 2012/2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kikkan Randall – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien