Kikuchi Yōsai

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Kikuchi Yōsai, Selbstporträt im Alter von 77 Jahren.

Kikuchi Yōsai (jap. 菊池 容斎; * 28. November 1781; † 16. Juni 1878), auch als Kikuchi Takeyasu (菊池 武保) und Kawahara Ryōhei bekannt, war ein japanischer Maler, der für seine monochromen Porträts historischer Persönlichkeiten bekannt ist.

Er war der Sohn eines Samurai namens Kawahara aus Edo und wurde von der Kikuchi-Familie adoptiert, die schon seit langer Zeit Anhänger des Tokugawa-Klans waren. Als 18-Jähriger wurde Kikuchi Yōsai Schüler des Malers Takata Enjō. Nach einem Studium an den Schulen Kanō, Shijō und Maruyama (wahrscheinlich unter Ozui, einem Sohn des Maruyama Ōkyo) entwickelte er seinen charakteristischen Stil, der mit dem des Tani Bunchō verglichen wird.

Sein beeindruckendstes Werk der monochromen Porträts ist das Zenken Kojitsu, eine Sammlung von Heldenporträts der japanischen Geschichte. Die mehr als 500 Tusche-Porträts basieren auf historischen und sogar archäologischen Untersuchungen des Künstlers und erschienen 1878 in gedruckter Form.

Literatur[Bearbeiten]

  • Artikel in der Encyclopædia Britannica 1911
  • Louis Frederic: Japan Encyclopedia. Harvard University Press, Cambridge, Massachusetts 2002

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kikuchi Yosai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Kikuchi der Familienname, Yōsai der Vorname.