Kilis

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Dieser Artikel behandelt die türkische Stadt, für die gleichnamige Provinz siehe Kilis (Provinz).

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Kilis
Wappen von Kilis
Kilis (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Kilis
Koordinaten: 36° 43′ N, 37° 7′ O36.71666666666737.116666666667663Koordinaten: 36° 43′ 0″ N, 37° 7′ 0″ O
Höhe: 663 m
Einwohner: 84.184[1] (2011)
Telefonvorwahl: (+90) 348
Postleitzahl: 79 000
Kfz-Kennzeichen: 79
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Bürgermeister: Mehmet Abdi Bulut (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Kilis
Einwohner: 98.383[1] (2011)
Fläche: 575 km²
Bevölkerungsdichte: 171 Einwohner je km²
Kilis Zentrum

Kilis ist eine türkische Stadt in der Region Südostanatolien und hat 84.184 Einwohner (Volkszählung 2011). Kilis ist die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz Kilis. Die Stadt liegt an der syrischen Grenze in einer gleichnamigen Ebene, am Fuße des Kefiz auf ca. 650 m über dem Meeresspiegel.

Geschichte[Bearbeiten]

In unmittelbarer Nähe der Stadt befinden sich zahlreiche Höyüks, die zeigen, dass die Region seit sehr langer Zeit besiedelt ist. Der bekannteste und am besten erforschte ist der Oylum Höyük, der seit dem Neolithikum bis in byzantinische Zeit besiedelt war.

Der Name Kilis wird erstmals in arabischen Schriften im 10. Jahrhundert verwendet und wird von der Bezeichnung für "Kirche" hergeleitet. Ende des 11. Jahrhunderts wurde Kilis von Kreuzrittern erobert, geriet später in die Hand der Ayyubiden und der ägyptischen Mamluken. Als die Region vom Osmanensultan Selim dem Gestrengen erobert wurde, war Kilis noch ein Dorf. 1519 war Kilis dann eine Kleinstadt mit vier Mahalles und ca. 1.500 Einwohnern. Ende des 19. Jahrhunderts gehörte Kilis zur Provinz Aleppo und hatte 20.000 Einwohner. Der Geograph Vital Cuinet berichtet u.a. von 47 Freitagsmoscheen, 12 kleinere Moscheen, 4 Derwischkonventen, 24 Medressen und 3 Kirchen.

Bildung[Bearbeiten]

Die Universität Kilis befindet sich im Zentrum der Stadt. Zu ihr gehören Fakultäten für Technik, Kunst, Wissenschaft und Verwaltungswissenschaften sowie mehrere Berufsschulen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kilis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 29. Mai 2012