Kim Ki-nam

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Koreanische Schreibweise
Chosŏn’gŭl 김기남
Hancha 金起南
Revidierte Romanisierung Kim Gi-nam
McCune-Reischauer Kim Kinam
siehe auch: Koreanischer Name

Kim Ki-nam (* 28. August 1929 in der Provinz Kangwŏn-do) ist ein nordkoreanischer Journalist, Politiker der Partei der Arbeit Koreas (PdAK) und zurzeit als Sekretär des Zentralkomitees der PdAK für Information, Öffentlichkeitsarbeit und Propaganda verantwortlich für Medien, Presse und Kultur Nordkoreas.

Leben[Bearbeiten]

Kim Ki-nam, Sohn eines Stahlarbeiters, besuchte die Soongsil-Schule und trat dort einer Studentengruppe bei, die sich in Opposition zur japanischen Besatzungsmacht befand. Später studierte er an der Kim-Il-sung-Universität und absolvierte weitere Studien in der Sowjetunion. Anschließend trat er in den auswärtigen Dienst ein und war 1952 zunächst Botschaftsrat an der Botschaft in der Volksrepublik China sowie zuletzt dort Botschafter.

Nach seiner Rückkehr nach Nordkorea 1956 war er zunächst kurze Zeit Sektionschef in der Internationalen Abteilung des ZK der PdAK, ehe er eine Professur an der Kim-Il-Sung-Universität übernahm. Nach einem Studium an der Parteihochschule der KPdSU in Moskau 1961 wurde er Dekan an der Kim-Il-sung-Universität und verfasste zusätzlich seit 1964 Artikel für die Tageszeitung Rodong Sinmun.

1966 wurde er stellvertretender Leiter der ZK-Abteilung für Propaganda und Agitation, wo er eng mit Kim Jong-il zusammenarbeitete, der 1967 Leiter dieser Abteilung wurde. Nachdem er fünf Jahre dort tätig war, wurde er 1972 zunächst stellvertretender Chefredakteur und dann 1974 Chefredakteur der Zeitung Kunroja. 1976 übernahm er das Amt des Chefredakteurs der Tageszeitung Rodong Sinmun und wurde zugleich Vorsitzender des Zentralkomitees des Journalistenverbandes.

1977 wurde er erstmals Deputierter der Obersten Volksversammlung und gehört dieser seitdem an. Daneben war er bis 1986 auch Mitglied von dessen Präsidium. Kim, der seit 1980 Mitglied des Zentralkomitees der PdAK ist, wurde 1981 Vize-Vorsitzender der Union der Auslandsreporter.

Nachdem er zunächst 1985 Leiter der ZK-Abteilung für Agitation und Propaganda wurde, erfolgte 1987 eine „Zurückstufung“ als er Erster Vize-Leiter dieser Abteilung wurde. Fünf Jahre später stieg Kim, der 1992 zugleich mit dem Kim-Il-sung-Orden ausgezeichnet wurde, jedoch wieder auf und übernahm das wichtige Amt des ZK-Sekretärs für Propaganda. In dieser Funktion gehörte er zu den Beisetzungskomitees für Kim Il-sung im Juli 1994 sowie für Verteidigungsminister Marschall O Chin-u im Februar 1995.

Innerhalb des ZK-Sekretariats der PdAK übernahm er 2000 das Amt des ZK-Sekretärs für Parteigeschichte und wurde 2010 auch zum Mitglied des Politbüros des ZK gewählt. Seither ist er auch ZK-Sekretär für Propaganda, Agitation, Öffentlichkeitsarbeit und Information und damit maßgeblich für Medien, Presse und Kultur Nordkoreas verantwortlich.

Kim gilt zugleich als Chefideologe der PdAK und enger Verbündeter des neuen Generalsekretärs der PdAK, Kim Jong-un.[1]

Kim Ki-nam ist der jüngere Bruder des Parlamentspräsidenten Kim Yong-nam.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Eintrag in North Korea Leadership Watch (Seitenaufruf am 30. Juli 2012)
  • Lebenslauf (Englisch, Seitenaufruf am 30. Juli 2012; PDF; 13 kB)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Diese grauen Eminenzen geben Kim Rückendeckung. In: Die Welt vom 20. Februar 2012
  2. Nordkorea: Ein verglühter Basketball-Star spielt Kims Hofnarr
Koreanischer Name Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Koreanischen. Kim ist hier somit der Familienname, Ki-nam ist der Vorname.